02. Februar 2016 | 13:10 Uhr

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Groundhog Day

Murmeltier "Phil" sagt den Frühling an

Murmeltiertag in den USA: "Phil" sah seinen Schatten nicht - der Frühling kommt.

Die Entscheidung war mit großer Spannung erwartet worden: Jetzt ist sie gefallen. Das berühmteste Murmeltier der Welt sagte am Dienstag den Frühling an. "Punxsutawney Phil" sah seinen Schatten nicht - was bedeutet, dass der Frühling unmittelbar bevorstehen soll. Hätte Phil seinen Schatten gesehen, wäre der Legende nach der Winter noch weitere sechs Wochen geblieben.

Brauchtum
Seit dem Jahr 1887 hält sich dieser Brauch, und auch dieses Jahr kamen Tausende Schaulustige in aller Herrgottsfrühe in die Kleinstadt im Bundesstaat Pennsylvania. Die Macher feierten die launige Untersuchung von Phils Schatten in diesem Jahr das 130. Mal.

Legende
Der Legende nach ist es immer das gleiche Murmeltier, das an einem 2. Februar von einem Vertreter aus dem inneren Zirkel des Murmeltiervereins hochgehalten wird: Es trinke jeden Sommer beim Murmeltierpicknick einen Schluck Lebenselixier, das verschaffe ihm sieben weitere Jahre. Phil ist ein ziemlicher Brocken, 2015 brachte das Tier neun Kilo auf die Waage.

Stress
Tierschützer finden das alles nicht witzig. Es sei unfair, das Tier in Gefangenschaft zu halten. Es einer so großen Menschenmenge und grellem Scheinwerferlicht auszusetzen, sei purer Stress.

Der Murmeltierclub hatte dem einmal entgegengehalten, Phil werde wahrscheinlich besser behandelt als das durchschnittliche Kind in Philadelphia. Die Tierschützer suchten nur Aufmerksamkeit und seien an Phil in Wirklichkeit gar nicht interessiert.

Schlechte Prognosen
Phils Prognosen sind jedenfalls ziemlich oft falsch. Das US-Klimadatenzentrum weist ihm nach: In mehr als einem Jahrhundert hat das Murmeltier das Winterende nur 17-mal richtig vorausgesagt. 2011 und 2013 schloss Phil auf baldige Wärme. Schneestürme folgten. 2012 signalisierte er einen langen Winter. Es blieb warm.

"Und täglich grüßt das Murmeltier" wurde auch eine Redensart: Der Film mit Bill Murray in der Hauptrolle ist seit 1993 ein Dauerbrenner.
 

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Im W und N teils sonnig, sonst trüb, 0/7°

Im Süden und Osten Österreichs liegen am Dienstag in den Niederungen Nebel und Hochnebel von unterschiedlicher Beständigkeit. Chancen auf sonnige Aufhellungen bleiben oft auch am Nachmittag gering. Weiter im Westen und Norden überwiegt hingegen meist sonniges Wetter. Letzte Nebel lichten sich hier meist rasch. Von Westen tauchen jedoch bereits am Morgen erste dichtere Wolken auf, die sich im Tagesverlauf nach und nach weiter in Richtung Osten ausbreiten und den Sonnenschein immer öfters trüben. Bis zum Abend kann es in Tirol und Vorarlberg außerdem mitunter leicht regnen. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1000 und 1500m Seehöhe. Der Wind kommt aus Südost bis Südwest und weht am Alpennordrand sowie im Flachland des Ostens teilweise mäßig. Minus 6 bis plus 4 Grad in der Früh. Die Tageshöchsttemperaturen sind mit 3 bis 11 Grad erreicht, am wärmsten mit Nordföhn zwischen dem Bodensee und dem Mostviertel.
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