09. Juli 2022 | 13:21 Uhr

gletscher.jpg © APA/AFP/Pierre TEYSSOT

Nach knapp einer Woche

Gletscherbruch in Dolomiten: Elftes und letztes Lawinenopfer geborgen

Knapp eine Woche nach dem Gletscherabbruch in den norditalienischen Dolomiten haben die Suchmannschaften den elften und letzten noch vermissten Toten gefunden. 

 Wie die Einsatzkräfte am Samstag mitteilten, wurden die sterblichen Überreste eines Alpinisten entdeckt, der am vorigen Sonntag auf dem Berg Marmolata von einer Lawine aus Eis und Geröll mitgerissen worden war. Zuvor hatten die Spezialisten von Polizei und Bergrettung schon zehn Tote geborgen.

Dank DNA-Abgleichen gelang es den Carabinieri, die Leichen zu identifizieren. Bei den Toten handelt es sich um sechs Männer und drei Frauen aus Italien sowie zwei tschechische Bergsteiger. Acht Menschen wurden verletzt. Ihr Zustand sei stabil, hieß es zuletzt vom Krankenhaus.

Der Bürgermeister von Canazei ordnete für diesen Samstag einen öffentlichen Trauertag in allen Gemeinden des Fassatals an. Für 18.00 Uhr ist eine Schweigeminute vorgesehen. Zugleich soll in der Pfarrkirche von Canazei eine Trauermesse beginnen, die unter anderem vom Erzbischof von Trient, Lauro Tisi, zelebriert wird.

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Schaueranfällig, im O und S etwas Sonne, 1/7°

Im Einfluss einer Störung dominieren bis zum Abend insgesamt dichte Wolken. Die Sonne zeigt sich maximal zwischendurch. Von Nordwesten breiten sich außerdem mehr und mehr Regen- oder Schneeschauer aus. Vom Arlberg bis ins Mostviertel regnet oder schneit es zum Teil auch intensiv, am meisten aber im Westen. In den Niederungen ziehen hingegen nur einzelne Schauer durch. Weitgehend trocken bleibt es lediglich im Süden Österreichs. Die Schneefallgrenze bewegt sich zwischen 300 und 800m Seehöhe. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus Nordwest. Vor allem im Bergland lebt der Wind aber immer wieder auch kräftig auf. Die Nachmittagstemperaturen 5 bis 13 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Dienstag bleibt es unbeständig und vor allem an der Alpennordseite schneit es von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich immer wieder. Bis zum Morgen intensiviert sich außerdem bei einer Schneefallgrenze zwischen tiefen Lagen und rund 700m Seehöhe im Osten der Niederschlag. Überall sonst bleibt es weitgehend niederschlagsfrei, zeitweise lockern die Wolken sogar vorübergehend auf. Der Wind weht in den Niederungen oft schwach bis mäßig, in höheren Lagen dauert der lebhafte Nordwestwind aber an. Die Tiefsttemperaturen minus 4 bis plus 5 Grad.
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