08. Juli 2016 | 19:44 Uhr

El Nino

Starke Überschwemmungen

Experten zittern vor Wetterphänomen "El Nina"

Die "Schwester" von El Nino könnte verheerende Konsequenzen mit sich bringen.

Dem Klimaphänomen El Nino, das zu Überschwemmungen und Dürre führt, dürfte noch heuer seine Schwester La Nina folgen - nach der Dürre drohen Überschwemmungen und nach Überschwemmungen eine Dürre.

Bei dem Klimaphänomen El Nino ändern sich die Meeresströme und das Klima: Östliche Teile des Pazifiks werden wärmer, westliche Teile kühler. Dies führt in manchen Regionen der Welt zu Regen und Überschwemmungen, in anderen zu Dürre und Waldbränden. Nach dem besonders heftigen El Nino von 2015 rechnen Meteorologen für den Herbst 2016 mit einer Wahrscheinlichkeit zwischen 50 und 75 Prozent mit einer La Nina, die mit dem gegenteiligen Effekt umgekehrte Wetterextreme in den betroffenen Ländern verursachen würde.

El Nino, spanisch für Christkind, wird das Klimaphänomen genannt, weil es immer kurz vor Weihnachten zu beobachten ist. Jener von Ende 2015 war der schwerste seit über 20 Jahren. Die Konsequenzen waren schnell spürbar: Brasilien musste aufgrund von Ernteausfällen die Preise erhöhen. Kolumbien meldete eine schwere Dürre, die zusätzlich die angeschlagene Wirtschaft belastete. Chile litt unter einem massiven Lachssterben durch die erwärmten Meeresströme. Venezuela stellte die Uhren 30 Minuten vor, um mit einem besseren Nutzen des Tageslichts dem Strommangel entgegen zu wirken, schaltete den Strom stundenlang ab und verkürzte die Arbeitstage. Vietnam erlebt gerade die schlimmste Dürre seit 90 Jahren, die die Reisfelder austrocknet.

Extreme Konsequenzen möglich


Das Wetterphänomen La Nina hat zwar geringere klimatische Auswirkungen als El Nino, kann aber so knapp nach einem El Nino extreme Konsequenzen haben, vor allem für Regionen, die schon sehr unter El Nino leiden. Das südliche Afrika, das durch den El Nino mit starken Dürren zu kämpfen hat, steht vor überdurchschnittlichen Niederschlägen und Überschwemmungen. Länder in Ostafrika, die derzeit erhöhte Niederschläge haben, würden die plötzliche Trockenheit zu spüren bekommen, worunter die nächste Ernte leiden würde, erwarten die Experten.

Bangladesch, Malaysia und Indonesien drohen nach massiven Regenfällen Überschwemmungen in den tiefliegenden Gebieten. Im Gegensatz dazu drohen den bisher besonders niederschlagsreichen Gebieten von Ecuador, Peru, Uruguay und Argentinien nun Trockenheit.

Nicht zuletzt wegen diesen extremen Klimaprognosen melden Studien, dass die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen weltweit weiter zurück gehen werden. Auch die Weltwirtschaftsprognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) sind pessimistisch für die nähere Zukunft.
 

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Schneeregen im W und N, Schneeschauer im O, -5/+4°

Zunächst überwiegen die Wolken und es schneit oder regnet vor allem von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich zeitweise. Stellenweise besteht vorübergehend Glatteisgefahr. Die Schneefallgrenze steigt von Westen her auf 600 bis 1300m. Im Osten gibt es nur ab und zu leichten oder unergiebigen Schneefall. Am Nachmittag lockert es von Western regional etwas auf, und der Niederschlag wird weniger. Am späten Nachmittag oder zum Abend hin wird der Niederschlag im Westen wieder häufiger. Der Wind weht in Tirol und Vorarlberg teils lebhaft aus West, abseits davon oft nur schwach bis mäßig. Tageshöchsttemperaturen minus 1 bis plus 7 Grad, mit den höchsten Temperaturen in der Westhälfte. Heute Nacht: Eine weitere Störungszone erfasst die Alpennordseite. Verbreitet ist von Vorarlberg, über Salzburg bis zum Alpenostrand zeitweise mit Schneefall, in tiefen Lagen teils auch mit Schneeregen zu rechnen. Einzelne Ausläufer erreichen auch den Süden. Hier bleibt es aber oft auch trocken. Der Wind weht entlang des Alpenhauptkamms und nördlich davon mäßig, in höheren Lagen lebhaft aus West, abseits davon weht er nur schwach. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 4 und plus 2 Grad.
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