19. November 2015 | 11:36 Uhr

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Klima-Monster

El Nino: Ecuador ruft Ausnahmezustand aus

Hoher Wasserstand an der Pazifikküste bedroht die Infrastruktur.

Wegen des Klimaphänomens El Nino hat Ecuador für 17 von 24 Provinzen den Ausnahmezustand ausgerufen. Präsident Rafael Correa sagte, damit solle im Fall einer Naturkatastrophe die "notwendige und unverzichtbare" Nothilfe gewährleistet werden. In Quito vorliegende Daten zeigten, dass der Wasserstand an der Pazifikküste ungewöhnlich hoch sei. Dadurch werde die Infrastruktur bedroht.

Klima-Monster

El Nino ruft in Abständen zwischen zwei und sieben Jahren ungewöhnliche Wetterereignisse wie Überschwemmungen und Dürren hervor. Wissenschafter haben darauf hingewiesen, dass der aktuelle El-Nino-Zyklus der ausgeprägteste seit 15 Jahren ist. Das Phänomen setzte im März ein und wird voraussichtlich bis Anfang 2016 anhalten. Bei El Nino handelt es sich um eine deutliche Erwärmung der Meeresoberfläche am Äquator. Dem Wetterphänomen, bei dem um Weihnachten herum das Wasser ungewöhnlich warm ist, hatten Fischer der Westküste Südamerikas den Namen El Nino (spanisch für Bub oder auch Jesuskind) gegeben.

WMO rechnet mit extremem El-Nino-Jahr
Laut einem Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) wird in diesem Jahr eine Erwärmung der Wasseroberfläche von mehr als zwei Grad erwartet. Zuletzt hatte El Nino vor fünf Jahren weitreichende Folgen: Er löste heftige Monsunregen in Südostasien aus, Dürren im Süden Australiens, auf den Philippinen und in Ecuador, enorme Überschwemmungen in Mexiko und Hitzewellen in Brasilien.

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Temperatur-Anomalien der Meeresoberfläche; Grafik: NOAA
 

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Viele Wolken, teils mit Regen. 7/17°

Insgesamt sind viele Wolkenfelder vorhanden, auch nennenswerte Mengen an Saharastaub in der Luft sorgen für eine zusätzliche Himmelstrübung. Vor allem in der Osthälfte gibt es aber auch Auflockerungen mit kurzen sonnigen Abschnitten. Im Westen und Südwesten ist mit Regenschauern zu rechnen, sonst bleibt es trocken. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Osten lebhaft, entlang der föhnigen Alpennordseite teils stark, aus Ost bis Südwest. Die Tageshöchsttemperaturen betragen 11 bis 21 Grad. Heute Nacht: Die Nacht verläuft von kurzen Auflockerungen abgesehen oft trüb und besonders in der Westhälfte ist zumindest zeitweise mit Regen zu rechnen. Weiter nach Osten zu sind nur einzelne Regenschauer zu erwarten. Die Schneefallgrenze sinkt im Westen auf 1500 bis 1900m Seehöhe, sonst liegt sie meist über 2000m Seehöhe. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus Südost bis West. Es kühlt auf 5 bis 11 Grad ab.
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