04. Mai 2016 | 14:41 Uhr

nf3.jpg © Screenshot newsflare.com / Mark Thompson

Mikro-Sonnenfinsternis

Darum niemals direkt in die Sonne schauen

Video zeigt, wie rasch das Auge Schaden nehmen kann.

Mit dem Merkurtransit steht am 9. Mai das interessanteste Himmelsereignis des Jahres bevor. Merkur, der innerste und kleinste Planet des Sonnensystems, zieht von der Erde aus gesehen direkt vor der Sonne vorbei. Das seltene Schauspiel ist in Österreich - bei gutem Wetter - fast in voller Länge zu beobachten. Dafür werden allerdings ein Teleskop und auf jeden Fall spezielle Sonnenfilter benötigt.

Experten warnen: Filter verwenden!
Immer wieder warnen Experten davor, bei der Beobachtung der Sonne unvorsichtig zu werden. "Auf jeden Fall müssen bei der Beobachtung spezielle Sonnenfilter verwendet werden, die im astronomischen Fachhandel erhältlich sind", sagt Alexander Pikhard von der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA). Andernfalls drohen schwerste Augenschäden bis zur Erblindung. Er warnt auch davor, mit einer Sonnenfinsternis-Brille und einem Fernglas das Ereignis zu beobachten - die Sonnenfilter müssten unbedingt vor den Linsen angebracht werden.

Video demonstriert Gefahr
In einem Video demonstriert der britische TV-Moderator Mark Thompson, wie gefährlich es sein kann, mit Hilfsmitteln wie einem Teleskop direkt in die Sonne zu schauen. Er brachte das Auge eines Schweines - das dem menschlichen Auge sehr ähnlich ist - hinter einem auf die Sonne gerichteten Teleskop an. Schon nach 20 Sekunden beginnt das Auge zu rauchen, bis sich schließlich sogar regelrecht ein Loch in den Augapfel gebrannt hat.

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Mikro-Sonnenfinsternis
Der Merkurdurchgang beginnt am 9. Mai um 13.12 Uhr (in Wien) und endet um 20.44 Uhr, allerdings geht knapp vor dem Ende bereits die Sonne unter, in Wien um 20.21 Uhr, in Bregenz um 20.42 Uhr. In diesen rund 7,5 Stunden zieht der Planet als kleiner schwarzer Punkt langsam über die Sonnenscheibe, also eine "Mikro-Sonnenfinsternis".