03. Jänner 2018 | 14:43 Uhr

Schweiz Burglind © APA/KEYSTONE/URS FLUEELER

Verkehrs-Chaos

"Burglind": Fast 200 km/h in Schweiz

Auch kritische Lawinensituation durch Niederschläge.

Der Sturm Burglind ist Mittwochfrüh mit Spitzen von bis zu 200 km/h über die Schweiz gefegt. Der Verkehr auf Straße, Schiene und in der Luft war eingeschränkt, und auch Skilifte wurden geschlossen.
 
 

Bahn in der Schweiz entgleist – mehrere Verletzte

 
Bei der Entgleisung einer Bahn in der Schweiz sind mehrere Menschen verletzt worden. Der Unfall ereignete sich am Mittwoch im Kanton Bern an der Lenk, wie die Polizei mitteilte. Der Einsatz war am Nachmittag noch im Gange. Passagiere befanden sich nicht mehr im Zug.
 
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Nach Angaben des Lenker Gemeindepräsidenten, Rene Müller, entgleiste die Bahn wegen einer Windböe. Der Unfall sei aber relativ glimpflich verlaufen, sagte Müller.
 
 

Immer wieder kippten LKWs

 

Leere Sattelschlepper hielten den Sturmböen nicht stand und kippten seitlich. Vor allem im Kanton Bern waren deshalb die Straßen und damit der Verkehr immer wieder blockiert.

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Sturm führte zu mehreren Verkehrsbehinderungen

 
Vorboten des Sturms machten sich bereits in der Nacht bemerkbar. Auf dem Säntis wurden gegen 4.00 Uhr Böen von bis zu 146 Kilometern pro Stunde gemessen. Im Laufe des Vormittags wurden die Winde noch stärker. Laut Marco Stoll von MeteoSchweiz verzeichnete die Station auf dem Säntis Windspitzen von 160 Kilometern pro Stunde.
 
Die Winde führten zu Verkehrsbehinderungen. Die Appenzeller Bahn stellte wegen der noch erwarteten Böen den Betrieb zwischen Weissbad und Wasserauen vorläufig ein. In Zürich stellten die Polybahn und die Seilbahn Rigiblick ihren Betrieb ein. Auf das Jungfraujoch verkehrten ebenfalls keine Züge.
 
 

Schiffsverkehr am Bodensee eingestellt

 
 
Zwischen Gettnau und Zell auf der Linie Wolhusen-Langenthal fielen die Regionalzüge wegen eines Hindernisse auf dem Gleis aus. Verspätungen und Zugausfälle gab es auf der Linie Luzern-Olten zwischen Emmenbrücke und Sursee wegen Unwetterschäden. Unterbrechungen gab es auch auf regionalen Linien in der Westschweiz.
 
Diverse Straßen in der ganzen Schweiz waren gesperrt. Der Schiffsverkehr auf dem Thunersee und dem Bodensee wurde eingestellt. Am Flughafen Basel-Mülhausen brachte der Sturm den Flugplan leicht durcheinander: Von rund fünfzig bis Mittag geplanten Flügen fielen fünf aus. Drei wurden nach Genf umgeleitet. Am Flughafen Zürich sorgte Burglind für Ausfälle, Verspätungen und Umleitungen.
 
Burglind brachte neben stürmischem Wind auch viel Niederschlag. Deshalb sprach das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) von einer "sehr kritischen" Situation in den Bergen. In Teilen des Wallis herrschte bereits die vierte von fünf Gefahrenstufen.

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Viele Wolken und einige Regenschauer. 8/15°

Ein Mittelmeertief sorgt für einen unbeständigen Dienstag. Die meiste Zeit ist der Himmel wolkenverhangen. Die Sonne zeigt sich nur selten, am ehesten in der Osthälfte kurz, ist durch Saharastaub allerdings etwas getrübt. Dazu regnet es vor allem im Westen und Süden häufig und teils auch länger anhaltend. Überall sonst gehen meist nur Regenschauer nieder. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1500m Seehöhe ganz im Westen und 2400m im Osten. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Tageshöchsttemperaturen 11 bis 18 Grad, mit den höchsten Werten im Osten. Heute Nacht: Die Nacht auf Mittwoch verläuft weitgehend bewölkt, Wolkenlücken gibt es nur wenige. In der ersten Nachthälfte regnet es häufig, ab Mitternacht geht es überwiegend trocken weiter. Die Schneefallgrenze liegt von West nach Ost bei 1800 bis 2400m Seehöhe. Der Wind weht nur schwach. Tiefsttemperaturen 3 bis 11 Grad.
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