07. Dezember 2016 | 22:57 Uhr

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Forscher warnen

Arktis-Eis weiter auf Rekordminimum

Geringe Neubildung von Meereis könnte zu Kälteeinbrüchen in Europa führen.

Die Eisfläche der Arktis war im November so klein wie nie zuvor in diesem Monat seit Beginn der Satellitenmessungen vor 38 Jahren. Die Ausdehnung betrug 9,1 Millionen Quadratkilometer und war damit fast zwei Millionen Quadratkilometer kleiner als im November-Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010, berichtete das Nationale Schnee- und Eisdatenzentrum (NSIDC) der USA am Dienstag (Ortszeit) in Boulder.

Grund für den Negativrekord seien ungewöhnlich hohe Temperaturen über dem arktischen Ozean, hohe Wassertemperaturen und anhaltender Südwind. Der November sei der siebente Monat in diesem Jahr mit einem Minimum-Rekord der Eisfläche. Die geringe Neubildung von Meereis im arktischen Ozean könnte im Winter nach Forscheransicht zu arktischen Kälteeinbrüchen in Mitteleuropa führen. Arktis-Eis und Winterwetter sind nach jüngsten Daten über einen Luftwirbel in zehn bis 50 Kilometern Höhe verbunden.

"Immer mehr Studien zeigen, dass ein Mangel an Meereis auch den Wirbel in der Stratosphäre schwächt", sagte die Mathematikerin Marlene Kretschmer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung der Wochenzeitung "Die Zeit". Der Wirbel wiederum beeinflusse das Wetter. So führen Kretschmer und weitere Forscher den arktischen Kälteeinbruch in Nordamerika im Frühjahr 2014 auf eine Schwäche des Polarwirbels zurück.
 

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Im Osten trüb, sonst oft Sonne. -3/3°

In den meisten Landesteilen überwiegt, trotz ein paar wenigen dichten Wolken, das sonnige Wetter. Im Osten und Südosten bleibt die Sonne hingegen bis zum Abend die meiste Zeit oberhalb von dichten Wolken aus dem Osten oder hochnebelartiger Bewölkung verborgen. Von Niederösterreich bis in die Südoststeiermark können mitunter ein paar Schneeflocken oder Regentropfen aus der Wolkenschicht fallen. Der Wind weht landesweit nur schwach aus unterschiedlichen Richtungen. Die Nachmittagstemperaturen liegen zwischen minus 1 Grad im Dauergrau und plus 8 Grad im sonnigen Bergland. Heute Nacht: In den westlichen Landesteilen und im Bergland zeigt sich anfangs der Sternenhimmel. Von Osten breitet sich jedoch im Laufe der Nacht hochnebelartige Bewölkung und dichtere Wolken langsam in Richtung Westen aus. Vor allem in den östlichen Landesteilen können aus der Wolkenschicht bis zum Morgen auch ein paar Schneeflocken fallen. Der Wind weht allgemein nur schwach. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 10 und plus 1 Grad.
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