22. März 2017 | 11:50 Uhr

Arktis Eisbär Kanada © Getty Images

Wetterextreme

Alarmierend: 2017 startete mit Hitzewellen in Arktis

Nach dem Wärmerekord 2016 wurden weitere bedenkliche Wetterdaten aufgezeichnet.

Wie die Weltwetterorganisation WMO in Genf berichtet, zeichneten Klimaforscher nach dem Wärmerekord im Jahr 2016 - es war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1880 - auch Anfang 2017 weitere bedenkliche Wetterdaten auf. So sei es in der Arktis im Höhepunkt des Winters mindestens drei Mal zu Temperaturen fast am Schmelzpunkt gekommen. Für die Pol-Region kommt dies so etwas wie Hitzewellen gleich.

Entstanden seien die "hohen" Temperaturen durch atlantische Stürme, die warme, feuchte Luft in die Arktis gebracht hätten. Eigentlich sollte es Anfang des Jahres gefrieren, nun haben die warmen Temperaturen den polaren Jetstream - ein Windstrom, der in großer Höhe um die Erde zieht - beeinflusst. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf das globale Wetter.

"Absolutes Neuland"

David Carlson, der Direktor für Klimaforschung, sprach von "bemerkenswerten Veränderungen auf dem Planeten, die die Grenzen unseres Verständnisses des Klimasystems erreichen".

Er merkte an, dass man hier "absolutes Neuland" betrete.

Ungewöhnliche Temperaturen

Wegen der polaren Hitzeepisoden sei es Anfang 2017 in den USA und in Kanada zu ungewöhnlich milden, auf der arabischen Halbinsel und in Nordafrika zu ungewöhnlich kalten Temperaturen gekommen.

Neben dem Wärmerekord im Jahr 2016 habe außerdem auch die Oberflächentemperatur der Meere im Vorjahr Rekordwerte erreicht. Zwischen November 2014 und Februar 2016 sei der Meeresspiegel um ganze 15 Millimeter gestiegen - der durchschnittliche Anstieg lag seit 1993 bei etwa 3 bis 3,5 Millimeter im Jahr.

Hitzerekorde

Im Vorjahr kam es darüber hinaus zu mehreren Hitzerekorden: Im südlichen Afrika startete die Rekordwelle Anfang 2016 mit mehr als 42 Grad in Pretoria - dies überschritt den vorherigen Rekord um mehr als drei Grad. Im April 2016 wurden in Thailand 44,6 Grad gemessen, in Indien im Mai sogar 51 Grad! Außerdem erreichte Cordoba in Spanien im September einen Rekordwert von 45,4 Grad.

Allgemein steigen die Temperaturen seit der Jahrtausendwende drastisch an: Jedes der 16 Jahre sei mindestens 0,4 Grad wärmer gewesen als der Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990.

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Etwas Schnee, teils gefrierender Regen -5°/+2°

Mit Störungseinfluss ziehen dichte Wolken durch und es muss verbreitet mit etwas Schneefall oder Schneeregen gerechnet werden. Besonders in Oberösterreich und dem westlichen Niederösterreich muss auch zeitweise mit Regen und damit stellenweise Glatteis gerechnet werden, aber auch sonst ist phasenweiser Regen möglich. Im Westen und Norden klingt der Niederschlag bald ab und dann kommt auch wieder zaghaft die Sonne hervor. Im Bergland und im Süden intensiviert sich der Schneefall tagsüber noch, hier bleibt es meist bei Schnee, im Grazer Becken und dem Burgenland besteht aber bis zum Abend lokale Glatteisgefahr. Der Wind weht meist schwach bis mäßig aus Südost bis West. Frühtemperaturen minus 10 bis plus 1 Grad, Tageshöchsttemperaturen minus 3 bis plus 5 Grad, in Vorarlberg mitunter bis 8 Grad.
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