25. Mai 2014 | 11:00 Uhr

Mount Everest © EPA

Mount Everest

13-Jährige bezwingt höchsten Berg der Welt

Mehr als fünf Wochen nach Lawinenunglück gelang der gefährliche Aufstieg.

Trotz des schweren Unglücks am Mount Everest im April haben jetzt mehrere Bergsteiger den höchsten Berg der Welt erklommen, darunter auch eine 13-Jährige. Als erstes erreichten eine 40-jährige Chinesin und fünf Sherpas den 8848 Meter hohen Gipfel, wie das nepalesische Tourismusministerium am Samstag mitteilte.

Eigentlich waren nach dem Unfall mit 16 Toten alle Expeditionen auf der nepalesischen Südseite abgesagt worden. Die Chinesin benutzte einen Helikopter, um über die Unfallstelle - den besonders gefährlichen Khumbu-Eisbruch - hinwegzukommen. Solch ein Flug war bisher noch nie erlaubt worden.

Zahlreiche Bergsteiger schafften den Gipfelerfolg am Wochenende außerdem von der tibetischen Nordseite aus, wie der Everest-Chronist Alan Arnette berichtet, der mit vielen Teams in Kontakt ist. Unter den Bergsteigern war laut indischen Medien auch eine 13-jährige Inderin, die nun den Rekord als jüngste Everest-Besteigerin halte. Zu ihrem Team von Jugendlichen aus ärmlichen Verhältnissen gehört auch ein Bub, der wahrscheinlich als erster Dalit - früher Unberührbare genannt - den Everest schaffte.

Tödliches Unglück
Am 18. April waren bei einem Eisbruch oberhalb des Basislagers auf der Südseite 16 Nepalesen getötet worden. Danach weigerten sich die meisten Sherpas, den Berg in dieser Saison zu besteigen. Durch die Eis- und Schneemassen war auch der Weg, der mit Hilfe von Seilen und Leitern durch den Eisbruch führt, zerstört worden.

Die Chinesin möchte in einem halben Jahr die sieben höchsten Berge der sieben Kontinente besteigen sowie Nord- und Südpol erreichen. Laut Everest-Chronist Arnette bekam sie nach dem Unglück in Nepal keine Genehmigung für die Nordseite, also organisierte sie sich den Aufstieg auf der Südseite allein. Der Helikopter habe für sie, die fünf Sherpas, zwei Köche und das Gepäck mehr als 20 Mal fliegen müssen. Bergsteiger aus aller Welt äußerten Zweifel, ob so der Gipfelsieg anerkannt werden sollte. Doch ein Sprecher des Tourismusministeriums sagte am Sonntag, der Aufstieg gelte.

Für die laufende Frühjahrssaison hatten nach offiziellen Angaben 334 Bergsteiger in Nepal eine Gipfelgenehmigung erhalten. Die chinesische Regierung habe für die tibetische Nordseite weniger als 200 Lizenzen ausgestellt, erklärte die Tibetische Bergsteigerorganisation.

 

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22

Letzte Schneeschauer, eisiger Wind. -2/+3°

Nach Störungsabzug gelangt der Ostalpenraum heute Sonntag vorübergehend unter Zwischenhocheinfluss. Auch alpennordseitig lösen sich am Nachmittag die meisten Wolkenfelder im Osten und Norden auf, letzte Schneeschauer klingen in den Nordstaulagen ab. Den Westen erreichen am Abend dichte Wolken der nächsten Störungszone. Vor allem im Burgenland und der Oststeiermark sowie im Bergland bläst um die Mittagszeit noch stürmischer, eisiger Nordwind, der ebenfalls bald abflaut. Nachmittagstemperaturen minus 3 bis plus 7 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Montag zieht aus dem Westen eine Störungszone mit dichten Wolken und Schneeregen oder Schneefall auf. Die Schneefallgrenze liegt zwischen Vorarlberg und Niederösterreich zwischen 1100m und den Niederungen. Dabei besteht auf gefrorenen Böden vorübergehend Glatteisgefahr. Weiter nach Osten zu schneit es in geringerer Intensität, im äußersten Osten und Südosten bleibt es niederschlagsfrei. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 12 im Waldviertel und plus 2 Grad in Vorarlberg.
mehr Österreich-Wetter