31. August 2025 | 19:35 Uhr

Polarlichter © foto-webcam.eu

Naturphänomen

Sonnensturm kommt: Morgen Polarlichter über Österreich?

Ein Sonnensturm der Kategorie M2.7 trifft am 1. September auf das Magnetfeld der Erde. Polarlichter sind möglich – doch auch Funk und GPS könnten vorübergehend gestört werden. 

Ein starker Sonnensturm erreicht die Erde. Die US-Weltraumwetterphysikerin Tamitha Skov spricht von einem „direkten Treffer“. Ursache ist eine Eruption der aktiven Sonnenflecken-Region 4199, die einen massiven Ausstoß Richtung Erde schickte.

NASA und NOAA warnen vor geomagnetischem Sturm

Laut NASA-Prognosen wird der Einschlag am 1. September (US-Zeit) erwartet. Das US-Weltraumwetterzentrum NOAA rechnet mit einem geomagnetischen Sturm, der am 2. September seinen Höhepunkt erreichen könnte. Möglich sind Bedingungen der Stufe G2 oder höher.

Mögliche Folgen

Experten erwarten Polarlichter bis in mittlere Breitengrade. Außerdem könnte es zu Störungen bei Funkkommunikation und GPS auf der Nachtseite der Erde kommen. „Ladet eure Kameras auf“, rät das Portal Space Weather Watch.

Freude bei Aurora-Jägern – aber Unsicherheit bleibt

Physiker und Polarlicht-Fotograf Vincent Ledvina zeigt sich begeistert: „Die Voraussetzungen sehen großartig aus.“ Dennoch mahnt er zur Vorsicht: Der Sonnensturm könnte auch in einer ungünstigen Tageszeit eintreffen und so schwächere Effekte haben.

„Technologische Steinzeit“ im Extremfall

Während diesmal keine gravierenden Schäden erwartet werden, warnen Experten regelmäßig vor den Gefahren. ESA-Wissenschaftsdirektor Günther Hasinger sagte im Spiegel, ein extremer Sturm könne Stromnetze lahmlegen und weltweite Blackouts auslösen.

Schwächen bei Frühwarnsystemen

Valentín Martínez Pillet vom Institut für Astrophysik auf den Kanaren betont, dass die aktuelle Vorhersagefähigkeit begrenzt ist. Besonders die sogenannte Bz-Komponente – entscheidend für die Stärke des Sturms – bleibt bis kurz vor dem Eintreffen unbekannt. Er fordert neue Beobachtungssatelliten an weiter entfernten Lagrange-Punkten, um mehr Vorwarnzeit zu gewinnen.

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Überwiegend sonnig. 6/19°

Verbreitet scheint die Sonne und vielerorts zeigt sich der Himmel auch wolkenlos. Zunächst können sich regional im Bergland der Alpennordseite, aber auch im Südosten ein paar Restwolken halten. Diese lichten sich aber tagsüber. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Osten am Nachmittag auch teils lebhaft aus West bis Nordwest. Frühtemperaturen minus 3 und plus 9 Grad, Tageshöchsttemperaturen 14 bis 24 Grad, wobei es im Westen und Süden am wärmsten wird.
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