15. Juni 2020 | 11:12 Uhr

Kaffee-Getty.jpg © Getty Images

Wiener Kult

Tradition und Genuss im Kaffeemuseum

„Ins Kaffeehaus gehen Leute, die allein sein wollen, aber dazu Gesellschaft brauchen." soll Alfred Polgar gesagt haben. Im Kaffeemuseum erfahren Sie, warum das Café in Wien eine Kult-Institution ist.

Keine andere europäische Stadt hat eine so innige Beziehung zu Kaffee wie Wien. Kein Wunder also, dass keine andere Stadt so viele Kaffeehäuser bzw. Cafés wie Wien hat. In Summe sind es hier ca. 2400 aller Art: Vom Café Restaurant bis zur Café Konditorei, vom schnellen Espresso bis zur behutsamen Röstung. Vom Szene-Café, in dem sich die KünstlerInnen und Kreativen treffen, bis hin zum Generationen-Café, wo Omas nicht nur Kuchen, sondern auch Ihre Geschichten verkaufen. In Barista-Cafés wird rege verkostet, LGBTQIA+-Cafés bieten einen Treffpunkt und heimelige Atmosphäre.

Aber vor allem ist Wien für seine vielen kleinen „gutbürgerlichen“ Kaffeehäuser bekannt, in denen man stundenlang sitzt, um zu sehen und gesehen zu werden. Das Interieur stammt oft genug noch vom Beginn des 20. Jahrhunderts, die Bestellung wird gemeinsam mit der Tageszeitung in Ständern aus Bugholz serviert. Der Kellner trägt Frack, ist aber unfreundlich – doch die Gäste würde es nur stören, wenn es plötzlich anders wäre. Dort, um es mit einer Textzeile eines Wienerliedes zu sagen: „genügen zwei kleine Mokka allein, um ein paar Stunden glücklich zu sein.“

 

Das Kaffeemuseum

Die Wiener Kaffeehauskultur zählt seit 2011 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Es überrascht also nicht, dass Wien auch ein Kaffeemuseum hat. In der Vogelsanggasse 36 im 5. Wiener Gemeindebezirk haben die Kaffee-Enthusiasten Edmund Mayr und Karl Schilling alles, was es über die schwarzen oder braunen Bohnen zu sagen gibt, zusammengetragen. Neben zahllosen Schaustücken wie Mühlen, Schütten, Dosen und Kaffeemaschinen finden interessierte BesucherInnen hier auch alle Informationen über Kaffeesorten, Anbaugebiete, Ernte, Röstung und Verarbeitung. Und natürlich darf auch verkostet werden.

Eine Führung dauert etwa 1,5 Stunden und kostet 15 Euro pro Person. Voranmeldung ist unter http://www.kaffeemuseum.at/kaffee-erlebnis.html notwendig. Das Kaffeemuseum steht darüber hinaus für Workshops, Vorträge und Schulungen zur Verfügung, diese können individuell vereinbart werden.

Kaffeemuseum-Wirtschaftsmuseum-Objekte.gif © Kaffeemuseum/Wirtschaftsmuseum

 

Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Das Kaffeemuseum in der Vogelsanggasse 36 erreichen Sie mit folgenden Verkehrsmitteln:

Straßenbahn: Linie 1 (Station Laurenzgasse)

Bus: Linie 14A (Station Fendigasse), Linie 59A (Station Reinprechtsdorfer Straße/Arbeitergasse)

 

Anreise mit dem Auto

Die Anreise mit dem Auto gestaltet sich eher schwierig, denn das gesamte umliegende Gebiet ist eine Kurzparkzone (von 9:00 Uhr bis 22:00 Uhr, Parkdauer maximal 2h). Es empfiehlt sich daher, eine der umliegenden Parkgaragen zu nutzen.

 

Barrierefreiheit

Das gesamte Wirtschaftsmuseum (und somit auch das darin befindliche Kaffeemuseum) ist mit dem Rollstuhl zugänglich.

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Wolken, im SW etwas Regen -1/5°

In den Niederungen im Norden und Osten sowie am Alpenostrand steigen die Chancen auf Lücken in der feuchten Schicht und damit auf ein paar Sonnenstrahlen. Von Südwesten ziehen aber mehr und mehr Wolken auf und sorgen bis zum Abend vor allem in Tirol und Vorarlberg sowie später auch in Salzburg und Osttirol für Regen. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 900 und 1500m Seehöhe. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Süd bis West. Die Nachmittagstemperaturen umspannen 2 bis 11 Grad, mit den höchsten Werten in mittleren Höhenlagen. Heute Nacht: In der Nacht auf Samstag breiten sich von Westen mehr und mehr dichte Wolken aus, die anfangs in Vorarlberg und Tirol Regen, in Lagen oberhalb von 900 bis 1400m Seehöhe Schneefall bringen. Bis zum Morgen breiten sich die leichten Niederschläge entlang der Alpennordseite bis Oberösterreich aus. Weiter im Osten und Südosten startet die Nacht hingegen anfangs noch aufgelockert bewölkt, stellenweise gibt es aber auch noch besonders hartnäckige Hochnebelfelder. Der Wind weht allgemein nur schwach bis mäßig bei Tiefsttemperaturen zwischen minus 4 und plus 3 Grad.
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