29. Mai 2020 | 12:05 Uhr

Augarten-Titel-Getty.gif © Getty Images

Grüne Oase im zweiten Bezirk

Naherholungsgebiet Augarten

Hier lassen die Wiener die Seele baumeln.

Der im zweiten Wiener Gemeindebezirk gelegene Augarten ist nicht nur ein historischer Ort mit denkmalgeschützten Gebäuden und Gartenanlagen, er ist vor allem ein Naherholungsgebiet für viele Wienerinnen und Wiener.

 

Geschichte

Schon 1614 ließ Kaiser Matthias im damaligen Au- und Sumpfgebiet ein kleines Jagdschlösschen errichten. Dieses wurde in den Folgejahren immer mehr ausgebaut und erste Gärten angelegt. Während der 2. Türkenbelagerung im Jahr 1683 wurde die gesamte Anlage jedoch vollständig zerstört und erst 1705 unter Kaiser Joseph I. wiederhergestellt. Unter Joseph II, als auch der Wiener Prater öffentlich zugänglich wurde, wurden das ehemalige Jagdgebiet Augarten für die Wienerinnen und Wiener geöffnet, die Jagd unter Strafe gestellt und zahlreiche Nachtigallen ausgesetzt.

Ein enormes Hochwasser setzte 1830 den kompletten Augarten 1,75 m hoch unter Wasser. Zwischen 1860 und 1875 wurde der nah gelegene Donaustrom reguliert, wodurch fortan die Überschwemmungsgefahr gebannt war. Heute erinnern noch Gedenktafeln am Hauptportal und am Tor zu Castellezgasse an diese Überschwemmung.

Ende des 2. Weltkrieges wurden im Augarten zwei große Flaktürme errichtet. Diese denkmalgeschützten Gebäude sind aber derzeit ungenützt und nicht begehbar.

 

Vielfältige Nutzung

Im ehemaligen Gartensaal des Augartenschlosses ist die „Porzellanmanufaktur Augarten“ untergebracht. Hier kann man nicht nur das weltberühmte Porzellan erstehen, sondern auch das Porzellan-Museum besuchen (Öffnungszeiten der Porzellanmanufaktur: Montag bis Freitag von 11:00-17:00 Uhr,  Samstag von 11:00-16:00 Uhr).

Seit Jahrhunderten steht der Augarten nicht nur für Erholung, sondern auch für Kultur und Musik. Hier ließen schon Ludwig von Beethoven und Johann Strauß Vater ihre Kompositionen aufführen. Im Jahr 1782 leitete Wolfgang Amadeus Mozart persönlich im Gartensaal des Schlosses das erste der sogenannten „Morgenkonzerte“. Seit 1948 beherbergt das Palais Augarten die weltberühmten Wiener Sängerknaben. Neben deren Gymnasium mit Internat sind hier auch noch ein Kindergarten und eine Volksschule untergebracht. Trotz heftiger Anrainerproteste wurde im Dezember 2012 das MuTh (Museum und Theater) am südlichen Ende des Areals fertiggestellt. Das Haus selbst ist eine Verbindung von barockem Pförtnerhaus und moderner Achitektur und bietet den Sängerknaben eine zusätzliche Bühne.

Außerdem beherbergt der Augarten noch eine Außenstelle des Filmarchivs Austria, ein Kinderfreibad, die Versuchsgärten der Universität Wien sowie ein Seniorenheim (Haus Augarten) und den Lauder Chabad Campus. An diesem befinden sich neben einem Kindergarten, einer Volksschule, einer Mittelschule und einem Hort auch eine pädagogische Akademie und eine Synagoge.

Aber vor allem ist der Augarten ein Erholungsgebiet für die Wienerinnen und Wiener. Es wird besonders für seine weiten Alleen, Gartenanlagen, Waldgebiete, Spielplätze und Sportstätten geschätzt. Trotz seiner zentralen Innenstadtlage kann man im Augarten dem Trubel der Stadt entfliehen und die Seele baumeln lassen.

 

Öffnungszeiten

Im Winter wird der Augarten bei Schneefall eine Stunde später geöffnet.

1. März - 31. März 7:00 Uhr - 19:00 Uhr
1. April - 30. April 6:30 Uhr - 20:00 Uhr
1. Mai - 31. Juli 6:30 Uhr - 21:00 Uhr
1. August - 30. September 6:30 Uhr - 20:00 Uhr
1. Oktober - 31. Oktober 6:30 Uhr - 19:00 Uhr
1. November - 28. Februar 7:00 Uhr - 17:30 Uhr

 

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

U-Bahn: U2 (Station Taborstraße)

Straßenbahn: Linie 2, Linie 5

Bus: Linie 5A und Linie 5B

 

Anreise mit dem Auto

Die Anreise mit dem Auto wird eher nicht empfohlen, da sich der Augarten in einem Gebiet mit Kurzparkzone befindet. Diese Kurzparkzone gilt werktags von 9:00 Uhr - 22:00 Uhr (die maximale Parkdauer beträgt zwei Stunden). Ausweichen können Sie auf eine der folgenden (kostenpflichtigen) Parkanlagen:

  • Garage Karmelitermarkt: Leopoldsgasse 39.
  • Parkplatz Nordpolstraße (APCOA): Zufahrt über die Nordwestbahnstraße 2/4.
  • Garage Brigittaplatz: Zufahrt direkt über den Brigittaplatz.

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Schnee und teils gefr. Regen, -10/+1°

Wolken einer Warmfront breiten sich nach und nach von Westen entlang der Alpennordseite auf den Norden und Osten Österreichs aus. Von Vorarlberg bis Oberösterreich regnet und schneit es bereits häufig. Auf den noch kalten Verkehrswegen besteht erhöhte Glatteisgefahr. Bis zum Abend breitet sich der Niederschlag zunächst in Form von Schnee langsam in Richtung östliches Flachland aus. Mit einer steigenden Schneefallgrenze von Westen steigt schließlich auch hier die Glatteisgefahr. Südlich des Alpenhauptkammes geht es hingegen weitgehend trocken mit dem Wetter bis zum Abend weiter. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost bis West bei Nachmittagstemperaturen zwischen minus 5 und plus 4 Grad, mit den höchsten Temperaturen im Westen. Heute Nacht: Eine Warmfront zieht in der Nacht auf Dienstag mit dichten Wolken und Niederschlag in Richtung Osten über Österreich. Von Westen geht der Niederschlag in tiefen Lagen allmählich in gefrierenden Regen über. Auf den kalten Fahrbahnen steigt die Glatteisgefahr deutlich. Bis zum Morgen lässt schließlich von Vorarlberg bis Oberösterreich der Niederschlag nach, die Wolken bleiben zunächst aber noch oft dicht. Aufgelockert bewölkt und trocken geht es hingegen südlich des Alpenhauptkammes durch die Nacht. Der Wind weht nur schwach. Die Temperaturen steigen bis zum Morgen auf minus 6 bis plus 5 Grad, am wärmsten ist es in höheren Lagen.
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