05. Jänner 2021 | 13:02 Uhr

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Neue Kampagne

Tief Ahmet: 2021 bekommt das Wetter Migrationshintergrund

Eine deutsche Kampagne hat Hoch- und Tiefdruckgebiete gekauft – oder zumindest deren Namen.

Im Jahr 2020 waren im Wetterbericht viele alteingesessene Namen zu finden: Wiltrud, Ulrike, Ottilie, Dirk und Jürgen hießen einige der Hoch- und Tiefdruckgebiete des vergangenen Jahres. Um das zu ändern, haben die „Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM) jetzt 14 Wetterpatenschaften für das Jahr 2021 übernommen und diesen Hochs und Tiefs migrantische Namen verliehen. Unter dem Namen „#Wetterberichtigung“ läuft die Kampagne, die Vielfalt in der Bevölkerung auch in den Medien sichtbar machen soll.

Mehr Teilhabe

NdM-Vorsitzende Ferda Ataman hält es für eine Aufgabe der Medien, für mehr Sichtbarkeit und Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund zu sorgen. Das migrantische Wetter sei daher „nur ein symbolischer Schritt“. Ataman will mit der Kampagne einem bestimmten Ziel näher kommen: "Wichtig ist, dass gesellschaftliche Vielfalt endlich Normalität wird, überall."

 

 

Jeder kann das Wetter kaufen

Die Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete vergibt das für Mitteleuropa zuständige Institut für Meteorologie der FU Berlin. Theoretisch kann jeder zum Namensgeber einer Wetterlage werden: Ein Hoch kostet 360 Euro, ein Tief gibt es zum Rabattpreis von 240 Euro – denn es dauert üblicherweise kürzer. Die Namen folgen dem Alphabet, das Geschlecht bestimmt das Jahr: 2021 sind alle Hochdruckgebiete weiblich benannt, alle Tiefdruckgebiete männlich.

Auch in vergangenen Jahren diverse Namen

Die Kampagne hat vor allem Symbolcharakter. Zumindest was das Wetter betrifft, gab es aber auch in den vergangenen Jahren Hoch- und Tiefdruckgebiete, die Namen aus diversen kulturellen Ursprüngen trugen. So gab es 2020 beispielsweise nicht nur Wiltrud und Ottilie, sondern auch Amrei, Damira, Karaket, Quendresa, Tomris und Zehra.

Paukenschlag von der AfD

In den sozialen Netzen feiert man die Kampagne der Neuen deutschen Medienmacher*innen. Größtenteils. Eine der Reaktionen sorgt für Aufsehen: Alice Weidel, die Co-Fraktionschefin der rechten AfD wettert gegen die Kampagne: „Hochs & Tiefs sollen divers werden & Migrationshintergrund haben. Dabei vergisst das [sic!] NDM, dass die Tiefs Ahmet & Goran schon seit 2015 über Deutschland ziehen“.

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Regen und Gewitter von W, 13/23°

Eine markante Störungszone zieht von Nordwesten über das Land. Im Westen ist es von der Früh weg trüb und teils kräftige Schauer gehen dort nieder. Nach Osten zu zeigt sich anfangs oft noch die Sonne, im Tagesverlauf machen sich aber auch dort immer mehr Wolken bemerkbar und Regenschauer und Gewitter gehen nieder. Am längsten sonnig bleibt es im Osten und Südosten, jedoch ist dort im Laufe des Nachmittags mit teils kräftigen Gewittern zu rechnen. Der Wind frischt mit Störungsdurchgang mäßig bis lebhaft aus West auf, einzelne Gewitterzellen können lokal auch stürmische Böen mit sich bringen. Frühtemperaturen 11 bis 19 Grad, Tageshöchsttemperaturen von West nach Ost 19 bis 28 Grad.
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