06. Jänner 2017 | 09:35 Uhr

Lawine © Getty Images (Symbolbild)

Vorsicht!

Lawinengefahr in Teilen des Landes erheblich

Sturm sorgte für frische Triebschneeablagerungen.

Die Lawinensituation in Westösterreich am Dreikönigstag wird von den Experten als heikel eingestuft. Oberhalb von 1.800 Metern bestehe erhebliche Gefahr der Stufe "3" auf der fünfteiligen Skala, so die Warndienste in Tirol und Vorarlberg. Schneefall, Sturm, kalte Temperaturen und eine störanfällige Altschneedecke sorgten für einen "perfekten Lawinenmix". Man rate daher zu großer Zurückhaltung.

Schneebrettlawinen seien bereits durch einzelne Wintersportler auslösbar. Auch spontane Lawinenabgänge seien möglich. Aktivitäten abseits gesicherter Pisten erforderten daher Erfahrung in der Lawinenbeurteilung und defensives Verhalten, so der Rat der Fachleute.

Besondere Vorsicht sei angesichts frisch gebildeter Triebschneepakete geboten, die oberhalb der Waldgrenze in allen Expositionen entstanden seien. Aber auch unterhalb der Waldgrenze finde sich derzeit störanfälliger Triebschnee, vor allem in schattenseitigen Steilhängen sowie in Kammlagen, Rinnen und Mulden. Gefährlich sei die Lage wegen des ungünstigen Schneedeckenaufbaus zudem überall, wo bereits eine Altschneedecke vorhanden war. Der anhaltende Wind und die eisigen Temperaturen bildeten tagsüber stetig neue Gefahrenstellen. Damit bleibe die Lawinengefahr auch in den kommenden Tagen erheblich, hieß es.

Auch in Niederösterreich Gefahr teils erheblich

In den Ybbstaler und Türnitzer Alpen sowie im Rax-Schneeberggebiet in Niederösterreich hat am Freitag weiterhin erhebliche Lawinengefahr geherrscht. Auch am Samstag soll das Risiko laut Prognose des Warndienstes auf Stufe "3" der fünfteiligen Skala bleiben. Es reiche eine geringe Zusatzbelastung aus, um ein Schneebrett auslösen zu können.

Stürmischer, teils orkanartiger Wind hat laut Lawinenwarndienst für frische Triebschneeablagerungen bis unter die Waldgrenze gesorgt. Seit Mittwochabend sind in den niederösterreichischen Alpen bis zu 45 Zentimeter Neuschnee gefallen.

 

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Im S Sonne, sonst Wolken und Schauer. -6°/+3°

Von Norden her ziehen dichte Wolkenfelder durch, und von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich muss zeitweise mit kurzen Schneeschauern gerechnet werden. Ganz im Osten und im Süden bleibt es meist trocken und vor allem im Süden zeigt sich zeitweise die Sonne. Der Wind weht in der Nordhälfte zunehmend lebhaft aus westlichen Richtungen, im Süden bleibt es eher schwach windig. Tageshöchsttemperaturen minus 1 bis plus 6 Grad. Heute Nacht: In der Nacht geht es zunächst mit einigen Wolken weiter, im Westen und an der Alpennordseite schneit es vorerst noch zeitweise, sonst gibt es nur noch örtlich leichten Schneefall und es lockert nach Osten zu mehr und mehr auf. Ganz im Südosten kann es aber ebenfalls in der südlichen Steiermark und im Südburgenland örtlich schneien, in tiefen Lagen anfangs auch leichten Regen oder Schneeregen geben. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Osten sowie in höheren Lagen auch lebhaft aus West. Tiefsttemperaturen minus 7 bis 0 Grad, in schneebedeckten Tälern bei Aufklaren auch darunter.
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