25. August 2023 | 08:18 Uhr

Unwetter in Oberösterreich © TEAM FOTOKERSCHI.AT / DAVID RAUSCHER

Dächer abgedeckt, Bäume umgerissen

Unwetter zog Spur der Verwüstung

Eine Unwetterfront hat in der Nacht auf Freitag in Teilen Österreichs für Schäden gesorgt. Heftige Sturmböen rissen Bäume um und deckten Dächer ab. Es gab hunderte Feuerwehreinsätze in mehreren Bundesländern.

Linz. Eine Unwetterfront, die in der Nacht auf Freitag gegen Mitternacht aus Bayern und Salzburg kommend über Oberösterreich gezogen ist, hat dort zahlreiche Schäden angerichtet, wie eine Bilanz in der Früh zeigte. Die Feuerwehren meldeten rund 130 Einsätze.

Die ersten Notrufe gingen im Minutentakt aus dem Bezirk Braunau in der Landeswarnzentrale ein. Sie wurde mit zusätzlichem Personal verstärkt. Um 1.00 Uhr waren schon um die 80 Feuerwehren im Einsatz.

Sturmböen von bis zu 130 km/h ließen zahlreiche Bäume auf Straßen und Stromleitungen stürzen. Dächer wurden abgedeckt. Auch Fahrzeuge wurden umgeworfen. Zudem gab es Überflutungen sowie Brände in elektrischen Anlagen.

Unwetter in Oberösterreich © TEAM FOTOKERSCHI.AT / DAVID RAUSCHER

Das Landesfeuerwehrkommando rechnete in der Früh damit, dass sich die Lage im Laufe des Vormittages entspannen werde. Einzelne Feuerwehren dürften aber noch mit der Beseitigung der Sturmschäden beschäftigt sein.

laumat.jpg © laumat.at/Matthias Lauber

In Attnang-Puchheim im Bezirk Vöcklabruck ist ein Mann von einem Garagentor getroffen worden, das vom Sturm aufgedrückt wurde. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden, wie "ooe.orf" berichtet. In Oberösterreich waren in der Früh waren noch rund 3.000 Haushalte ohne Strom.

174 Feuerwehreinsätze nach Gewitter über dem Norden Salzburgs

Salzburg. Eine Gewitterfront, die in der Nacht auf Freitag über Salzburg gezogen ist, hat die Feuerwehren wegen Sturmschäden gefordert. Betroffen waren der Flachgau und die Landeshauptstadt. Im Flachgau standen 27 Feuerwehren mit 515 Helfern an 158 verschiedenen Stellen im Einsatz, in der Stadt Salzburg rückten 30 Feuerwehrleute zu 16 Einsätzen aus, teilte das Landesfeuerwehrkommando mit. Der Großteil konnte noch in der Nacht beendet werden.

Betroffen waren fast alle Gemeinden des Flachgaus, wo umgestürzte Bäume auf Straßen zu liegen kamen. In Köstendorf wurde ein Stalldach weggerissen, die Helfer dichteten dieses provisorisch ab. In Seekirchen und in Köstendorf prallten außerdem jeweils ein Auto gegen einen umgestürzten Baum.

Einsatzkräfte bei Unwetter im Bezirk Amstetten gefordert

Amstetten. Der Bezirk Amstetten ist in der Nacht auf Freitag von einem Unwetter heimgesucht worden. Gezählt wurden 18 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren, teilte das Bezirkskommando mit. Umgestürzte Bäume mussten beseitigt werden, auch Stromleitungen wurden laut einer Aussendung in Mitleidenschaft gezogen. Gefordert waren die Helfer bis in die frühen Morgenstunden.

Unwetter in Amstetten © APA/BFKDO AMSTETTEN

Gewitter führten zu Murenabgängen in Osttirol

Lienz. Gewitter mit Starkregen haben am Donnerstag in Osttirol zu lokalen Murenabgängen und Hangrutschungen geführt. Betroffen waren die Drautal-Bundesstraße (B 100), die Pustertaler Höhenstraße (L 324) sowie die St. Justina Straße (L 388), teilte die Tiroler Polizei mit.

Die beiden ersteren konnten nach Beendigung der Aufräumarbeiten bereits wieder für den Verkehr freigegeben werden, hieß es. Die St. Justina Straße hingegen blieb zunächst weiter für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Sperre wird laut Exekutive voraussichtlich für längere Zeit andauern - und zwar, weil die Brücke über den sogenannten "Platschbach" weggerissen worden war. Verletzt wurde bei den Unwetterereignissen niemand.