27. Oktober 2018 | 17:24 Uhr

marmorkrebs.jpeg © APA/AFP, Odd Andersen

In Salzburger Teich

Umweltschützer schlagen Alarm: Marmorkrebs in heimischen Gewässern

Ernsthafte Gefährdung für heimische Scheren-Tiere.

Erstmals in Österreich ist der sogenannte Marmorkrebs in einem Fischerei-Teich der Stadt Salzburg nachgewiesen worden. Dieser an und für sich aus Amerika stammende Wasserbewohner gilt als Allesfresser, der in kurzer Zeit viele Nachkommen haben kann. Zudem gelten die Tiere als Überträger der Krebspest, die heimische Arten tötet, berichtet der ORF Salzburg am Samstag.

Die Tiere dürften aus Aquarien stammen und von Besitzern ausgesetzt worden sein. Eine ersten Bedrohung sehen Experten einerseits dadurch, das sich die Tiere mittels "Jungfernzeugung" in kurzer Zeit rasch vermehren können. Es braucht bei dieser Art also keine männlichen Tiere, damit Eier gelegt werden und männliche Tiere daraus schlüpfen können. Andererseits übertragen die Exoten die sogenannte Krebs-Pest, die heimische Krebs-Arten befällt und tötet. Zudem gelten diese Scheren-Tiere als direkter Konkurrent um Nahrung und Lebensraum. Marmorkrebse können auch auf Luftatmung umstellen und über Land wandern, um andere Gewässer zu besiedeln.

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