18. März 2014 | 10:34 Uhr

sturmschirm.jpg © TZ Oesterreich Pauty Michele

Sturmwarnung

Warum trifft uns bereits der zweite Sturm?

Der zweite "Wintersturm" innerhalb von nur vier Tagen - warum es derzeit so stürmt.

Mit Spitzen über 130 Stundenkilometern ist am Wochenende ein Sturmtief über Ost-Österreich hinweggefegt. Für die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) ist ein solcher Wintersturm zwar "nichts Außergewöhnliches" und kommt alle vier bis fünf Jahre vor, doch jetzt ist bereits der zweite Sturm im Anmarsch: Er wird aber nicht mehr so schlimm ausfallen wie jener vom Sonntag, beruhigen die Wetter-Experten.

Eine Nordwest-Strömung bringt den Sturm:

satellit.jpg © wetter.at

(Klicken Sie auf die Karte und sehen Sie wie sich der Sturm nähert)

Verantwortlich für die Windspitzen von 60 bis 90 km/h ist eine Nordwest- Strömung. Erste Ausläufer treffen in Tirol um Mitternacht ein und breiten sich dann in Richtung Osten aus, spätestens in der Früh haben sie Wien erreicht. Tagsüber bleibt es in ganz Österreich dann teils sonnig, teils bewölkt - aber stark windig mit Spitzenwerten zwischen 50 und 90 km/h. Am schlimmsten wird der Sturm in der Mur-Mürztalfurche in der Steiermark ausfallen.

So entstand der Mega-Sturm vom Sonntag:
Die hohen Windgeschwindigkeiten waren durch große Temperaturunterschiede entstanden. Ein aus Island kommendes Tiefdruckgebiet traf laut Orlik auf ein Hochdruckgebiet, das über den Atlantik westlich von England entstanden war. Auch wenn die frühlingshaften Temperaturen anderes vermuten lassen, zählt dieses Ereignis zu Winterstürmen, die im Oktober bis März in Wien und Umgebung alle vier bis fünf Jahre vorkommen können, sagte Orlik von der ZAMG. Der Frühling beginnt am kommenden Donnerstag (20. März). Zum letzten Mal gab es so heftige Böen im März 2008, Sturmtief "Emma" brachte Spitzenwerte von 165 km/h am Feuerkogel, 128 km/h in Salzburg.

 

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Erst sonnig, von NW gewittrige Schauer, 9/18°

Am Nachmittag bringt eine Kaltfront von Westen her immer öfter Regenschauer und Gewitter, schließlich auch im zunächst noch sonnigeren Osten und Süden. Mit der Störungszone frischt lebhafter bis kräftiger Westwind auf. Tageshöchsttemperaturen von West nach Ost 15 bis 24 Grad. Heute Nacht: In der Nacht zieht die Kaltfront bald ostwärts ab und letzte Regenschauer und Gewitter, vor allem entlang der Alpennordseite sowie auch im Osten und Südosten klingen allmählich ab. Die Schneefallgrenze sinkt auf 1200 bis 1500m Seehöhe. Im Bergland halten sich Restwolken eher hartnäckig, sonst lockert es später mehr und mehr auf. Der Wind bläst im Osten noch mäßig bis lebhaft aus West bis Nordwest, sonst lässt er deutlich nach. Tiefsttemperaturen 1 bis 9 Grad.
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