16. Juni 2015 | 10:30 Uhr

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Greenpeace

Studie: Gift-Cocktails auf Apfelplantagen

Greenpeace fand Pestizide in Böden und Wasser.

Cocktails mit bis zu 13 verschiedenen Pestiziden belasten Böden und Wasser von Apfelplantagen in Europa. Das hat die Analyse von 36 Wasser- und 49 Bodenproben in zwölf europäischen Ländern durch Greenpeace ergeben. In Österreich wurden je drei Wasser- und Bodenproben genommen, vier davon wiesen nach Angaben der Umweltschutzorganisation Rückstände auf.

Gift-Cocktail
"Von den 53 Wirkstoffen, die europaweit gefunden wurden, werden acht Wirkstoffe als hoch toxisch für Bienen eingestuft, beispielsweise Chlorpyrifos-methyl bzw. Chlorpyrifos-ethyl, welche in einer Boden- und in zwei Wasserproben in Österreich nachweisbar waren", erklärte Huem Otero, Landwirtschaftssprecherin von Greenpeace in Österreich, zu den Ergebnissen des Reports "Der bittere Beigeschmack der europäischen Apfelproduktion", die am Dienstag veröffentlicht wurden. >> Zur Studie

Einige der in den österreichischen Proben gefundenen Gifte seien mittlerweile zwar verboten, jedoch noch immer auffindbar, beispielsweise Endrin und Endosulfan. Endrin ist ein langlebiger organischer Schadstoff (POP) und zählt zum sogenannten dreckigen Dutzend des Stockholmer Übereinkommens. Auch Endosulfan findet sich im Stockholmer Übereinkommen wieder und darf in der EU seit 2005 nicht eingesetzt werden. "Jede Generation von Pestiziden birgt Risiken, wir müssen aus dieser Sackgasse raus und die ökologische Produktion fördern", fordert Otero.

Monitoring fehlt

"Unser Report stellt nur eine Momentaufnahme dar, es braucht ein EU-weites Monitoring, um Umweltbelastungen durch Pestizide besser abbilden und evaluieren zu können. In Österreich muss für Transparenz gesorgt werden, was die eingesetzten Wirkstoffe und Mengen betrifft, diese Informationen müssen in Zukunft im Grünen Bericht veröffentlicht werden. Es braucht auch ein Monitoring über die Belastung unserer Böden und Gewässer", meint Otero.

Alternativen zum Einsatz von Giften
Der Report beschreibt auch ökologische Alternativen zum Gifteinsatz und stellt natürliche Schädlingskontrolle und schützende Anbaumaßnahmen vor. "Im Gegensatz zu Monokulturen lassen andere Strukturen in der Produktion Anbausysteme stabiler werden. So kombinieren Landwirte etwa den Apfelanbau mit unterschiedlichen Ackerfrüchten in unmittelbarer Nähe", erklärte die Landwirtschaftssprecherin. Wichtig sei vielfältige Pflanzen in den Plantagen.

Begleitpflanzen mit nützlichen Eigenschaften könnten zum Beispiel neben Apfelbäumen kultiviert werden, um Schädlinge und Infektionskrankheiten abzuwehren. "Moderne Methoden der Züchtung wie Marker Assisted Selection (MAS), die es einfacher machen gewünschte Eigenschaften von Früchten zu selektieren, werden in Zukunft eine wichtige Rolle spielen um resistente Sorten zu entwickeln", erklärte Otero.

Greenpeace fordert eine Agrarwende hin zu einer ökologischen Landwirtschaft. Dazu gehören nach Vorstellungen von Greenpeace ein verbot von Bienen gefährdenden Pestiziden und eine Umverteilung der Förderungen im Agrarbereich. Für Forschung im Bereich der ökologischen Landwirtschaft müssten Mittel bereitgestellt werden.
 

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Zunehmend bewölkt mit Schauern, 6/19°

Eine Störungszone sorgt für dichte Wolkenfelder und Regenschauer, vor allem zwischen dem Tiroler Unterland und dem Mariazellerland. Die Schneefallgrenze kann zeitweise auf rund 2000m Seehöhe absinken. Sonnige Himmelsabschnitte sind im Südwesten und Westen möglich. Zudem lockert die Wolkendecke zunächst in Ober- und Niederösterreich, später auch in den übrigen Regionen nach und nach auf. Dabei kommt auch wieder die Sonne hervor. Es ist aber weiterhin mit Regenschauern und mitunter auch Gewittern zu rechnen. Der Wind bläst vielerorts mäßig bis lebhaft, in höheren Lagen auch kräftig, aus West bis Nordwest. Im Süden und Südosten bleibt es dagegen nur schwach windig. Die Nachmittagstemperaturen liegen zwischen 13 und 23 Grad, mit den höchsten Werten im Süden und in Vorarlberg. Heute Nacht: In den Abendstunden klingen die Schauer abseits der Berge weitgehend ab und auch die Wolkendecke lockert hier weitgehend auf. In den Bergen halten sich die Wolken noch länger und es kann auch noch bis in die Nacht hinein zu Regenschauern kommen. Erst in der zweiten Nachthälfte lockert es auch hier meist auf. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Bergland teils noch lebhaft aus Nordwest. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen 1 und 10 Grad.
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