10. Mai 2016 | 11:41 Uhr

schmetterling87.jpg © TZ ÖSTERREICH (Archiv)

Arten gefährdet

Sterben die Schmetterlinge bei uns aus?

Fünf Arten sind bereits ausgestorben - 50 Prozent sind akut gefährdet.

 "Schmetterlinge - sie stehen für Lebensfreude, den Sommer und die Leichtigkeit. Ein besseres Image kann man als Tier gar nicht haben", freute sich am Dienstag Dagmar Schratter, Direktorin des Tiergarten Schönbrunns. Dabei haben diese Insekten derzeit wenig zu lachen, wie ein aktueller Bericht zeigt: Mehr als die Hälfte der Tagfalter sind erheblich gefährdet, fünf Arten bereits ausgestorben.

Wie die bei einer Pressekonferenz in Wien präsentierte Studie des Experten Peter Huemer zeigt, weist Österreich mit mehr als 4.000 registrierten Arten zwar noch immer eine beeindruckende Biodiversität auf. Doch macht vor allem den Tagfaltern die Veränderung ihrer Lebensräume zu schaffen.

Verbauung, Pestizide und Lichtvermutzung

Verantwortlich dafür ist der Flächenverbrauch, pro Tag werden 19 Hektar verbaut, die Intensivierung der Landwirtschaft durch Düngung und Pestizide, die auch weit weg von jenen Stellen auftreten, wo sie ausgebracht wurden. Eine weitere Gefahrenquelle ist die Lichtverschmutzung: Laut einer Untersuchung sterben jedes Jahr an einem beleuchteten Kriegerdenkmal in Süditalien rund fünf Millionen Falter, bedauerte Huemer. Zudem werden im alpinen Bereich Magerwiesen aufgeforstet, die nicht mehr mühsam geschnitten werden müssen - und so wird den Schmetterlingen weiterer Lebensraum genommen.

All diese Umstände sind dafür verantwortlich, dass Schratter heute kaum noch jene blühenden Blumenwiesen zu Gesicht bekommt, die in ihrer Jugend noch selbstverständlich waren. In ihrer Funktion als Vorstandsmitglied der Stiftung "Blühendes Österreich" bemüht sie sich um deren Erhaltung. 233 Hektar konnten bereits gesichert werden, 1.000 sind das Ziel. Finanziert wird dies durch Produkte einiger REWE-Eigenmarken: Pro Einheit fließt ein Cent in das Projekt.

App soll Sichtungen bestimmen 
Als zweite Säule setzen "Blühendes Österreich" und Global 2000 auf eine kostenlose Schmetterlings-App, die ab 24. Mai für Android und Apple verfügbar sein wird. Mithilfe einer Fotofunktion und eines Filters wird die Bestimmung des entdeckten Tagfalters erleichtert. Die Sichtungen werden gesammelt und sollen eine Datenbank speisen. Gleichzeitig erwartet man sich dadurch ein entsprechendes Bewusstsein zu schaffen. Denn im Gegensatz zu Bienen haben Schmetterlinge keine Lobby - obwohl sie nach diesen die wichtigsten Bestäuber sind.
 

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Zumindest zeitweise scheint im Großteil des Landes die Sonne. In der ersten Tageshälfte kommt es nur stellenweise, vor allem im Norden und über der Landesmitte, zu leichten Regenschauern. Am Nachmittag wachsen Haufenwolken am ehesten im Südosten bis in große Höhen empor, dort sind dann ein paar meist isolierte Regenschauer oder auch Gewitterzellen möglich. Im Norden und entlang des Alpenhauptkammes weht mäßiger, mitunter auch lebhafter West- bis Nordwestwind, im Süden und Südosten frischt der Wind lediglich in Gewitternähe böig auf. Frühtemperaturen 8 bis 16 Grad, Tageshöchsttemperaturen 19 bis 25 Grad.
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