30. Juni 2015 | 13:40 Uhr

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Vor 150 Jahren

So sah die erste Wetterkarte Österreichs aus

Am 1. Juli 1865 entstand die erste Wetterkarte für die damalige Monarchie.

Verlässliche Wetterprognosen waren nicht immer eine Selbstverständlichkeit: Am 1. Juli 1865 machte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit der ersten Wetterkarte für das Gebiet der Monarchie einen bedeutsamen Schritt in diese Richtung. Heute kann die Wissenschaft auf automatische Wetterstationen, Radar, Satelliten und hochkomplexe Vorhersagemodelle zurückgreifen.

Vor 150 Jahren waren endlich die ersten Voraussetzungen für die Erstellung einer Wetterkarte geschaffen: Die vom ersten ZAMG-Direktor Karl Kreil in der gesamten Monarchie eingerichteten meteorologischen Beobachtungsstationen sowie die schnelle Datenübermittlung durch das Telegraphensystem.

So wurden regelmäßig die ersten Wetterkarten der ZAMG erstellt. Sie enthielten unter anderem Linien der Abweichung des Luftdrucks und der Temperatur vom Normalwert und den Himmelszustand. Das Meldenetz umfasste die Wetterstationen Wien, Lesina, Pola, Triest, Mailand, Ancona, Bludenz, Ischl, Klagenfurt, Prag, Krakau, Lemberg, Agram, Szegedin, Debrecin und Hermannstadt.

In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Zahl der Wetterstationen und die Methoden zur Analyse und Prognose wurden erweitert. Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war das Zeichnen der Wetterkarte und damit das Bestimmen des aktuellen Wetterzustandes eine Grundlage der meteorologischen Vorhersagearbeit.

Heute entsteht die tägliche Wetterkarte größtenteils automatisch, ganz verdrängt wurde sie aber noch nicht, sagte der Leiter der ZAMG-Wettervorhersage in Wien Klaus Stadlbacher. "Die Hauptarbeit der modernen Wettervorhersagedienste beschäftigt sich aber nicht mehr mit der Analyse, sondern mit dem Wetter der Zukunft." Alleine das spezielle Vorhersagemodell der ZAMG für den Alpenraum nutzt am Hochleistungsrechner bis zu 82 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde, um mit mathematisch-physikalischen Modellen das Wetter der nächsten Tage zu berechnen.
 

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Nebel, sonst sehr sonnig, 5/16°

Bis über Mittag werden letzte Nebelfelder in Becken und Tälern immer weniger und bis zum Abend überwiegt damit allgemein sonniges und trockenes Wetter. Lediglich in den Landesteilen nördlich der Donau ziehen einige dichtere Wolken durch. Ein paar mehr Wolken gibt es außerdem in Kärnten und in der Steiermark. Die Wahrscheinlichkeit für Regen bleibt aber insgesamt gering. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nord bis Ost bei Nachmittagstemperaturen zwischen 13 und 21 Grad. Am wärmsten ist es in den westlichen Landesteilen. Heute Nacht: Südlich des Alpenhauptkammes ziehen in der Nacht auf Dienstag vermehrt Wolken durch, die vor allem in Osttirol und Oberkärnten lokalen Regen bringen. Überall sonst verläuft die Nacht hingegen gering bewölkt oder sternenklar. In der Früh steigt allerdings in Tal- und Beckenlangen sowie in den Niederungen im Norden und Osten die Neigung zu Nebelfelder deutlich. Der Wind weht nur schwach, im Waldviertel auch mäßig aus östlicher Richtung. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 2 und plus 10 Grad.
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