16. Jänner 2019 | 16:33 Uhr

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Kampf gegen den Schnee

Schon 18 Schnee-Tote in nur zwei Wochen

Ein Skifahrer in Lech und zwei vermisste Tourengeher in Niederösterreich konnten nur mehr tot geborgen werden.

Nachdem sich das Wetter-Chaos langsam dem Ende zu neigt, können Suchaktionen nach vermissten Wintersportlern wieder aufgenommen werden. Leider scheint die Chance seit Tagen vermisste Personen noch lebend zu bergen gleich null. In Niederösterreich wurden nun zwei vermisste Tourengeher nur mehr tot geborgen werden.
 

Skifahrer in Lech tot geborgen

 
Der seit Samstag im freien Skiraum von Lech am Arlberg vermisste Skifahrer ist am Mittwoch tot aus dem durchsuchten Lawinenkegel geborgen worden. Er ist damit schon der 16. Schnee-Tote in nur zwei Monate. Der 28-Jährige Deutsche sei in einer Tiefe von zweieinhalb Meter gefunden worden, teilte die Polizei mit. Seine Ortung sei mit einer Lawinensonde erfolgt.

Eine Lawine hatte am Samstag auf der gesperrten Skiroute "Langer Zug" vier Wintersportler verschüttet. In der Nacht auf Sonntag gelang es den Suchmannschaften drei der Männer aus Deutschland im Alter von 57, 32 und 36 Jahren zu orten, sie konnten jedoch nur noch tot geborgen werden. Trotz Airbags lagen sie bis zu drei Meter unter den Schneemassen. Die Suche nach dem 28-Jährigen musste gegen 1.30 Uhr wegen des schlechten Wetters abgebrochen werden.

Zwar wurde die Suche am Dienstag wieder aufgenommen, allerdings musste sie erfolglos abgebrochen werden. Nach dem Absprengen der Lawinen an den Hängen des Wöstertales versuchten die Suchmannschaften durch den Tiefschnee zur Unglücksstelle zu gelangen, was aufgrund umgestürzter Bäume, meterhohem Schnee und Lawinenkegel jedoch nicht gelang.

Mittwochfrüh brach ein Großaufgebot an Personen zur Unglücksstelle auf. Daran beteiligt waren 40 Mann des Lawineneinsatzzuges des Bundesheeres, zehn Mitglieder der Bergrettung Lech mit drei Lawinensuchhunden sowie zehn Alpinpolizisten. Sie waren mit Quads zur Unglücksstelle im Wöstertal gezogen worden. Sie kontrollierten den 300 mal 300 Meter großen Lawinenbereich systematisch und stießen mit Hilfe einer Lawinensonde auf den Leichnam des Verunglückten.
 

Entschädigung gefordert

 
Für jene Tausende Freiwilligen Helfer, die beim Schneechaos fast zwei Wochen lang im Einsatz waren und dafür von ihren jeweiligen Arbeitgebern freibekamen, forderte der Salzburger Landesfeuerwehrkommandant Leo Winter vom Bund eine Entschädigung. "Mir platzt schön langsam der Kragen, dass wir keine Möglichkeit finden, vom Bund eine Entschädigung zu bekommen, wenn ein Arbeitgeber einen Helfer von der Arbeit freistellt - egal, ob das nun die Feuerwehr ist oder zum Beispiel auch die Bergrettung", sagte Winter zum ORF Salzburg. "Wenn das nicht rasch gelingt, dann gefährdet man für die Zukunft das Freiwilligen-System."
 
Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) steht dieser Idee durchaus positiv gegenüber. "Ich denke, dass sie im Zuge der Steuerreform eingebracht werden kann. Da sollten nach genau definierten Kriterien Tagsätze abgeschrieben werden können. Das wäre immerhin eine Geste gegenüber den Unternehmern, die ihre Mitarbeiter für Hilfseinsätze freistellen."
 

LH-Kaiser nimmt die Regierung in die Pflicht

In der aktuellen Diskussion, wie man freiwillige Helferinnen und Helfer bei und für ihren Einsatz bei Naturkatastrophen und -ereignissen wie den jüngsten Schneemassen unterstützen kann, sieht Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser, aktuell auch Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, die Bundesregierung in der Pflicht. „Ich unterstütze den Vorschlag meines Amtskollegen Wilfried Haslauer, wonach die Bundesregierung jene Firmen, die Mitarbeiter für Katastropheneinsätze freistellen, direkt entschädigt“, so Kaiser.
 

Drama um vermissten Tourengeher

Die Suche nach dem in Lech am Arlberg vermissten Skifahrer ist Mittwochfrüh wie angekündigt mit einem Großaufgebot an Personen fortgesetzt worden. Der Lawinenkegel, in dem der 28-jährige Tourengeher vermutet wird, wurde mit Lawinensuchgeräten und einer sogenannten Recco-Sonde abgesucht, die Einsatzkräfte empfingen jedoch kein Signal, teilte die Polizei mit.
 
Die Einsatzkräfte nahmen am Mittwochvormittag die systematische Kontrolle des 300 mal 300 Meter großen Lawinenbereichs in Angriff. Daran beteiligt waren 40 Mann des Lawineneinsatzzuges des Bundesheeres, zehn Mitglieder der Bergrettung Lech mit drei Lawinensuchhunden sowie zehn Alpinpolizisten. Sie waren mit Quads zur Unglücksstelle im Wöstertal gezogen worden.
 
Eine Lawine hatte am Samstag auf der gesperrten Skiroute "Langer Zug" vier Wintersportler verschüttet. In der Nacht auf Sonntag gelang es den Suchmannschaften drei der Männer im Alter von 57, 32 und 36 Jahren zu orten, sie konnten jedoch nur noch tot geborgen werden. Trotz Airbags lagen sie bis zu drei Meter unter den Schneemassen. Die Suche nach dem 28-jährigen vierten Tourengeher musste gegen 1.30 Uhr wegen des schlechten Wetters abgebrochen werden. Sie wurde am Dienstag wieder aufgenommen, bei Einbruch der Dunkelheit jedoch erfolglos abgebrochen.
 

Verletzter Feuerwehrmann in der Ramsau

Ein 31-jähriger Feuerwehrmann ist am Dienstag beim Abputzen eines mit Schnee bedeckten Daches in der Ramsau durch eine Lichtkuppel gebrochen und in den darunter liegenden Raum gestürzt. Das teilte der Bereichsfeuerwehrverband Liezen in einer Aussendung mit. Das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Aich war danach bei Bewusstsein und wurde mit dem Hubschrauber in das Spital nach Salzburg geflogen.
 

Lawinengefahr weiter hoch

Verbreitet herrscht in sechs Bundesländern weiterhin Lawinenwarnstufe 4 der fünfteiligen Skala. Zahlreiche Straßen konnten nach Abklingen der Schneefälle wieder freigegeben werden. Zahlreiche freiwillige Helfer standen bei der Schneeräumung im Einsatz. Das Bundesheer half mittlerweile mit 1.700 Soldaten.
 
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 16:39
 

+++ In Lech vermisster Skifahrer tot geborgen +++

 14:53
 

LH Kaiser nimmt Bund in die Pflicht

In der aktuellen Diskussion und bezugnehmend auf einen Bericht der Wiener Zeitung, wie man freiwillige Helferinnen und Helfer bei und für ihren Einsatz bei Naturkatastrophen und -ereignissen wie den jüngsten Schneemassen unterstützen kann, sieht Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser, aktuell auch Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, die Bundesregierung in der Pflicht. "Ich unterstütze den Vorschlag meines Amtskollegen Wilfried Haslauer, wonach die Bundesregierung jene Firmen, die Mitarbeiter für Katastropheneinsätze freistellen, direkt entschädigt", so Kaiser.

 14:32
 

Nach dem Schnee kommt der Frost

Winterliches Wetter. Die Karte von Samstag zeigt die Warnung vor Kältestress. Die Temperaturen erreichen maximal minus 6 bis plus 2 Grad.

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 13:36
 

Ort in Bayern wird wegen akuter Lawinengefahr evakuiert

Wegen akuter Lawinengefahr wird der Ort Raiten (Ortsteil der Gemeinde Schlechingen, Landkreis Traunstein) in Bayern evakuiert, wie der "Bayerische Rundfunk" berichtet. Etwa 250 Menschen sind von der Evakuierung betroffen, sie müssen ihre Häuser verlassen und werden in einem Nachbarort untergebracht. Auch eine Verbindungsstraße werde gesperrt. Nach Meinung der Lawinenkommission sorge vor allem die Sonneneinstrahlung derzeit für erhöhte Lawinengefahr.

 13:14
 

Aufräumarbeiten in der Obersteiermark gehen weiter

Das Bundesheer hat am Mittwoch die letzten Schneereste aus dem am Dienstag von einer Lawine schwer beschädigten Hotel in der Ramsau in der Obersteiermark hinausgeschaufelt. In Eisenerz konnten Evakuierungen aufgehoben werden. Die steirischen Landeshauptleute machten sich indessen für Strafen beim Betreten von Sperrgebieten bzw. für Dienstfreistellungen für Feuerwehrleute stark.

In der Ramsau traf am Mittwoch Bauholz ein, schilderte ein Sprecher des Bundesheeres im APA-Gespräch. Damit werden eingedrückte Fenster und Türen des Hotels provisorisch verschlossen und isoliert, damit zum Trocknen wieder Raumtemperatur entstehen kann. Am Donnerstag sollen Soldaten in der Wintersportgemeinde noch das Dach des Hotels vom Schnee befreien.

 13:13
 

Bundesheersoldaten bekommen nach Einsatz Sonderurlaub

Rund 1.700 Soldaten des Bundesheeres sind zuletzt bei der Beseitigung der Schneemassen im Einsatz gewesen. Sie sollen nach Abschluss der Arbeiten Sonderurlaub bekommen, gab Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) am Mittwoch nach dem Ministerrat bekannt. Er und auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nutzten die Gelegenheit, sich bei allen Helfern für ihren Einsatz zu bedanken.

Das Bundesheer habe vor zwölf Tagen, am 4. Jänner, mit den ersten Erkundungsflügen begonnen, seit dem 6. Jänner ist es mit Luft- und Landkräften im Einsatz. In sechs Bundesländern waren 1.700 Soldaten eingesetzt. Die Personenstunden belaufen sich auf rund 71.000 und mehr als die Hälfte davon wurde von Grundwehrdienern geleistet. Für Kunasek zeigt dies, wie wichtig die Wehrpflicht ist. 171 Flugstunden wurden bereits absolviert und 530 Personen abtransportiert. Bis zu 20 Hubschrauber waren gleichzeitig im Einsatz, zog der Ressortchef Bilanz.

 12:47
 

Hier versinken ganze Häuser im Schnee

 12:22
 

Hartinger-Klein: Länder bei Verdienstentgang zuständig

Angesichts von SPÖ- und Länderforderungen, den freiwilligen Helfern in der aktuellen Schneesituation ihren Verdienstentgang aus Mitteln des Bundes zu ersetzen, hat Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) in der "Wiener Zeitung" auf die Zuständigkeit der Länder verwiesen. Gegenüber der Forderung nach Sonderurlaub zeigte sie sich skeptisch.

"Aus Sicht des Sozialministeriums sind die Länder im Hinblick auf die in der Bundesverfassung vorgesehenen Länderzuständigkeit für den Katastrophenhilfsdienst gefordert, für einen flächendeckenden umfassenden Anspruch auf Verdienstentgang der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im freiwilligen Katastrophen- und Rettungsdienst gegenüber den Ländern bzw. Gemeinden zu sorgen", teilte das Büro von Hartinger-Klein mit. Sie erinnerte an Regelungen in einigen Feuerwehrgesetzen der Länder und sprach sich für eine Lösung in ganz Österreich aus.

 11:46
 

Weniger Einsätze in OÖ, Lage entschärfte sich

Die Situation in Oberösterreich hat sich am Mittwoch entschärft, der Lawinenprognosebericht des Landes ordnete die Lawinengefahr als erheblich (Stufe 3), nur mehr über der Waldgrenze als groß (Stufe 4) ein. Trotzdem galt Vorsicht, denn Schneebretter konnten in den höheren Lagen, teils ab der Waldgrenze noch leicht ausgelöst werden. Das Bundesheer beendete einen Teil seiner Assistenzeinsätze.

Die Lawinengefahr ging zurück, Neuschnee wurde vorerst nicht erwartet. Das Militärkommando Oberösterreich meldete das Ende des Großteils seiner Einsätze im Bezirk Kirchdorf, ein Radlader sollte noch Schnee aus der Gemeinde Edlbach schaffen. In Gosau (Bezirk Gmunden), das weiterhin nur von Salzburg her erreichbar war, wurde fleißig weiter Schnee von den Dächern geschaufelt. Soldaten aus der Garnison Ried im Innkreis befreiten Kulturzentrum, Kindergarten und andere öffentliche Gebäude von ihrer Last. Die großen Verbindungen in die Steiermark - Pyhrn-, Koppen- und Hengstpass - waren weiterhin gesperrt, Hallstatt war wieder auf der Straße erreichbar, Obertraun nicht.

 10:58
 

Sturmschäden in Wien

Die Wiener Berufsfeuerwehr ist am Mittwoch zu mehreren Einsätzen wegen Sturmschäden ausgerückt. Unter anderem lösten sich bei der Müllverbrennungsanlage Pfaffenau in Simmering Fassadenteile. Der starke Wind hatte 30 Quadratmeter Außenwanddämmung eines Tanks der Biogasanlage heruntergerissen, berichtete Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf. Die Einsatzkräfte waren mit Sicherungsarbeiten beschäftigt.

Bei der Messstation Hohe Warte in Wien wurden in der Nacht und am Mittwochvormittag Windspitzen um die 80 km/h registriert. Im Tagesverlauf sollte der Westwind laut Homepage der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik langsam nachlassen.

 10:58
 

Kleines Deutsches Eck wieder offen

Das Kleine Deutsche Eck ist am Mittwochvormittag für den Verkehr wieder freigegeben worden. Damit waren die Pinzgauer Gemeinden Unken, Lofer und St. Martin mit Fahrzeugen wieder erreichbar, informierte das Landes-Medienzentrum Salzburg. Auch die Gemeinde Muhr im Lungau war von der Außenwelt nicht mehr abgeschnitten, die L211 wurde ebenfalls für den Verkehr freigegeben.

 10:34
 

28-Jähriger in Lech aus freiem Skiraum geborgen

Ein 28-jähriger Skifahrer ist am Dienstagnachmittag im Skigebiet Lech-Zürs aus Bergnot gerettet worden. Der Mann verlor im freien Skigelände die Orientierung und kam nicht mehr weiter. Den Weg zurück auf die gesicherte Piste fand er nicht mehr. Er wurde vom Polizeihubschrauber mittels Tau unverletzt geborgen und nach Lech geflogen.

Der Skifahrer war zunächst gegen 15.45 Uhr von der Zürserbahn aus kommend auf einer gesicherten Piste in Richtung Tal unterwegs. Diese verließ er aber kurze Zeit später und fuhr in freies Gelände, wo er binnen kürzester Zeit unterhalb der Hasenfluh die Orientierung verlor. Zurück auf die Piste gelangte er nicht mehr, dazu fehlten ihm die Ortskenntnisse, teilte die Polizei in einer Aussendung mit. Auch an ein Aufsteigen war wegen des hohen Schnees nicht zu denken. Ein Passant, der die missliche Lage des Skifahrers bemerkt hatte, verständigte die Pistenrettungszentrale.

 10:15
 

Lage in Tirol entspannt sich langsam

Mit dem Wetterumschwung entspannt sich die Lage in Tirol langsam. Wichtige Verkehrswege sind wieder befahrbar, teilte das Land in einer Aussendung mit. So wird die Fernpass Straße (B179) zwischen Bichlbach und Lermoos um 15.00 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben. Damit ist die gesamte Fernpassstrecke wieder offen.

Die wichtige Transitroute Fernpass-Ehrwald-Garmisch-Steingaden-Füssen war bereits seit 6.00 Uhr wieder befahrbar. Zunehmende Normalisierung trat auch in anderen Regionen des Bundeslandes ein: Die Pitztal- und die Ötztal-Straße sowie die Venter Straße wurden wieder geöffnet, auch St. Anton am Arlberg ist auf dem Straßenweg wieder erreichbar.

Indes sollen am Mittwoch noch einige Flüge mit dem Landeshubschrauber, drei Bundesheer-Helikoptern und mehreren privaten Hubschraubern erfolgen. "Der Landeshubschrauber wird für Erkundungsflüge im Großraum Innsbruck, Innsbruck-Land und Schwaz unterwegs sein. Eine Bell 212 des Bundesheeres fliegt in ganz Tirol für den Lawinenwarndienst sowie die Wildbach- und Lawinenverbauung für Schneedeckenuntersuchungen und Kontrollen von Schutzbauten. Eine Alouette III des Bundesheeres führt im Tiroler Unterland Erkundungen und Sprengungen für Lawinenkommissionen durch", berichtete Marcel Innerkofler, Leiter der Landeswarnzentrale Tirol.

 10:12
 

Hochkar Alpenstraße für Einsatzkräfte befahrbar

Die Hochkar Alpenstraße im Bezirk Scheibbs ist am Mittwochvormittag vom Schnee befreit und wieder für Einsatzkräfte befahrbar gewesen. "Die Räumungsarbeiten haben bis 3.00 Uhr in der Früh gedauert", sagte Göstlings Bürgermeister Friedrich Fahrnberger (ÖVP). Am Vormittag wurden 150 Feuerwehrleute auf den Berg transportiert. Die Wetterlage verbesserte sich indes.

"Der Wind hat nachgelassen, es ist wolkenlos und schön", gab der Bürgermeister in Sachen Schneefall Entwarnung. Am Hochkar selbst waren umfangreiche Räumungsarbeiten im Gange. Die Alpenstraße blieb für den öffentlichen Verkehr weiterhin gesperrt.

 08:57
 

Lawinengefahr in Obersteiermark weiterhin groß

Die Lawinengefahr in der Steiermark ist auch für Mittwoch unverändert groß geblieben. Im Nordstaugebiet vom Dachstein bis Rax herrschte weiterhin Warnstufe vier von fünf. Im Randgebirge war die Lawinengefahr auf Stufe drei immerhin erheblich, hieß es Mittwochfrüh seitens des Lawinenwarndienstes Steiermark. Entspannung zeichnete sich für Donnerstag ab.

"Mit der Einstrahlung und Erwärmung im Tagesverlauf kann es vermehrt aus steilen, südseitigen Hängen zu spontanen Schneebrett-und Nassschneelawinen kommen, die große, vereinzelt auch sehr große Ausmaße annehmen können", wurde im Bericht gewarnt. Störanfälliger Triebschnee und die Möglichkeit von spontanen Gleitschneelawinen waren weiterhin unter den Gefahren. In tiefen Lagen habe Regen die Schneedecke vollständig durchfeuchtet und der nasse Boden fungiere als Gleitschicht. Die Einstrahlung und Erwärmung am Mittwoch werde zu einer Setzung der Schneedecke führen, kann aber auch einen Impuls für vermehrte Selbstauslösungen geben.

 08:56
 

In hohen Lagen Vorarlbergs weiter große Lawinengefahr

Die Lawinengefahr in Vorarlberg hat sich weiter leicht entspannt, oberhalb von 2.200 Meter bestand aber auch am Mittwoch nach wie vor große Lawinengefahr der Stufe 4. Unerfahrenen Wintersportlern wurde dringend von Aktivitäten außerhalb des gesicherten Geländes abgeraten. Andreas Pecl vom Lawinenwarndienst rechnete mit einer nachhaltigen Entschärfung der Situation in den kommenden Tagen.

Der Neu- und Triebschnee der vergangenen Tage konnte sich bis in mittlere Lagen weiter setzen, die Einsinktiefen seien deutlich zurückgegangen, so Pecl. Die Verfestigung sei aber mit zunehmender Seehöhe an den meisten Steilhängen nur schwach. So nannte er auch windbeeinflusstes Steilgelände sowie eingewehte Rinnen und Mulden als Gefahrenstellen.

 08:56
 

Lawinengefahr weiter hoch

Trotz des Abklingens der massiven Schneefälle hat in Tirol am Mittwoch weiter verbreitet große Lawinengefahr, also Stufe 4 der fünfteiligen Skala, geherrscht. Diese gelte vor allem oberhalb der Waldgrenze, teilte der Lawinenwarndienst mit. Dann rechneten die Experten aber mit einem langsamen Rückgang der Lawinengefahr.

Viele Einzugsgebiete seien noch nicht vollständig entladen, hieß es. In den Hauptniederschlagsgebieten und an steilen Ost-, Süd- und Westhängen seien mit der tageszeitlichen Erwärmung weiterhin große und vereinzelt sehr große Lawinen zu erwarten. "An steilen Grashängen sind unterhalb von rund 2.400 Metern einzelne mittlere und vereinzelt große Gleitschneelawinen möglich", warnten die Experten. Für Wintersport abseits gesicherter Pisten seien die Verhältnisse sehr gefährlich. Dies betreffe auch den Bereich der Waldgrenze und unterhalb der Waldgrenze. Vorsorgliche Sperrungen von Verkehrswegen könnten nötig werden.

 08:52
 

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Der weiße Tod. Seit zwei Wochen herrscht Schnee-Chaos in Österreich. Gestern gab es weitere zwei Tote wegen des Wetter-Chaos'. Ein Steirer wurde von eine Dachlawine tödlich erwischt und ein junger tschechischer Tourengeher kam unter eine Lawine - sein Vater konnte des Todes-Sturz nur hilflos zusehen.