05. Dezember 2021 | 16:39 Uhr

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Wetter-Warnung für Kärnten

Schnee-Chaos sorgt für Unfälle und Stromausfälle

Zwei Unfälle mit Bussen in Oberkärnten und Klagenfurt – Frontalzusammenstoß im Lavanttal.

Klagenfurt. Starker Schneefall hat am Sonntag zu Behinderungen auf den Straßen in weiten Teilen Kärntens geführt. Die Einsatzkräfte mussten auch zu drei Verkehrsunfällen ausrücken: Im Lavanttal kam es zu einer Frontalkollision, bei der eine Frau verletzt wurde. Auf der Mölltal Bundesstraße (B106) prallte gegen 10.00 Uhr ein Auto mit einem Linienbus zusammen, in Klagenfurt stieß ein Bus gegen einen Schneepflug, hier entstand nur Sachschaden.

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Bei dem Unfall im Mölltal war ein 52-jähriger Klagenfurter mit seinem Auto unterwegs, als er auf der schneebedeckten Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, auf die Gegenfahrbahn schleuderte und mit der rechten Seite gegen einen entgegenkommenden Linienbus prallte. Er selbst, sein 77-jähriger Beifahrer und die 41-jährige Lenkerin des Busses wurden verletzt. Der einzige Fahrgast im Bus, ein 40-jähriger Mann, blieb unverletzt. Die drei Verletzten wurden ins Krankenhaus Spittal an der Drau gebracht. Am Pkw entstand Totalschaden, der Bus wurde beschädigt.

Frontal gegen Entgegenkommenden gekracht

Ebenfalls am Sonntagvormittag fuhr ein 22-Jähriger mit seinem Auto auf der Obdacher Bundesstraße (B78) aus Richtung Bad St. Leonhard kommend in Richtung Twimberg. In einer Rechtskurve kam er auf der schneeglatten Fahrbahn ins Schleudern, geriet er auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal gegen das entgegenkommende Auto einer 53-jährigen Linzerin. Die Frau wurde ins Landeskrankenhaus Wolfsberg gebracht, an beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.

Auch die Monteure des Kärntner Energieversorgers Kelag standen am Sonntag im Einsatz, wegen des Schneefalls kam es immer wieder zu Stromausfällen, wie etwa im Lavanttal (Bezirk Wolfsberg), im Görtschitztal und im Gurktal (Bezirk St. Veit an der Glan). Auf den meisten höhergelegenen Straßen galt Kettenpflicht. Erwartet wurde, dass der Schneefall bis zum Abend nachlässt.

Hier herrscht heute Schnee-Warnung 

Eine Kaltfront und ein Italientief sorgen im Warnzeitraum für winterliches Wetter, wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf Ihrer Homepage berichtet. Bei Temperaturen knapp unter 0 Grad schneit es mäßig. In Summe können 10 bis 20 cm, in Südkärnten bis zu 30 cm Neuschnee zusammen kommen. Die Auswirkungen sind primär im Straßenverkehr zu finden.

Die ZAMG veröffentlichte eine Wetter-Warnung bis Sonntag um 21 Uhr für dieses Gebiete:

schnee.jpg Klicken Sie für die Schnee-Warnung in Ihrer Region auf die Karte.

Mögliche Auswirkungen

Die ZAMG warnt im betreffenden Zeitraum in den Warngebieten vor folgenden möglichen Auswirkungen:

  • Erhöhte Unfallgefahr auf schneeglatten Straßen
  • Verschlechterung der Passierbarkeit von Straßen, speziell höher gelegener sowie ganzjährig geöffneter Passstraßen

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Im W+N etwas Schnee, sonst zeitweise Sonne. -12°/-2°

Von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich bliebt der Himmel die meiste Zeit wolkenverhangen und es schneit immer wieder, am meisten in Tirol und Vorarlberg. Tagsüber steigt die Schneefallgrenze und mitunter kann sich in Vorarlberg auch etwas Regen dazumischen, lokal kann dann auch Glatteis nicht ausgeschlossen werden. Weiter im Osten und im Süden bleibt es vorläufig noch niederschlagsfrei und es beginnt erst in der Nacht zu schneien. Tagsüber kommt noch zeitweise die Sonne hervor. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen. Nachmittagstemperaturen minus 4 bis plus 3 Grad. Heute Nacht: In der Nacht breiten sich die Wolken weiter aus und an der Alpennordseite schneit es zunächst, in Vorarlberg und Tirol mischt sich zeitweise auch schon vor Mitternacht etwas Regen dazu. In Salzburg, Oberösterreich und dem westlichen Niederösterreich intensiviert sich der Niederschlag und vor allem in Oberösterreich setzt sich in der Höhe etwas mildere Luft durch und nach Mitternacht geht auch hier der Niederschlag zeitweise in Eisregen oder Regen über. Wo es regnet muss zumindest stellenweise mit Glatteis gerechnet werden. Weiter im Osten und im Süden schneit es vorerst nur wenig. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Süd bis West, mit der Front lebt er teils noch weiter auf. Tiefsttemperaturen minus 10 bis plus 1 Grad.
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