20. Juni 2017 | 12:30 Uhr

Zigaretten Rauchen Wald © Getty Images (Symbolbild)

Waldbrandgefahr

Salzburg & NÖ verbieten Rauchen und Feuer im Wald

Besondere Vorsicht wird auch bei Sonnwendfeuern empfohlen.

Im Bundesland Salzburg haben die Behörden am Dienstag auf die akute Waldbrandgefahr durch die anhaltende Hitze und Trockenheit reagiert. Die fünf Bezirkshauptmannschaften und der Magistrat der Landeshauptstadt erließen Verordnungen, wonach in Wäldern und gefährdeten Bereichen ab sofort das Feuermachen, Rauchen und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten ist.

Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sind die Böden vielerorts nicht mehr ausreichend durchfeuchtet. Zudem sei ein Ende der Hitzewelle derzeit nicht in Sicht. Zumindest bis Mitte nächster Woche soll das hochsommerliche Wetter mit Hitze, Sonne und Gewittern noch andauern. Kurze oder kleinräumige Regenfälle reichen dabei nicht aus, um Entwarnung zu geben.

Besondere Vorsicht empfahlen die Behörden den Veranstaltern von Sonnwendfeuern am kommenden Wochenende. "Im Gefährdungsbereich von Wäldern sind Sonnwendfeuer in den betroffenen Gebieten strengstens verboten. Außerhalb dieser Bereiche ist das Abbrennen der Feuer zwar erlaubt, aber dennoch ist höchste Vorsicht geboten", teilte der ressortzuständige Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) mit. "Wenn Vernunft und Hausverstand eingesetzt werden, steht den traditionellen Sonnwendfeuern nichts im Wege." Die Stadt Salzburg empfahl am Dienstag, im Zweifelsfall mit der Feuerwehr oder dem zuständigen Förster zu sprechen, ob Funkenflug von einem Sonnwendfeuer umliegende Wälder gefährden könnte.

Verbot auch in Niederösterreich

Auch in Niederösterreich ist aufgrund von Hitze und Trockenheit die Waldbrandverordnung im ganzen Bundesland in Kraft getreten. In Waldgebieten und nahe eines Waldrandes ist Rauchen, Feuerentzünden, Wegwerfen von brennenden oder glimmenden Gegenständen sowie von Glasflaschen oder Scherben verboten. Verstöße können mit Geldstrafen von bis zu 7.270 Euro geahndet werden.

"Aufgrund der anhaltenden Hitze werden die kommenden Tage und Wochen besonders kritisch", warnte LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) in einer Aussendung. Bereits das Abstellen von Fahrzeugen auf trockenen Flächen könne zu Bränden führen, kleinste Zündquellen könnten ausgedörrtes Gras oder Unterholz in den Wäldern entzünden.

Seit Mai rückten 85 niederösterreichische Feuerwehren mit rund 1.600 Mitgliedern zu 114 Einsätzen aus, die Anzahl der Waldbrände liege im Vergleich zum Vorjahr dreimal so hoch. Funkenflug bei Arbeiten oder Unachtsamkeit sei die häufigste Ursache. "Ein kleiner Funke oder auch eine weggeworfene Zigarette kann bereits einen Großbrand auslösen", gab Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner zu bedenken.

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Vermehrt Regenschauer im W und N, sonst meist sonnig. 1/16°

Vor allem im Osten und Südosten scheint bis in den Nachmittag hinein häufig die Sonne, meist ziehen nur ein paar harmlose, lockere Wolkenfelder durch. Ausgehend vom Berg- und Hügelland bilden sich allerdings vorübergehend auch Quellwolken und mit diesen vereinzelt ein paar Regenschauer. Im übrigen Österreich ist es wechselnd bewölkt, die Sonne zeigt sich seltener und am Abend nimmt die Regenneigung mit Annäherung der nächsten Störungszone in Vorarlberg und im Tiroler Oberland wieder zu. Der Wind kommt am ehesten aus Südost bis West, er frischt nur örtlich in freien Lagen mäßig auf. Tageshöchsttemperaturen 10 bis 18 Grad. Heute Nacht: In der Osthälfte zeigt sich der Himmel in der Nacht zunächst meist gering oder zumindest aufgelockert bewölkt, ehe ab den frühen Morgenstunden umfangreiche Wolken einer weiteren Störungszone eintreffen. Vielerorts bleibt es trocken. Von Westen her ziehen deutlich mehr und zunehmend auch kompakte Wolken auf, schließlich breiten sich vom Bodensee bis zum oberösterreichischen Innviertel Regen- und eingelagerte Schauerwolken aus. Die Schneefallgrenze sinkt auf etwa 1500 bis 1200m Seehöhe. Der Wind dreht im Bereich der Störungszone mehrheitlich auf West, bleibt aber schwach bis mäßig. Tiefsttemperaturen minus 2 bis plus 7 Grad.
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