24. Juni 2015 | 13:10 Uhr

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Bauernregel

Sagt der Siebenschläfertag den Sommer vorher?

Der 27. Juni soll ein Lostag für den kommenden Sommer sein.

Der 27. Juni ist für eine Bauernregel bekannt, die den Sommer vorhersagen soll: "Regnet es am Siebenschläfertag, es sieben Wochen regnen mag."

Diese Regel wurde mit Daten der ZAMG aus den vergangenen 50 Jahren für verschiedene Regionen überprüft. Die Annahme "Regen von zumindest einem Millimeter am 27. Juni bringt von 28. Juni bis 15. August überdurchschnittlich viele Regentage" ergab folgende Trefferquoten: Innsbruck 25 Prozent, Klagenfurt 29 Prozent, Salzburg 38 Prozent, Wien 55 Prozent. Nimmt man die Siebenschläfer-Bauernregel ganz streng, ist sie also nicht zuverlässig.

Nimmt man die Bauernweisheit aber nicht ganz so genau, enthält sie ein Stück meteorologische Wahrheit, erklärt Andreas Frank von der ZAMG: "Stellt sich Ende Juni bis Anfang Juli eine stabile Hochdruck-Wetterlage über Europa ein, stehen die Chancen gut, dass sie bis weit in den Juli hinein hält. Genauso gilt umgekehrt: Eine wechselhafte Wetterlage zu dieser Zeit kann sich dann ebenfalls für einige Zeit halten. Heuer ist diese Entscheidung noch nicht gefallen."

Dass man die Siebenschläfer-Sache nicht allzu wörtlich nehmen sollte, zeigt auch eine Bauernregel für den 10. Juli: "Ist Siebenbrüder ein Regentag, so regnet es noch sieben Wochen danach." Die beiden Regeln haben den gleichen Inhalt, aber für zwei verschiedenen Termine. Ein Grund könnte sein, dass viele Bauernregeln im Laufe der Jahrhunderte ihren ursprünglichen Platz im Kalender verloren haben.

Die Regel entstand nämlich schon vor der Gregorianischen Kalenderreform aus dem Jahr 1582, als man einige Tage der Umstellung halber ausfallen ließ. "Echter" Siebenschläfertag ist darum eigentlich der 7. Juli.

Legende von sieben schlafenden Jünglingen

Der Name "Siebenschläfertag" geht im Übrigen auf eine Legende von sieben schlafenden Jünglingen zurück. Zur Zeit der Christenverfolgung sollen sie sich im Jahr 251 in eine Berghöhle in Ephesus versteckt haben. Von ihren Häschern entdeckt und eingemauert, schliefen sie dort ganze 195 Jahre. Am 27. Juni 446 wurden sie zufällig entdeckt, erwachten wieder und bezeugten den Glauben an die Auferstehung. Viel Freude hatten sie nicht an ihrem neuen Leben, denn die Jünglinge starben der Legende zufolge kurz nach ihrer wundersamen Rettung. Sie wurden lange als Heilige verehrt und galten sinnigerweise als Schutzpatrone gegen Schlaflosigkeit.

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Im W viel Sonne, im O mehr Nebel, -5/+4°

Von Vorarlberg entlang der Alpennordseite bis Oberösterreich scheint abseits lokaler Nebel- und Hochnebelfelder die Sonne verbreitet. Weiter im Osten und Süden liegen hingegen in tiefen Lagen und im Waldviertel verbreitet Nebel und Hochnebel zäh. Chancen auf sonnige Aufhellungen bleiben gering. Mitunter können aus der feuchten Schicht auch ein paar Schneeflocken fallen. Oberhalb des Hochnebels scheint aber auch hier die Sonne. Der Wind aus Ost bis Süd frischt im Bergland und im Osten Österreichs deutlich auf. Die Nachmittagstemperaturen je nach Wolken, Nebel und Sonne minus 2 bis plus 9 Grad, mit den höchsten Werten im föhnigen Westen. Heute Nacht: In tiefen Lagen sowie auch Waldviertel liegen in der Nacht auf Dienstag Nebel und Hochnebel von unterschiedlicher Beständigkeit. Abseits des Nebels, vor allem aber im Bergland, verläuft die Nacht hingegen zunächst gering bewölkt. Von Süden ziehen aber allmählich mehr und mehr Wolken auf und mit diesen setzen in Osttirol und Oberkärnten Regen und Schneefall ein. Der Wind weht in den Föhntälern an der Alpennordseite sowie im Osten Österreichs mäßig bis lebhaft, sonst schwächer aus Ost bis Süd. Die Tiefsttemperaturen minus 9 bis plus 1 Grad.
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