26. Februar 2014 | 09:06 Uhr

gleitschnee.jpg © TZOe Raunig

Tauwetter in Osttirol

Gleitschnee- Lawinen mitten im Dorf

Sie zwar klein, dafür aber unkontrollierbar und daher gefährlich: Gleitschneelawinen können Straßen und Menschen verschütten.

Im Defereggental - das vom Schneechaos im Februar besonders hart getroffen wurde - gehen Lawinen ab, und das mitten im Dorf! Es sind so genannte Gleitschneelawinen: Das sind kleine, dafür aber unberechenbare Schneemengen, die sich plötzlich lösen. Ganze Straßen können sie trotzdem verschütten - die Gefahr für Verkehrsteilnehmer aber auch Fußgänger ist groß.

Was sind Gleitschneelawinen?
Gleitschneelawinen entstehen wenn sich enorme Schneemengen türmen, der Boden unter ihnen aber viel zu warm ist. Das ist derzeit der Fall, denn in Osttirol herrscht bei Frühlingstemperaturen Tauwetter. Meterhohe Schneeberge lösen sich also von den darunterliegenden, warmen Wiesen ab und beginnen zu rutschen. Wo, das kann niemand sagen. Genausowenig wann sie abgehen.

Wie groß ist die Gefahr?
Da Gleitschneelawinen nicht berechenbar sind, ist es für die Lawinenschutzkommission nahezu unmöglich geeignte Vorkehrungen zu treffen, etwa Straßen wegen Lawinengefahr zu sperren. Als Verkehrsteilnehmer ist daher Vorsicht geboten. Im Zweifelsfall sollte man die Geschwindigkeit reduzieren, wenn sich neben der Fahrbahn Schneemassen türmen. Das gilt auch für Fußgänger: Lieber auf der gegenüberliegenden Straßenseite gehen und die Gefahrenzone schnell verlassen, als von den Schneemassen verschüttet zu werden, empfehlen Experten.

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Im O leichter Schneeregen, sonst sonnig, -1/9°

Im Osten überwiegen meist die Wolken, am Nachmittag schneit es aber kaum noch. Überall sonst scheint meist die Sonne, allerdings ziehen im Westen langsam Wolkenfelder der nächsten Störungszone auf. Niederschläge breiten sich erst in der Nacht aus. Der Wind kommt schwach bis mäßig, im Osten und Südosten lebhaft bis kräftig, aus West bis Nord. Tageshöchsttemperaturen 5 bis 13 Grad. Heute Nacht: In der Nacht treffen sowohl im Westen, als auch ganz im Osten Österreichs Störungszonen ein und hier beginnt es allmählich zu regnen oder zu schneien. Die Schneefallgrenze liegt dabei zwischen 400 und 600m Seehöhe. Weitgehend trocken bleibt es im Süden und auch in weiten Teilen Oberösterreichs und in der westlichen Obersteiermark. Der Wind bläst am Alpenostrand anhaltend lebhaft bis kräftig aus Nordwest, sonst ist es eher windschwach. Tiefsttemperaturen minus 3 bis plus 5 Grad.
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