10. Dezember 2015 | 11:36 Uhr

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Rekord-Sommer

Österreichs Gletscher stark geschmolzen

Die österreichischen Gletscher sind heuer sehr stark geschmolzen.

Die Gletscher in den Hohen Tauern sind heuer extrem stark geschmolzen. Die Pasterze am Großglockner verlor im unteren Bereich innerhalb eines Jahres bis zu zehn Meter Eisdicke. "Die Abschmelzraten waren auf allen von uns vermessenen Gletschern in den Hohen Tauern im Bereich der Rekordwerte aus dem Jahr 2003", sagte ZAMG-Gletscherforscher Bernhard Hynek.

Bis zu zehn Meter dünner
Begonnen hat das Jahr für Österreichs Gletscher noch erfreulich. Im Winter fiel im Bereich des Alpenhauptkammes um etwa zehn Prozent mehr Schnee als im vieljährigen Mittel. Aber Österreichs zweitwärmster Sommer der Messgeschichte, der auch der trockenste Sommer seit 1911 war, brachte Schnee und Eis dann extrem zum Schmelzen.

"Die Pasterze, Österreichs größter Gletscher, ist im unteren Bereich von Herbst 2014 bis Herbst 2015 um bis zu zehn Meter dünner geworden. Über den gesamten Gletscher gemittelt, ging die Eisdicke innerhalb dieses Jahres um etwa 1,5 Meter zurück. Das sind die höchsten Werte seit die ZAMG 2004 mit den jährlichen Massenbilanzmessungen begonnen hat", sagte Hynek.

Gletscherzunge zerfiel
Die markante Gletscherzunge der Pasterze zerfiel somit auch in diesem Jahr immer mehr. Das lassen auch die zahlreichen Gletscherspalten und -brüche im unteren Bereich deutlich erkennen. Unter dem gegenwärtigen Klima wird die Gletscherzunge Hynek zufolge noch in diesem Jahrhundert überhaupt verschwinden. "Bei einer maximalen Eisdicke von derzeit rund 200 Metern und einem mittleren Eisdickenverlust von fünf Metern pro Jahr, ist zu erwarten, dass die Gletscherzunge der Pasterze schon bis zum Jahr 2050 fast vollkommen verschwunden sein wird", meinte der Gletscherforscher.

Vergleicht man die gegenwärtigen Änderungen der Eisdicke mit denen aus der Vergangenheit, so sticht die Beschleunigung der Gletscherschmelze an der gesamten Pasterze in den vergangenen beiden Jahrzehnten hervor. "Während die Pasterze im Zeitraum von 1969 bis 1998 im Mittel über die gesamte Fläche 0,65 Meter an Eisdicke verloren hat, war es zwischen 1998 und 2012 schon mehr als doppelt so viel: nämlich 1,41 Meter", sagte der ZAMG-Experte.

Kein Rekord-Rückgang
Die von der ZAMG im Gebiet der Sonnblickgruppe vermessenen Gletscher sind in diesem Jahr ebenfalls stark geschmolzen. Das Goldbergkees hat im Mittel 1,8 Meter Eisdicke verloren, das Kleinfleißkees 1,5 Meter. Beide Werte sind aber nicht ganz so extrem, wie die Rekordwerte aus den Jahren 2003 und 2012.
 

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Trüb, Schnee und Regen, im Süden Sonne. 0/8°

Störungseinfluss sorgt bis zum Abend für zahlreiche dichte Wolken. Vor allem im Westen und Norden regnet und schneit es bei einer Schneefallgrenze zwischen 400 und 700m Seehöhe anfangs noch häufig. Im Laufe des Nachmittags ziehen sich die Niederschläge jedoch zunehmend an den Alpennordrand zurück. Chancen auf Sonnenschein bleiben aber gering. Wetterbegünstigt ist nur der Süden. Hier geht es weitgehend trocken mit dem Wetter weiter und die Sonne zeigt sich noch öfters. Der Wind bläst im Osten und am Alpenostrand lebhaft bis kräftig, in exponierten Lagen auch teils stürmisch aus Nordwest. Die Nachmittagstemperaturen liegen zwischen 3 und 11 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Montag ist es südlich des Alpenhauptkammes sowie im Südosten aufgelockert bewölkt und trocken. Weiter im Norden und Osten startet die Nacht hingegen mit deutlich mehr Wolken. Vor allem im Westen aber auch entlang der Nordalpen in Richtung Osten bis ins Mostviertel regnet und schneit es bei einer Schneefallgrenze zwischen 400 und 800m Seehöhe noch häufig. Bis zum Morgen lockert schließlich vor allem in Niederösterreich in Wien sowie in der Steiermark die Bewölkung vorübergehend auf. Der Wind aus West bis Nord weht mäßig, in den Föhntälern im Süden, im Wiener Becken und am Alpenostrand auch lebhaft. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen minus 3 und plus 6 Grad.
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