20. Mai 2016 | 09:03 Uhr

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Schäden

Niederösterreich erlaubt Tötung von Bibern

Neue Verordnung soll Population auf "verträgliche Größe" senken.

Die NÖ Landesregierung beschließt nächste Woche ein erweitertes Eingriffsrecht in die Biberpopulation. Von 1. September bis 31. März ist es künftig bei Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und zum Schutz anderer wild lebender Tiere erlaubt, Biberdämme zu entfernen und die Nager zu töten. "Die Biberpopulation und die Schäden werden mehr", begründete Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) die Maßnahme.

4.000 Biber im Land

Derzeit leben laut Pernkopf 4.000 Biber in Niederösterreich, die Population sei trotz "Entnahmen" von jährlich 100 bis 150 Tieren im Steigen begriffen und soll auf eine "verträgliche Populationsgröße stabilisiert" werden. Der Landesrat bezeichnete die neue Regelung am Donnerstagnachmittag in einem Hintergrundgespräch als "vernünftigen Ausgleich zwischen Arten- und Menschenschutz" und sprach von einer "starken Verwaltungsvereinfachung" durch die neue Regelung. Bisher wurden Eingriffe in den Lebensraum und die Population der Biber per Einzelbescheid genehmigt.

"Niemand will die Biber ausrotten"
Die Verordnung gilt für fünf Jahre außerhalb der Schonzeit der Biber und im gesamten Bundesland mit Ausnahme des Alpenraumes, der Schutzgebiete und Nationalparks. "Niemand will die Biber ausrotten. Der Schutz des Menschen muss immer an erster Stelle stehen", betonte der für Hochwasser- und Naturschutz zuständige Landesrat. Er verwies zudem auf den Kostenfaktor etwa durch durchlöcherte Dämme. Zu den Schäden zählen auch unterminierte Radwege und umstürzende Bäume. Auch andere Arten seien durch Biber gefährdet, etwa bei Fischaufstiegshilfen.

Sind Schutzanlagen oder öffentliche Einrichtungen wie Schulen oder Kindergärten in Gefahr, dürfen Biberdämme entfernt oder die Tiere mit Fallen gefangen und getötet bzw. unmittelbar getötet werden, wenn der Einsatz von Lebendfallen nicht möglich ist oder diese wiederholt durch Vandalismus zerstört wurden.

Jäger und Tierärzte dürfen Biber töten
Nach Kritik von Umwelt-, Natur- und Tierschutzorganisationen gab es im Vergleich zum Begutachtungsentwurf Änderungen bei der Aufsicht, die nun von Organen des Landes durchgeführt wird. In einem ersten Schritt müssen die Abteilung Wasserbau des Landes NÖ bzw. Bezirksforstinspektoren über Schäden informiert werden.

Diese "sachkundigen Organe" legen in einem Gutachten adäquate Maßnahmen fest, wobei das gelindestes Mittel angewendet wird: Prävention und Vergrämung vor Eingriffen in den Lebensraum (Entfernen von Dämmen) und Eingriffen in die Population (Töten). Durchführen dürfen die Maßnahmen Instandhaltungsverpflichtete, also etwa Wasser- und Wehrverbände, und Gemeinden für öffentliche Einrichtungen. Jäger und Tierärzte dürfen die Biber töten.

Nicht von der Verordnung erfasst sind beispielsweise Schäden durch die Nager auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. In diesen Fällen ist weiterhin ein Einzelbescheid nötig.
 

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Im W+N etwas Schnee, sonst zeitweise Sonne. -12°/-2°

Von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich bliebt der Himmel die meiste Zeit wolkenverhangen und es schneit immer wieder, am meisten in Tirol und Vorarlberg. Tagsüber steigt die Schneefallgrenze und mitunter kann sich in Vorarlberg auch etwas Regen dazumischen, lokal kann dann auch Glatteis nicht ausgeschlossen werden. Weiter im Osten und im Süden bleibt es vorläufig noch niederschlagsfrei und es beginnt erst in der Nacht zu schneien. Tagsüber kommt noch zeitweise die Sonne hervor. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen. Nachmittagstemperaturen minus 4 bis plus 3 Grad. Heute Nacht: In der Nacht breiten sich die Wolken weiter aus und an der Alpennordseite schneit es zunächst, in Vorarlberg und Tirol mischt sich zeitweise auch schon vor Mitternacht etwas Regen dazu. In Salzburg, Oberösterreich und dem westlichen Niederösterreich intensiviert sich der Niederschlag und vor allem in Oberösterreich setzt sich in der Höhe etwas mildere Luft durch und nach Mitternacht geht auch hier der Niederschlag zeitweise in Eisregen oder Regen über. Wo es regnet muss zumindest stellenweise mit Glatteis gerechnet werden. Weiter im Osten und im Süden schneit es vorerst nur wenig. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Süd bis West, mit der Front lebt er teils noch weiter auf. Tiefsttemperaturen minus 10 bis plus 1 Grad.
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