09. Oktober 2014 | 09:24 Uhr

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Trübe Jahreszeit

So gefährlich ist Nebel auf der Straße

Nebel hat im Vorjahr 9 Tote und 533 Verletzte gefordert: Wo es in Österreich am gefährlichsten ist.

Im Herbst bricht in Österreich die Haupt-Nebelzeit an. Im Vorjahr starben bei insgesamt 416 Verkehrsunfällen im Nebel neun Menschen, 533 Personen wurden verletzt, so der ÖAMTC in einer Aussendung. "Fast drei Viertel der Nebelunfälle (303) ereigneten sich von Oktober bis Dezember", so ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte David Nose. Die meisten Unglücke passierten mit 142 in Niederösterreich.

Hier ist es am gefährlichsten:

Neben Niederösterreich, gab es auch in Oberösterreich mit 93 und in der Steiermark mit 73 im Jahr 2013 besonders viele Nebelunfälle. "Groß ist die Gefahr von Nebelunfällen besonders im Freiland, aber auch im Ortsgebiet, weil hier unterschiedliche Verkehrsteilnehmer aufeinandertreffen", so ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. "Während Autos durch Nebelscheinwerfer oder Nebelschlussleuchten noch eher besser erkennbar sind, werden Radfahrer und Fußgänger im Nebel nahezu unsichtbar."

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Daher gilt Abstand zu halten: Aus einem Gefühl der Unsicherheit setzt bei vielen Lenkern ein "Lemming-Effekt" ein - sie heften sich instinktiv an das Licht des Vordermanns. Dadurch kann der Abstand zu gering werden und die Gefahr eines Auffahrunfalls steigt. Zudem soll die Geschwindigkeit reduziert werden. Auf gewohnten Strecken dienen äußere Orientierungshilfen oft zur Tempoeinschätzung. Diese fallen bei Nebel weg. "Auch wenn einem das Tempo schleichend vorkommt, runter vom Gas", rät die ÖAMTC-Expertin. Durch die feuchte Fahrbahn wird der Bremsweg länger.

nebel2.jpg © APA/ÖAMTC

"Für Autofahrer kommt der Nebel meist überraschend, dann muss das Fahrverhalten rasch an die neuen Gegebenheiten adaptiert werden", sagt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Besondere Vorsicht gilt beim Linksabbieben, auch sollte nicht überholt werden. "Tagfahrlicht allein reicht im Nebel nicht aus. Lenker müssen das Abblendlicht und bei starkem Nebel die Nebelschlussleuchten aktivieren." Wer Nebelscheinwerfer eingebaut hat, kann diese zusätzlich einschalten.

Was Sie nicht tun sollten:
Mangelnde Beleuchtung kann auch rechtliche Folgen haben: Ist ein Fahrzeug ungenügend beleuchtet und es kommt dadurch zu einem Unfall, wird dem Lenker ein Mitverschulden anzulasten sein. Auf keinen Fall sollte man Fernlicht verwenden. Dieses reflektiert im Nebel und führt zur Selbstblendung. Nebelschlussleuchten müssen bei besserer Sicht wieder ausgeschaltet werden, weil sie nachfolgende Fahrer blenden können. Wer darauf vergisst, riskiert eine Strafe von bis zu 5.000 Euro.

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Erst sonnig, nachmittags gewittrig, 18/34°

In der Osthälfte scheint noch für ein paar Stunden die Sonne. Vom westlichen Bergland ausgehend werden jedoch Quellwolken immer mächtiger und mit diesen gehen schließlich erste Regenschauer und Gewitter nieder, die sich in der Folge in Richtung Osten und Südosten ausbreiten. Während es im äußersten Osten mitunter sogar trocken bleibt, liegt der Niederschlagsschwerpunkt generell über den Alpengipfeln. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Süd bis West, in Gewitternähe muss aber stellenweise mit kräftigen Böen gerechnet werden. Mit 26 bis 37 Grad sind die Nachmittagstemperaturen erreicht, am wärmsten weiter im Osten. Heute Nacht: Während der Abendstunden gehen über dem westlichen und südwestlichen Bergland noch verbreitet, überall sonst nur noch vereinzelt Regenschauer und Gewitter nieder. Stellenweise können diese auch kräftig ausfallen. Bis nach Mitternacht lassen die Niederschläge aber insgesamt nach und die Wolken lockern mehr und mehr auf. Der Wind weht abseits von Schauern und Gewittern überwiegend schwach aus unterschiedlichen Richtungen. In Schauer- und Gewitternähe können mitunter lebhafte bis kräftige Sturmböen auftreten. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen 15 und 23 Grad.
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