26. Juli 2016 | 09:47 Uhr

wjt-2.jpg © BFV Murau / Walter Horn

Unwetter-Nacht

Muren und Überflutungen in der Steiermark

78 Unwetter-Einsätze in der Nacht - mehrere Landesstraßen überschwemmt.

Gewitter haben am Montagabend in den obersteirischen Bezirken Murau und Bruck-Mürzzuschlag zu Überflutungen und Vermurungen geführt, wie Polizei und Feuerwehren am Dienstag mitteilten. In Neumarkt und Scheifling wurden Straßen verlegt, ebenso am Pogusch und im Stanztal. Die L104 bei Pernegg ist noch für mindestens zwei Tage gesperrt. Die Feuerwehren verzeichneten 78 unwetterbedingte Einsätze.

In Mariahof in der Gemeinde Neumarkt in Steiermark und in Scheifling (Bezirk Murau) wurden die B317 und L513 durch Murenabgänge verlegt und waren bis zur Räumung durch die Straßenmeisterei nur erschwert passierbar. In St. Lorenzen bei Scheifling trat ein Bach über die Ufer und überflutete zwei Gemeindestraßen. Das Wasser drang in zwei Häuser ein und riss eine Hauszufahrt weg.

Landesstraßen überschwemmt
Am Pogusch im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag blockierte eine Mure die L123, diese musste für die Aufräumungsarbeiten für rund eineinhalb Stunden gesperrt werden. Personen wurden nicht verletzt. Eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet. Im Gemeindegebiet von Stanz im Mürztal trat der Stanzbach nach einem Starkregen an mehreren Stellen über die Ufer und überschwemmte die L114. Die Straße war für rund zwei Stunden unpassierbar.

78 Unwetter-Einsätze
Laut Einsatzleitsystem der Feuerwehr-Landesleitzentrale in Lebring wurden 96 Einsätze registriert, zu denen 55 Wehren alarmiert wurden. Diese gliedern sich in acht Brand- und 88 technische Einsätze. Von letzteren waren 78 unwetterbedingt. Rund 380 Feuerwehrmänner und -frauen standen im Einsatz. Unwetter-Schwerpunkte waren neben den genannten Orten Teufenbach (Bezirk Murau), Mürzzuschlag sowie Kainach bei Voitsberg und vereinzelte Orte in den Bezirken Murtal, Weiz, Graz-Umgebung und Deutschlandsberg. Hauptsächlich waren Keller auszupumpen, Verklausungen zu öffnen und umgestürzte Bäume zu entfernen.

L104 bis Mittwoch gesperrt
Die Sperre der L104 von Pernegg nach Breitenau am Hochlantsch (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag), die in der Nacht auf Montag von sechs Muren verlegt worden war, ist noch mindestens bis einschließlich Mittwoch gesperrt. "Der Geologe hat bei der Erkundung der Schadensstellen festgestellt, dass hinter einer bereits abgegangene Mure noch etliches Material lauert, das sich bei neuerlichem Regen in Bewegung setzen könnte", sagte Bürgermeisterin Eva Schmidinger (ÖVP) am Dienstag. In der Nacht auf Dienstag habe es zum Glück keine weiteren Regengüsse gegeben.
 

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Trüb, Schnee und Regen, im Süden Sonne. 0/8°

Störungseinfluss sorgt bis zum Abend für zahlreiche dichte Wolken. Vor allem im Westen und Norden regnet und schneit es bei einer Schneefallgrenze zwischen 400 und 700m Seehöhe anfangs noch häufig. Im Laufe des Nachmittags ziehen sich die Niederschläge jedoch zunehmend an den Alpennordrand zurück. Chancen auf Sonnenschein bleiben aber gering. Wetterbegünstigt ist nur der Süden. Hier geht es weitgehend trocken mit dem Wetter weiter und die Sonne zeigt sich noch öfters. Der Wind bläst im Osten und am Alpenostrand lebhaft bis kräftig, in exponierten Lagen auch teils stürmisch aus Nordwest. Die Nachmittagstemperaturen liegen zwischen 3 und 11 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Montag ist es südlich des Alpenhauptkammes sowie im Südosten aufgelockert bewölkt und trocken. Weiter im Norden und Osten startet die Nacht hingegen mit deutlich mehr Wolken. Vor allem im Westen aber auch entlang der Nordalpen in Richtung Osten bis ins Mostviertel regnet und schneit es bei einer Schneefallgrenze zwischen 400 und 800m Seehöhe noch häufig. Bis zum Morgen lockert schließlich vor allem in Niederösterreich in Wien sowie in der Steiermark die Bewölkung vorübergehend auf. Der Wind aus West bis Nord weht mäßig, in den Föhntälern im Süden, im Wiener Becken und am Alpenostrand auch lebhaft. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen minus 3 und plus 6 Grad.
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