08. Jänner 2017 | 08:54 Uhr

Lawine © Getty Images (Symbolbild)

Vorsicht!

Lawinengefahr weiter hoch

In Tirol und Vorarlberg in höheren Lagen überwiegend Stufe "3" der fünfteiligen Skala.

Wintersportler in Westösterreich waren auch am Sonntag zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Es herrschte sowohl in Tirol als auch in Vorarlberg oberhalb von etwa 2.000 Metern erhebliche Lawinengefahr, also Stufe "3" der fünfteiligen Skala. Gefahrenbereiche konzentrierten sich laut den Experten weiterhin vor allem auf Triebschneepakete.

Der Triebschnee sei spröde und lasse sich sehr leicht durch geringe Belastung stören, teilte der Tiroler Lawinenwarndienst mit. Die Anzahl der Gefahrenstellen nehme dabei mit der Seehöhe zu. Zudem werde die Gefahreneinschätzung erschwert, da der Neuschnee ältere Triebschneepakete überlagere. Gefahrenstellen finden sich vermehrt im kammnahen Steilgelände sowie in steilen Rinnen und Mulden. Zusätzlich seien auch unstrukturierte Hänge vor allem dort betroffen, wo sich eine Altschneedecke halten konnte, besonders in Schattenhängen oberhalb von etwa 2.000 Metern.

In Vorarlberg ging die Hauptgefahr ebenfalls von Triebschnee in Kammlagen und in eingewehten steilen Rinnen und Mulden aus. Der Triebschnee wurde teilweise mit lockerem Neuschnee überdeckt und sei daher schwierig zu erkennen. Gefahrenstellen fanden sich zudem vorwiegend im schattenseitigen Steilgelände oberhalb von 2.000 Metern, wo bisher bereits eine Altschneedecke vorhanden war.

Schneebrettlawinen seien bereits durch einzelne Wintersportler auslösbar. Aktivitäten abseits gesicherter Pisten erfordern Erfahrung in der Lawinenbeurteilung und defensives Verhalten, warnten die Experten. Spontan seien vor allem in den neuschneereicheren Gebieten Lockerschneerutsche aus sehr steilen Hängen und vereinzelt auch Schneebrettlawinen aus stark eingewehtem Steilgelände möglich.

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Im Westen Schneeregen, sonst meist freundlich. -3/+6°

Zur Wochenmitte scheint am Vormittag häufig die Sonne, vor allem in der Osthälfte Österreichs. Von Westen tauchen schon bald erste dichtere Wolken einer aufziehenden Störung auf. Diese breiten sich im Tagesverlauf auf nahezu alle Landesteilen aus. Von Salzburg ostwärts muss außerdem mit etwas Niederschlag gerechnet werden, der am Abend wieder nachlässt. Die Schneefallgrenze pendelt zwischen 500 und 1000m Seehöhe. Der Wind weht meist schwach bis mäßig, im Nordosten auch lebhaft aus westlichen Richtungen. Tageshöchsttemperaturen 1 bis 9 Grad. Heute Nacht: In der Nacht auf Donnerstag schließen sich in allen Landesteilen rasch letzte Wolkenlücken und in den frühen Morgenstunden setzt im Nordosten leichter Schneefall ein. In den westlichen Landesteilen kann es während der Abendstunden bei einer Schneefallgrenze um 900m Seehöhe leicht regnen oder schneien. Hier lässt allerdings der Niederschlag bald nach. Der Wind weht meist schwach bis mäßig aus Nordost bis Süd. Tiefsttemperaturen minus 7 bis plus 3 Grad.
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