29. Jänner 2014 | 14:18 Uhr

Lawine.jpg © mediabox.at/Schwarzl

Heikle Situation:

Auch Profis erkennen Lawinen derzeit nicht

Die Lawinensituation ist derzeit so heikel, dass sogar Experten die Lage nicht richtig einschätzen können.

Der Tiroler Lawinenwarndienst nennt die Situation "heimtückisch". Oberhalb der Waldgrenze überdecke lockerer Pulverschnee die Gefahrenstellen. Darunter befinden sich aber "störanfällige Triebschneepakete", schon beim Betreten losgelöst werden - mit dem freien Auge sind diese Gefahren aber nicht zu erkennen. Am Donnerstag wurde Stufe 3 auf einer 5-teiligen Skala ausgerufen - es herrscht ein erhebliches Risiko für Wintersportler!

100-Meter-Schneebrett verschüttete 4 Skifahrer in Sportgastein:
Auf frischem Pulverschnee - abseits der Pisten - wurden am Mittwoch vier "Freerider", so genannte Variantenfahrer von einem mittelgroßen Schneebrett erfasst und überrollt. "Drei davon haben sich selbst befreien können. Sie blieben unverletzt", schilderte Einsatzleiter Andreas Kandler von der Bergrettung Bad Gastein der APA. Der vierte Variantenfahrer sei verschüttet und von den Kameraden ausgegraben worden. Er wurde schwer verletzt.

Sportgastein in der Skiregion Bad Gastein in Salzburg:

Sportgastein.jpg © Gerhard Torner

 

Weitere Lawinenabgänge sind sehr wahrscheinlich:
Vor allem in Tirol bleibt die Situation kritisch: Schneebrettlawinen können sich zumindest im sehr steilen Gelände leicht durch geringe Zusatzbelastung auslösen. Das beweisen auch die zahlreichen Lawinen der vergangenen Tage, die von Personen losgetreten wurden. Betroffen sind derzeit alle Hangrichtungen oberhalb etwa 1.800 Metern. Es gilt: Je höher, desto gefährlicher!

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Vermehrt Regenschauer im W und N, sonst meist sonnig. 1/16°

Vor allem im Osten und Südosten scheint bis in den Nachmittag hinein häufig die Sonne, meist ziehen nur ein paar harmlose, lockere Wolkenfelder durch. Ausgehend vom Berg- und Hügelland bilden sich allerdings vorübergehend auch Quellwolken und mit diesen vereinzelt ein paar Regenschauer. Im übrigen Österreich ist es wechselnd bewölkt, die Sonne zeigt sich seltener und am Abend nimmt die Regenneigung mit Annäherung der nächsten Störungszone in Vorarlberg und im Tiroler Oberland wieder zu. Der Wind kommt am ehesten aus Südost bis West, er frischt nur örtlich in freien Lagen mäßig auf. Tageshöchsttemperaturen 10 bis 18 Grad. Heute Nacht: In der Osthälfte zeigt sich der Himmel in der Nacht zunächst meist gering oder zumindest aufgelockert bewölkt, ehe ab den frühen Morgenstunden umfangreiche Wolken einer weiteren Störungszone eintreffen. Vielerorts bleibt es trocken. Von Westen her ziehen deutlich mehr und zunehmend auch kompakte Wolken auf, schließlich breiten sich vom Bodensee bis zum oberösterreichischen Innviertel Regen- und eingelagerte Schauerwolken aus. Die Schneefallgrenze sinkt auf etwa 1500 bis 1200m Seehöhe. Der Wind dreht im Bereich der Störungszone mehrheitlich auf West, bleibt aber schwach bis mäßig. Tiefsttemperaturen minus 2 bis plus 7 Grad.
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