11. Juli 2019 | 11:13 Uhr

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Schock-Studie:

Klimawandel: Wien wird im heißesten Monat um 7,6 Grad wärmer

Forscher rechnen mit Temperaturanstieg von bis zu 4,7 Grad in Europas Städten - London wird bis 2050 Verhältnisse wie Madrid bekommen.

Zürich/Wien. 2050 könnten in London Temperaturen herrschen wie derzeit in Barcelona. Wien könnte hitzemäßig zu Skopje (Nordmazedonien) werden. Das geht aus Berechnungen eines Teams um den aus Großbritannien stammenden Umweltwissenschafter Tom Crowther hervor. Sie wurden in "Plos One" publiziert. Crowther hat die Ergebnisse auch auf einer interaktiven Informationsplattform veröffentlicht.

Wie auch der britische "Guardian" berichtet, würden den Berechnungen zufolge etwa 80 Prozent der großen Städte weltweit von drastischen Veränderungen infolge der Klimaerwärmung betroffen sein. Die Wissenschafter legten ihren Analysen eine Erhöhung der Durchschnittstemperatur bis 2050 um zwei Grad Celsius zugrunde. Crowther, der an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETH Zürich) forscht, war laut eigenen Angaben "völlig überrascht" über die Ergebnisse der Modellrechnung. Etwa ein Fünftel der Städte weltweit - zum Beispiel Jakarta, Singapur oder Kuala Lumpur - würden in einigen Jahrzehnten wohl Durchschnittstemperaturen aufweisen, wie es derzeit in keiner großen Metropole weltweit der Fall sind.

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Wien wird so heiß wie Skopje

Beispiele dazu: In Madrid dürfte es 2050 Temperaturen wie derzeit in Marrakesch oder Fez geben (Höchsttemperatur im heißesten Monat um 6,4 Grad Celsius erhöht, im Jahresdurchschnitt um 2,1 Grad Celsius). Stockholm (plus 5,9 bzw. plus drei Grad Celsius) könnte Werte aufweisen wie derzeit Budapest. Wien würde sich ebenfalls unter den am meisten betroffenen Städten befinden: Crowther und sein Team gehen von einer Erhöhung der durchschnittlichen Jahrestemperatur um 2,3 Grad Celsius aus. Gleichzeitig wäre Wien mit einem Anstieg der im heißesten Monat des Jahres registrierten Höchsttemperatur von plus 7,6 Grad Celsius in Europa mit an der Spitze der betroffenen Metropolen. In Belgrad könnte es beispielsweise mit plus 7,9 Grad Celsius im heißesten Monat des Jahres (plus drei Grad Celsius Jahresdurchschnittstemperatur) zu einem ähnlichen Anstieg kommen.

Für die oberitalienische Industriestadt Turin wird von einer Erhöhung der mittleren Jahrestemperatur um 2,1 Grad Celsius (plus 7,7 Grad Celsius bei der Spitzentemperatur im wärmsten Monat) oder Verhältnissen wie aktuell in Dallas im südlichen US-Bundesstaat Texas ausgegangen. Moskau dürfte 2050 Temperaturwerte wie derzeit Sofia (plus 5,5 Grad Celsius Temperaturspitze im wärmsten Monat des Jahres; im Jahresdurchschnitt drei Grad Celsius mehr) aufweisen, Seattle (plus 6,1 Grad bzw. im Jahresdurchschnitt plus 2,6 Grad Celsius) an der Westküste der USA im Norden solche wie derzeit in San Francisco.
 

"Wir sind nicht vorbereitet" 

"Wir sind überhaupt nicht vorbereitet. Die Planung für den Klimawandel sollte bereits buchstäblich gestern begonnen haben. Je früher das erfolgt, umso geringer werden die Konsequenzen sein", wurde der Wissenschafter im "Guardian" zitiert. Insgesamt sei mit einer drastischen Zunahme der Wetterextreme zu rechnen: Hitzeperioden mit Dürre und Wassermangel sowie auf der anderen Seite katastrophale Regenfälle und Überschwemmungen. Die meisten großen Städte der Erde befinden sich in Zonen mit moderatem Klima. Sie würden bei der zu erwartenden weiteren Klimaerwärmung bis 2050 quasi um rund 1.000 Kilometer näher an den "heißen" Äquator rücken.

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Wolken, im SW etwas Regen -1/5°

In den Niederungen im Norden und Osten sowie am Alpenostrand steigen die Chancen auf Lücken in der feuchten Schicht und damit auf ein paar Sonnenstrahlen. Von Südwesten ziehen aber mehr und mehr Wolken auf und sorgen bis zum Abend vor allem in Tirol und Vorarlberg sowie später auch in Salzburg und Osttirol für Regen. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 900 und 1500m Seehöhe. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Süd bis West. Die Nachmittagstemperaturen umspannen 2 bis 11 Grad, mit den höchsten Werten in mittleren Höhenlagen. Heute Nacht: In der Nacht auf Samstag breiten sich von Westen mehr und mehr dichte Wolken aus, die anfangs in Vorarlberg und Tirol Regen, in Lagen oberhalb von 900 bis 1400m Seehöhe Schneefall bringen. Bis zum Morgen breiten sich die leichten Niederschläge entlang der Alpennordseite bis Oberösterreich aus. Weiter im Osten und Südosten startet die Nacht hingegen anfangs noch aufgelockert bewölkt, stellenweise gibt es aber auch noch besonders hartnäckige Hochnebelfelder. Der Wind weht allgemein nur schwach bis mäßig bei Tiefsttemperaturen zwischen minus 4 und plus 3 Grad.
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