05. Juli 2020 | 18:15 Uhr

Mond Wien Supermond © APA/HERBERT NEUBAUER

Himmels-Spektakel der besonderen Art

Heute erwartet uns eine unsichtbare Mondfinsternis

Bei einer totalen Mondfinsternis schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond, sodass der Schatten der Erde auf den Mond fällt und dieser dunkler wirkt. Heute ist das aber anders.

Auf eine komplette Mondfinsternis müssen wie im Jahr 2020 leider verzichten. Aber dafür verdunkelt sich der Erdtrabant als Halbschattenfinsternis und davon gibt es gleich vier. Bei einer kompletten Mondfinsternis schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond, sodass der Schatten der Erde auf den Mond fällt. Dabei wird zumindest ein Teil des Sonnenlichts von der Erde blockiert und der Mond erscheint für unser Auge am Himmel dunkler.

Wohingegen bei einer Halbschattenfinsternis die drei Himmelskörper aber eine nur annähernd gerade Linie formen. Deswegen wandert der Mond lediglich durch den äußeren, helleren Teil des Erdschattens, den Halbschatten.  Das bedeutet, dass die gesamte sichtbare Mondoberfläche weiterhin einem gewissen Anteil direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt ist.

Die erste partielle Halbschatten-Mondfinsternis am 10. Jänner war über den ganzen Verlauf gut zu sehen. Die letzte ging im Juni über die Bühne. Normalerweise liegen sechs Wochen zwischen den Ereignissen, dieses Mal ist es aber nur ein Monat. Der Grund: Der Vollmond verfehlte im Juni den Erdkernschaftten so deutlich, dass es schon früher so weit ist.

Am Sonntagabend geht nämlich das nächste Himmerlsspektakel über die Bühne. Der Haken: wir werden es eigentlich gar nicht sehen. Weil der Mond dabei nicht in den Kernschatten der Erde eintritt, ist die Verdunkelung eher unauffällig, fast schon unsichbar.
 

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