25. September 2020 | 22:49 Uhr

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Tief "Wicca"

Herbst-Start mit 50 Zentimeter Schnee

Das Land Tirol warnt bereits vor den erschwerten Bedingungen auf vielen Straßen.

Kaltfront. Heftiger Wintereinbruch drei Tage nach dem offiziellen Herbstbeginn (da hatten wir noch Badewetter mit bis zu 28 Grad). Im Westen Österreichs sind viele höher gelegene Täler komplett von Schnee bedeckt. Bis zu 50 Zentimeter sollen laut Zamg bis heute gefallen sein. Betroffen ist das Gebiet vom Arlberg über die Hohen Tauern bis in die Obersteiermark.

Solche Bedingungen gibt es nur alle 7 Jahre

Forscher. Die Schneefallgrenze liegt heute Samstag bei etwa 1.000 Meter. Alexander Orlik, Klimaforscher der Zamg: „Dass es Ende September bis auf 1.000 Meter schneit, kommt in Österreich durchschnittlich alle fünf bis sieben Jahre vor.“
 
Heute kommt – laut Prognosen – die zweite Ladung: Weitere 10 Zentimeter Neuschnee sollen fallen. Das Land Tirol warnt Autofahrer vor den winterlichen Bedingungen. Vorsicht heißt es auf vielen bekannten Passstraßen wie etwa: Paznaun, Arlberg, hinteres Lechtal, Hahntennjoch, Fernpass, Brenner oder Felbertauern.
 
Aber auch Spaziergänger sind in Gefahr: Weil viele Bäume noch Blätter tragen, kann viel mehr Schnee als üblich hängen bleiben. Dabei drohen unter der Last Äste zu brechen.
 
Kalte Luft. Schuld am „Wintereinbruch“ im Herbst das Tief „Wicca“, das über Nordeuropa thront und uns von Island und Norwegen kalte und sehr feuchte Luft zuschiebt. Sieht man sich die Schnee-Prognose von windy.com für die nächsten 10 Tage an, könnte sogar noch ein Meter Neuschnee kommen.

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Meist trüb, wenig Sonne, 4/12°

In der Früh und am Vormittag zieht die nächste Störungszone von Nordwesten her durch und bringt in vielen Regionen Regen und Regenschauer. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1200 und 1600m Seehöhe. Im Laufe des Nachmittages klingen die Niederschläge aber allmählich wieder ab und auch die Wolken lockern auf. Lediglich in den nördlichen Staulagen bleibt es länger trüb und schaueranfällig. Allgemein wetterbegünstigt ist der äußerste Süden, hier bleibt es meist niederschlagsfrei. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, im Osten und in exponierten Lagen teils auch kräftig aus West, nur im Süden ist es windschwach. Tageshöchsttemperaturen 8 bis 14 Grad.
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