17. Juli 2023 | 20:22 Uhr

Unwetter © Twitter / kucherich1

Kirchenturm eingestürzt

Heftige Gewitter und Hagelschauer ziehen über Österreich

Vor allem im Süden Österreichs gibt es heftige Gewitter und Hagelschauer. 

Einhergehend mit der aktuellen Hitze-Welle kommt es auch häufig zu heftigen Niederschlägen, Gewittern und Hagel. Am schwerwiegendsten dürften die heutigen Unwetter vor allem im Süden Österreichs (Kärnten und Steiermark) sein. 

 

 

 

Höchste Alarmstufe gilt in:

  • Völkermarkt (Kärnten)
  • Teilen von Wolfsberg (Kärnten)
  • Teilen von Deutschlandsberg (Steiermark) 

Unwetterwarnung © UWZ.at

 

 

 

Stürme und Hagel in Bezirk Völkermarkt in Kärnten 

Heftige Unwetter haben am Montagabend vor allem im Kärntner Bezirk Völkermarkt gewütet. Die Feuerwehren wurden zu Dutzenden Einsätzen gerufen, der Sturm knickte Bäume um und riss bei Kühnsdorf sogar das Dach eines Kirchturmes ab. Am Abend war die Lage noch unübersichtlich, in Völkermarkt tagte ein Krisenstab.

Bis zu 2.500 Haushalte waren am Montagabend zeitweise ohne Strom. Gegen 21.00 Uhr waren noch rund 1.000 Haushalte unversorgt. "Vor allem das Gebiet rund um den Klopeiner See hat es schwer getroffen, da liegen die Bäume kreuz und quer", sagte Robert Schmaranz von Kärnten Netz auf APA-Anfrage. Wie viele Schäden behoben werden können, hänge davon ab, ob die Monteure in der Nacht überhaupt zu den Störstellen kommen, so Schmaranz.

 

In Unterkärnten ist sogar ein Kirchturm offenbar eingestürzt, wie aus Bildern auf Twitter hervorgeht. 

Schwere Unwetter bereits im Burgenland 

Eine Unwetterfront hat am Montagnachmittag die Einsatzkräfte im burgenländischen Bezirk Güssing gefordert. Vielerorts knickten Bäume aufgrund des Sturms um und landeten auf Straßen oder Dächern, hieß es auf APA-Anfrage von der Landessicherheitszentrale Burgenland (LSZ). Rund 26 Feuerwehren waren im Einsatz. Kurzzeitig kam es in einigen Gemeinden auch zu Stromausfällen.

Knapp die Hälfte aller Feuerwehren im Bezirk war laut LSZ damit beschäftigt, blockierte Straßen wieder freizuräumen und lose Dachziegel zu sichern. Die Unwetter konzentrierten sich großteils auf die Region Güssing, andere burgenländische Bezirke waren kaum betroffen.

Hagelversicherungen ziehen erste Bilanz

„Der Gesamtschaden in der Landwirtschaft beträgt nach ersten Erhebungen 1,3 Millionen Euro in der Steiermark. Zusätzlich verursachten Hagelunwetter auch noch Schäden im Burgenland, Bezirk Güssing, in der Höhe von 300.000 Euro“, so Dr. Mario Winkler, Pressesprecher der Österreichischen Hagelversicherung. Besonders stark betroffen waren die Bezirke Murtal und Hartberg-Fürstenfeld, wo auf einer Fläche von knapp 6.300 Quadratkilometern Grünland, Ackerkulturen sowie Obst- und Weinkulturen geschädigt wurden.