23. Juni 2021 | 10:32 Uhr

Sebastian Kurz

Millionenschaden

Hagel-Wahnsinn: Kanzler Kurz sagt Hilfe für Betroffene zu

Betroffenen soll mit Mitteln aus dem Katastrophenfond des Finanzministeriums geholfen werden.

Schwere Hagelunwetter haben am Dienstagabend in Oberösterreich und Salzburg zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt. Betroffen waren vor allem der Flachgau und das oö. Seengebiet. "Ein einzelnes Schadensereignis wie noch nie in der Geschichte der Österreichischen Hagelversicherung", beschrieb es deren Chef Kurt Weinberger. Der Schaden belaufe sich allein in der oberösterreichischen Landwirtschaft auf 22 Millionen Euro.

Die Gewitterfront mit "bis zu hühnereigroßen Hagelschloßen" habe eine Fläche von 40.000 Hektar Acker-, Obst- und Gemüsekulturen sowie Grünland schwer geschädigt, berichtete der oö. Landesleiter Wolfgang Winkler. "Binnen weniger Minuten wurden landwirtschaftliche Kulturen regelrecht gehäckselt."

Kurz sagt Hilfe zu

Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte noch am Mittwochvormittag den Betroffenen Hilfe zu:  „Heute Vormittag habe ich mit den Landeshauptleuten von Salzburg und Oberösterreich telefoniert und mich über die Situation nach den heftigen Unwettern der vergangenen Nacht in beiden Bundesländern informiert", so der Kanzler.

"Die Unwetter haben ein Bild der Verwüstung und enorme Schäden hinterlassen. Derzeit laufen die Aufräumarbeiten und die Schadenserhebung. Ich habe Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Landeshauptmann Thomas Stelzer die Unterstützung des Bundes zugesichert. Wir werden den betroffenen Menschen, die unverschuldet in eine Notlage geraten sind, mit Mitteln aus dem Katastrophenfond des Finanzministeriums helfen. Ich möchte mich bei allen Einsatzkräften, den Feuerwehren, Blaulichtorganisationen und allen freiwilligen Helfern für ihren Einsatz in der vergangenen Nacht sowie für die laufenden Aufräumarbeiten bedanken.“
 

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Sonnig, Nebel, im W mehr Wolken, 6/15°

Die zuvor noch für den Westen wetterbestimmende Störung zieht sich nach Westeuropa zurück, damit steigt der Luftdruck im Ostalpenraum allgemein an. In manchen Becken und Tälern gibt es zunächst Nebel- und Hochnebelfelder, die sich zum Teil erst um die Mittagszeit lichten. Abseits und nach Auflösung des Nebels ist es überwiegend sonnig, es zeigen sich oft nur dünne hohe Wolkenfelder am Himmel. Ganz im Westen kann die vorherrschende südliche Strömung aber verstärkt Wolken an die Alpensüdseite drücken. Dazu kommt über den Bergen im Westen teils föhniger Südwind auf. Ansonsten weht der Wind meist schwach bis mäßig, im westlichen Donauraum abschnittsweise lebhaft aus östlichen Richtungen. Die Temperatur erreicht Höchstwerte meist zwischen 11 und 20 Grad.
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