31. Juli 2020 | 18:09 Uhr

Fiaker © TZOe Singer

Dienstfrei ab 35-Grad

Grüne & VGT fordern neue Hitze-Regelungen für Fiaker

''Die Tiere stehen am Residenzplatz fast den ganzen Tag im Schatten des Doms. Viele der Gassen wo wir fahren, liegen auch nicht in der prallen Sonne. Wir fahren auch nicht im Trab, sondern im Schritt.''

Salzburg. Die Fiaker in der Stadt Salzburg sind angesichts des heißen Wetters am Freitag gleich von zwei Seiten unter Beschuss gekommen. Sowohl die grüne Bürgerliste wie der Verein gegen Tierfabriken (VGT) forderten heute in Aussendungen eine neue Hitzeregelung für die Pferde und das mittelfristige Aus für die "überholte Touristenattraktion". Die Kutscher selbst reagierten auf die Forderungen gelassen.
 
"Die Pferde sollen bereits ab 30 Grad Celsius hitzefrei bekommen - und zwar gemessen am Residenzplatz, wo die Fiaker tatsächlich stehen", erklärte Bürgerlisten-Gemeinderat Bernhard Carl. Für die 35-Grad-Grenze galt zuletzt immer die an der Wetterstation in Salzburg-Freisaal gemessene Temperatur. "Die Stadt muss sich die Frage stellen, ob Fiaker im Sinne des Tierschutzes noch tragbar sind, oder ob es nicht eher an der Zeit ist, davon Abstand zu nehmen."
 
In die gleiche Kerbe schlug auch der VGT: "Die enorme Hitze erhöht zusätzlich die Unfallgefahr". Die Tierschutzorganisation veröffentlichte am Freitag ein Foto eines offenbar in der Vorwoche zu Sturz gekommenen Fiakerpferds. "Die Fiakerfahrerin setzte danach die Fahrt fort. Erst, als die Fahrgäste ausgestiegen waren, warf sie kurz einen Blick auf ihr Pferd", hieß es in der Aussendung. Der VGT will nun beim Magistrat urgieren, den Gesundheitszustand des Tiers zu überprüfen und plädierte ebenfalls für eine neue Hitzeregelung. "In Innsbruck gilt bereits eine Hitze-Grenze von 32 Grad, in Rom und Berlin von 30 Grad."
 
Franz Winter, der Obmann der Salzburger Fiaker-Vereinigung, sagte gegenüber der APA, man müsse sich um die Pferde bei den aktuellen Temperaturen keine Sorgen machen. "Die Tiere stehen am Residenzplatz fast den ganzen Tag im Schatten des Doms. Viele der Gassen wo wir fahren, liegen auch nicht in der prallen Sonne. Wir fahren auch nicht im Trab, sondern im Schritt." Außerdem sei man in den vergangenen Sommer etliche Male nicht ausgerückt, wenn es heiß war, die Temperaturen die 35 Grad trotzdem nicht erreicht haben.

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Im O und S sonnig, sonst Gewitter, 17/34°

In der Osthälfte scheint noch für ein paar Stunden die Sonne. Vom westlichen Bergland ausgehend werden jedoch Quellwolken immer mächtiger und mit diesen gehen schließlich erste Regenschauer und Gewitter nieder, die sich in der Folge in Richtung Osten und Südosten ausbreiten. Während es im äußersten Osten mitunter sogar trocken bleibt, liegt der Niederschlagsschwerpunkt generell über den Alpengipfeln. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Süd bis West, in Gewitternähe muss aber stellenweise mit kräftigen Böen gerechnet werden. Mit 26 bis 37 Grad sind die Nachmittagstemperaturen erreicht, am wärmsten weiter im Osten. Heute Nacht: Während der Abendstunden gehen über dem westlichen und südwestlichen Bergland noch verbreitet, überall sonst nur noch vereinzelt Regenschauer und Gewitter nieder. Stellenweise können diese auch kräftig ausfallen. Bis nach Mitternacht lassen die Niederschläge aber insgesamt nach und die Wolken lockern mehr und mehr auf. Der Wind weht abseits von Schauern und Gewittern überwiegend schwach aus unterschiedlichen Richtungen. In Schauer- und Gewitternähe können mitunter lebhafte bis kräftige Sturmböen auftreten. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen 15 und 23 Grad.
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