06. November 2017 | 23:24 Uhr

Winter Schladming Planai © Facebook/Planai

Autolenker völlig unvorbereitet

Frühstart in den Winter: 57 cm Neuschnee

Eine Kaltfront und ein ­Tiefdruckgebiet nehmen uns derzeit mächtig in die Zange.

Da kamen das erste Mal so richtig Wintergefühle auf: Vielerorts über Nacht sorgten gestern ein mächtiges Genuatief und eine Kaltfront im Norden für den ­ersten heftigen Schneefall dieser Saison. Die Folge: Am Pitz­taler Gletscher maß die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg) in 24 Stunden gleich 57 cm Neuschnee, auf der Rudolfshütte fielen 40 cm und auch am Semmering, am ­Ossiacher See oder in Villach war es das erste Mal so richtig angezuckert (siehe Fotos).

Kitzbühel jubelt: »Frau Holle war ziemlich aktiv«

„Im Westen schneite es bis auf 800 Meter, über 1.000 ­Meter wurde es erstmals winterlich“, zieht Wetter­experte Thomas Turecek im Gespräch mit ÖSTERREICH eine erste Bilanz. Ungewöhnlich sei ein solcher Wintereinbruch Anfang November aber nicht.

Fix in jedem Fall: Gerade in den Skigebieten sorgt der Neuschnee jetzt für Jubelstimmung. „Es geht loooos“, posteten Mitarbeiter der ­Planai-Seilbahn inklusive Foto auf Facebook. Ab Freitag startet hier der Betrieb. Auch aus Kitzbühel gab es erste Schneefotos. Kommentar: „Frau Holle war ganz schön aktiv!“

Schneeketten-Plicht und Dutzende Verkehrsunfälle

Gleichzeitig sorgte der Schnee mancherorts aber für heftige Verkehrsbehinderungen – besonders in ­Vorarlberg, Tirol, Kärnten und der Steiermark. In ­Ost­tirol musste die Drautal­straße komplett gesperrt werden, nachdem ein Lkw-Lenker auf Schneefahrbahn die Kontrolle verloren hatte. Unter anderem auf der Brennerautobahn (A13) galt für Lastwagen Schneekettenpflicht, ebenso wie in Teilen des Ötztals und auf der ­Silvretta-Hochalpenstraße.

Weiße Weihnachten 2017 weniger wahrscheinlich

47 Tage vor dem Heiligen Abend sinkt die Wahrscheinlichkeit für Schnee am 24.12.

Für viele gehört Schneefall am 24. Dezember zu Weihnachten wie der Christbaum, Geschenke oder das Zusammensein mit den Liebsten. Aber: Heuer dürfte die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten noch niedriger als sonst liegen!

Weiße Weihnachten sehr selten. Laut Statistik lag in den letzten Jahren die Wahrscheinlichkeit in den Landeshauptstädten für eine geschlossene Schneedecke zwischen 13 % (Eisenstadt) und 39 % (Innsbruck). Und: Meteorologen gehen für kommenden Dezember eher von „überdurchschnittlich warmen Temperaturen“ aus.

So sicher ist eine weiße Weihnacht

  1. Innsbruck 39 %

  2. Klagenfurt 39 %

  3. Salzburg 30 %

  4. Bregenz 26 %

  5. Wien 22 %

  6. St. Pölten 22 %

  7. Graz 22 %

  8. Linz 17 %

  9. Eisenstadt 13 %

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Wechselnd bewölkt. 2/7°

Von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich wechseln heute Sonntag Wolken und kurze sonnige Phasen ab. Dazu ziehen im Norden immer wieder kurze Regenschauer durch, die am Nachmittag das Wald- und Mostviertel erreichen. Im Westen setzt ebenfalls flächendeckender Regen ein, Schneefallgrenzen zwischen 1300 und 1800m. Im Osten und Süden halten sich über den Niederungen und Becken teils zähe Nebelfelder. Außerhalb der Nebelzonen sowie oberhalb von 900m scheint zeitweise die Sonne. Schwach windig aus Südost bis West. Nachmittagstemperaturen 3 bis 11 Grad. Heute Nacht: Während der Nacht breitet sich nördlich der Alpen Regen bis zum Morgen in den Osten aus. Ganz vereinzelt ist in Kaltluftseen auch noch gefrierender Regen möglich. Die Schneefallgrenze schwankt zwischen 1500 und 2200m. Niederschlagsfrei bleibt es südlich des Alpenhauptkammes. Bei schwachem bis mäßigem Wind aus Südost bis West kühlt es auf minus 2 bis plus 7 Grad ab.
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