03. November 2015 | 09:50 Uhr

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Inversion

Frost in den Tälern, Wärme-Rekord auf den Bergen

Bibber-Wetter im Flachland, T-Shirt-Wetter auf den Bergen.

Das beständige Hoch "Tomoka" sorgt nicht nur für ruhiges Herbstwetter, sondern auch für eine Inversionswetterlage.

Im Flachland und in den Tälern kühlen die Temperaturen in der Nacht stark ab. In vielen Landeshauptstädten war es in der Nacht auf Dienstag schon richtig frostig: In Wien (Mariabrunn, Tiefstwert in der vergangenen Nacht -2,1 Grad), St. Pölten (-1,8°), Graz (-2,5°), Salzburg (-1,4°) und Klagenfurt (-1,7°).

Auf den Bergen hingegen gibt es neue Temperaturrekorde. Auf dem sonst eher als Kältepol bekannten Kolomannsberg in Salzburg lag der Tiefstwert der vergangenen Nacht bei plus 12,5 Grad, auf der Hohen Wand in Niederösterreich gar bei plus 14,1 Grad.

Grund für die Temperaturumkehr ist Inversion. Bei windschwachem Hochdruckwetter im Herbst und Winter kühlen sich die bodennahen Luftschichten in den langen Nächten stark ab. Und weil kalte Luft schwerer ist als warme Luft, sammelt sich diese Kaltluft in Mulden, Senken und Flußtälern, wo sich dann häufig Nebel bildet.

Schafft es die Sonne tagsüber nicht mehr, diese Kaltluftseen ausreichend zu erwärmen, so löst sich der Nebel nicht mehr auf. Gleichzeitig ist es auf den Bergen häufig sonnig und mild, denn die leichtere, weil wärmere Höhenluft liegt nun wie ein Kochtopfdeckel über der kalten Nebelluft.

Eine ausgeprägte Inversionswetterlage wird erst mit Annäherung von Schlechtwettergebieten aufgelöst, weil der dann stärkere Wind dann die beiden unterschiedlichen Luftschichten durchmischt und so den Nebel auflöst.
 

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