31. März 2024 | 13:06 Uhr

Föhnsturm © Facebook/Feuerwehr Hohenems

Unwetter-Warnung

Föhnsturm: Alarmstufe Rot in fast ganz Österreich

Heute Abend erreicht der Föhnsturm allmählich seinen Höhepunkt – auf den Berggipfeln sind Orkanböen von bis zu 170 km/h möglich, in den Tälern wehen Sturmböen mit über 100 km/h.

Die Südföhnlage dauert auch am Ostersonntag an. Entlang und südlich des Alpenhauptkammes von Vorarlberg bis nach Oberkärnten ist es oft wolkenverhangen und zumindest zeitweise ist mit Regen zu rechnen. Die Schneefallgrenze pendelt zwischen 1.900 und 2.300m Seehöhe. Im übrigen Österreich ziehen teils kompakte Wolkenfelder durch, zeitweise kommt aber auch die Sonne zum Vorschein und es bleibt niederschlagsfrei. Dabei ist es weniger trüb als zuletzt. Der Wind weht teils mäßig, im Osten lebhaft bis kräftig aus Südost bis Südwest. Entlang der Alpennordseite greift starker bis stürmischer Südföhn durch. Nachmittagstemperaturen meist 17 bis 24 Grad, im Südwesten kühler mit 11 bis 16 Grad.

Föhnsturm: Rote Warnstufe in diesen Bundesländern

Laut dem privaten Wetterdienst "uwz" herrscht wegen des Sturms für Teile der Bundesländer Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark und Kärnten die Unwetter-Warnstufe Rot. Der Sturm-Schwerpunkt liegt zunächst im Westen und verlagert sich schließlich in die Tauern.

Föhnsturm: Alarmstufe Rot © uwz

Zwar herrscht auch in Wien und dem Burgenland teils starker Wind, die beiden östlichsten Bundesländer dürften aber vom Schlimmsten verschont bleiben.

Land Tirol bekräftigt Warnungen wegen stürmischen Wetters

Die Feuerwehren verzeichneten seit Freitag über 110 Einsätze, Personen kamen nach bisherigen Informationen keine zu Schaden. Vor allem umgestürzte Bäume sorgten bisher zur zeitweisen Verlegung von Straßen und Wegen. So bleibt beispielsweise die L 210 Hechtseestraße bis auf Weiteres gesperrt, da am Nachmittag Absicherungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen, informierte das Land.

Sicherheitslandesrätin Astrid Mair appellierte an die Tiroler Bevölkerung, auch weiterhin vorsichtig zu sein: "Die Osterfeiertage laden dazu ein, Ausflüge zu machen oder Aktivitäten im Freien zu unternehmen. Ein Aufenthalt in Wäldern, Alleen oder Parks sollte jedoch hinsichtlich des starken Sturms jedenfalls gemieden werden."

Appell: Osterfeuer der Leitstelle Tirol vorab zu melden

Vonseiten des Landes wird zudem appelliert, Osterfeuer bzw. Zweckfeuer der Leitstelle Tirol vorab zu melden. Bereits kleine Zündquellen können aufgrund der teilweise trockenen Böden und des Sturms dramatische Auswirkungen haben und zu gefährlichen Waldbränden führen. Das bewahrheitete sich zuletzt am Samstagnachmittag in Stummerberg im Zillertal, wo nach einem außer Kontrolle geratenen Osterfeuer eines 76-Jährigen die Feuerwehr ausrücken und einen Waldbrand löschen musste.

Das stürmische Wetter in Tirol hat auch ganz profane Auswirkungen. Das sogenannte "Top of the Mountain Easter Concert" mit Nina Chuba in Ischgl musste aus Sicherheitsgründen auf Ostermontag verschoben werden. Die Tickets sind weiterhin gültig.