13. September 2016 | 20:20 Uhr

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10 Grad zu warm

Dieser Herbst schlägt alle Rekorde

Bis zu 30 Grad: Österreich ist jetzt Hitzepol Europas ++ Aber Freitag kommt der Regen

Keine Wolke am Himmel, Temperaturen jenseits der 30 Grad, und ein Ende des Sommers ist erst am Ende der Woche in Sicht. Gleich zwei Hochdruck­gebiete über Nord- und Osteuropa („Lukas“ und „Karl“) sorgen nach den teils heftig verregneten letzten Wochen derzeit für schönstes Sonnenwetter. Die Details:

  • 10 Grad zu warm
    In gleich mehreren Landeshauptstädten wird es am Mittwoch und am Donnerstag noch einmal um bis zu zehn Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Üblich wären statt 30 Grad beispielsweise in Wien aktuell eher 16 Grad. Möglich sogar, dass wir derzeit den heißesten September aller Zeiten erleben (siehe unten).

Heute hängen wir Madrid, Rom und Ibiza locker ab

  • Bei uns am wärmsten
    Mit ­einer derartigen Hitzewelle lassen wir sogar etliche ­Mittelmeerdestinationen alt aussehen. In Madrid werden heute nur 19 Grad, in Rom und auf Ibiza „nur“ 25 Grad erwartet.

Am Wochenende Regen, Kälte und sogar Schneefall

Fix ist allerdings: Auch wenn wir uns derzeit vielleicht über das schöne Wetter freuen, ist es doch eher ein schlechtes Zeichen, das auf die globale Erderwärmung durch den Klimawandel hindeutet (siehe Interview rechts). Und schon am Freitag dürfte es mit den sommerlichen Temperaturen endgültig vorbei sein.

Bereits ab Freitag zieht von Westen her ein neues Tiefdruckgebiet ins Land, das teils heftige Regenschauer und Gewitter im Gepäck hat. Die Temperaturen purzeln auf höchstens 20 Grad, im Westen sind am Sonntag maximal 13 Grad und Schneefall bis auf 1.700 Meter möglich.

Experte: »Jahr für Jahr Temperatur-Rekorde«

ÖSTERREICH: Herr Dr. Veulliet, lässt sich die aktuelle Hitzeperiode bereits auf den Klimawandel zurückführen?

Eric Veulliet: Klima ist ­etwas, das man nicht nur über einen Sommer, sondern über Jahrzehnte betrachten muss. Trotzdem folgt dieser Sommer einem zu erwartenden Trend: Die Temperaturen nehmen zu, Warmphasen und Vegetationsphasen verlängern sich. Wenn man sich diese Szenarien anschaut, ist zu befürchten, dass es sich um Auswirkungen des Klimawandels handelt.

ÖSTERREICH: Ist der Klimawandel Ihrer Meinung nach noch zu stoppen?

Veulliet: Wir müssen dramatisch etwas tun, aber die Ernsthaftigkeit des Problems ist in der Wirtschaft und der Bevölkerung noch nicht bei allen angekommen.

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