19. August 2022 | 16:17 Uhr

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Straßen überflutet

Bregenz: 192 Liter Regen pro Quadratmeter in nur 24 Stunden

Im Westen Österreichs reißt der Starkregen auch am Freitag nicht ab. 

Während es im gesamten Zeitraum Juli und August bis gestern nur 130 Liter pro Quadratmeter geregnet hat, wurden alleine in den vergangenen 24 Stunden bereits 192 Liter Niederschlag registriert. Videos auf Twitter zeigen bereits überflutete Straßen in Bregenz – und auch die Feuerwehr ist in Vorarlberg immer noch im Dauereinsatz. 

 

 

 

Nach Angaben der ZAMG verzeichnete Feldkirch in den vergangenen zwölf Stunden Niederschlagsspitzen von bis zu 120 Liter pro Quadratmeter, in Dornbirn und Bregenz waren es 114 Liter. Dabei ergaben sich regional große Unterschiede, so fielen etwa in Sulzberg (Bregenzerwald) zunächst nur 16 Liter. In ihrer Regenwarnung hatte die ZAMG verbreitet Niederschlagsmengen von 50 bis 80 Liter prognostiziert, punktuell könnten aber auch bis zu 150 Liter pro Quadratmeter zusammen kommen. Noch bis zum Abend seien kräftige Regenfälle zu erwarten, in der Nacht sollten diese dann in Schauer mit vereinzelten Regenpausen übergehen, hieß es aus der ZAMG am Nachmittag. Eine Beruhigung sei für Samstag zu erwarten.

Laut der Vorarlberger Landeswarnzentrale fielen im Rheintal in sechs Stunden bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter, das sei "eine absolute Ausnahme". Solche statistischen Ausreißer kämen aber in den Langzeitmodellen immer wieder einmal vor, so Fachbereichsleiter Franc Magnes. Flutereignisse an den großen Flüssen erwarte man derzeit nicht, da die Flüsse zuvor Niedrigwasser geführt hatten. Kleinräumig seien allerdings Bäche über die Ufer getreten. Im Rheintal sei die größte Intensität der Niederschläge am Nachmittag überschritten worden, man rechne mit einer Verlagerung in den Bregenzerwald. Zudem sei laut den Prognosen ein Ende absehbar.

Entspannte Lage in Tirol

In Tirol waren bis Freitagmittag keine nennenswerten Unwetter-Einsätze zu verzeichnen. Im Westen des Landes regnete es zunächst nur leicht, im Innsbrucker Zentralraum und im Unterland war es vorerst nur teils stark bewölkt. Für den Tagesverlauf wurde aber anhaltender, stärkerer Regen prognostiziert. Die größten Regenmengen sollen wahrscheinlich nördlich des Inn, an der Grenze zu Bayern, fallen. In der Nacht auf Samstag soll sich der Niederschlagsschwerpunkt stärker ins Unterland verlagern.
 

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Sehr sonnig, kaum Wolken, 7/22°

In der Osthälfte scheint die Sonne weitgehend ungestört, in Tirol und Vorarlberg ziehen etwas mehr Wolken durch und hier muss auch mit dem einen oder anderen Regenschauer gerechnet werden. Der Wind weht überwiegend schwach aus südlichen Richtungen, im Nordosten kann er auch mäßig auffrischen. Nachmittagstemperaturen 19 bis 25 Grad. Heute Nacht: In den Abendstunden geht es im Osten zunächst noch oftmals gering bewölkt weiter, in der Nacht ziehen dann regional vermehrt kompaktere Wolken durch. Im Westen halten sich zu Beginn noch länger Restwolken und anfangs kann in Tirol auch noch der eine oder andere letzte Regenschauer niedergehen. In der Früh lockert es dann größtenteils auf. Der Wind weht schwach aus südlichen Richtungen. Tiefsttemperaturen der Nacht 2 bis 11 Grad.
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