27. Juni 2017 | 09:05 Uhr

Königspython Stockerau © APA/LPD NIEDERÖSTERREICH/PRIVAT

Wegen wechselhaften Wetters

Auffallend viele Schlangen in unseren Gärten

Dieses Jahr habe die Reptilienauffangstelle etwa doppelt so viele Einsätze wie sonst.

Da das Wetter in diesem Jahr äußerst wechselhaft ist, werden die österreichischen Gärten zurzeit von Schlangen regelrecht überflutet. Wie Hans Esterbauer vom Oberösterreichischen Verband für Vivaristik und Ökologie erst am Montag erklärte, habe er seit April dieses Jahres 18 Schlangen alleine aus einem einzigen Garten bei Steyr entfernt.

Auch Expertin Helga Happ von der Reptilienauffangstelle für das Land Kärnten erklärte gegenüber "Stern.de", dass es sich dieses Jahr um auffallend viele Schlangen handle. "Wir hatten etwa doppelt so viele Einsätze wie sonst." Meist handle es sich bei den Tieren um Äskulap- oder Ringelnattern, die über einen Meter lang werden können. Doch erst am Sonntag wurde eine Königspython in der Donau-Au gefangen (siehe Bild).

Wechselhaftes Wetter als Ursache

Die Ursache für die vielen Schlangen sieht Happ im Wetter. "Im März hatten wir erst einen Wärme-, dann einen Kälteeinbruch", gab sie gegenüber dem Nachrichtenportal an. Durch die warmen Temperaturen seien die Schlangen früher als sonst aus der Winterstarre erwacht.

Als die Kälte zurückkam, brauchten sie schon ihre Reserven, sodass sie jetzt ums Überleben kämpfen müssen. Aus diesem Grund machen die Tiere nun warme Orte wie Terrassen, Gärten oder Flure zu ihren Rückzugsstätten.

Keine Angst erforderlich

Fürchten brauche man sich vor den Tieren jedenfalls "überhaupt nicht", so Happ. "Manche Leute haben die Schlangen grausam zerhackt in ihrer Angst." Die Tiere stünden jedoch unter Artenschutz.

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Sonnig, im Osten auch Wolken, 6/19°

Eine Störungszone sorgt für dichte Wolkenfelder und Regenschauer, vor allem zwischen dem Tiroler Unterland und dem Mariazellerland. Die Schneefallgrenze kann zeitweise auf rund 2000m Seehöhe absinken. Sonnige Himmelsabschnitte sind im Südwesten und Westen möglich. Zudem lockert die Wolkendecke zunächst in Ober- und Niederösterreich, später auch in den übrigen Regionen nach und nach auf. Dabei kommt auch wieder die Sonne hervor. Es ist aber weiterhin mit Regenschauern und mitunter auch Gewittern zu rechnen. Der Wind bläst vielerorts mäßig bis lebhaft, in höheren Lagen auch kräftig, aus West bis Nordwest. Im Süden und Südosten bleibt es dagegen nur schwach windig. Die Nachmittagstemperaturen liegen zwischen 13 und 23 Grad, mit den höchsten Werten im Süden und in Vorarlberg. Heute Nacht: In den Abendstunden klingen die Schauer abseits der Berge weitgehend ab und auch die Wolkendecke lockert hier weitgehend auf. In den Bergen halten sich die Wolken noch länger und es kann auch noch bis in die Nacht hinein zu Regenschauern kommen. Erst in der zweiten Nachthälfte lockert es auch hier meist auf. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Bergland teils noch lebhaft aus Nordwest. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen 1 und 10 Grad.
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