13. Juli 2018 | 11:26 Uhr

hitze.jpg © APA/BARBARA GINDL

AUVA warnt

Achtung! Durch Hitze steigt die Unfallgefahr

Konzentrations- und Leistungsfähigkeit nehmen vor allem durch Flüssigkeitsmangel ab.

Insbesondere auf Baustellen und im Verkehr besteht bei erhöhten Temperaturen eine höhere Gefahr für Unfälle. Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sinken bei Hitze, gleichzeitig ist die Belastung für den Organismus höher - eine gefährliche Kombination, warnte die AUVA am Freitag.

"Reaktionsgeschwindigkeit und Koordinationsfähigkeit sinken bei Temperaturen von 30 Grad um ein Viertel, bei 35 Grad ist bereits mit einer Leistungseinbuße von 50 Prozent zu rechnen", erläuterte Sonja Rustler, Präventionsexpertin der AUVA in einer Aussendung. Die Ursache für die Abnahme der Leistungsfähigkeit liege im Flüssigkeitsmangel, bedingt durch starkes Schwitzen. Laut Unfallstatistik der AUVA steigt bei Arbeiten im Freien - also überwiegend im Bauwesen - vor allem in den Sommermonaten Juli und August. Auch im Straßenverkehr gebe es bei hohen Temperaturen mehr Verkehrsunfälle im Ortsgebiet, bedingt durch Konzentrationsmangel und Müdigkeit. Auf längeren Autofahrten soll daher neben der Flüssigkeitszufuhr auf regelmäßige Pausen im Freien geachtet werden, möglichst auf einem schattigen Parkplatz.

Gefahr vor Sonnenstich oder Hitzeschlag

Bei mehr als 30 Grad Lufttemperatur und mittelschwerer bis schwerer Arbeit wird empfohlen, alle 20 Minuten ca. einen Viertelliter Flüssigkeit zu trinken. Die besten Durstlöscher sind Wasser, ungesüßter Tee oder isotonische Getränke. Da bei Arbeiten im Freien unter großer Hitze die Gefahr von Sonnenstich oder Hitzschlag sowie Haut- und Augenerkrankungen besonders groß ist, sollte die Ausrüstung eine UV-Schutzbrille, Schirmkappe oder - wo notwendig - einen Schutzhelm mit Nackenschutz beinhalten. Keinesfalls sollte mit nacktem Oberkörper gearbeitet werden. Ideal sind T-Shirts aus atmungsaktivem Material und die Verwendung passender Sonnenschutzmittel. Der Arbeitsplatz sollte vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt bzw. der Arbeitsbeginn in die kühleren Morgenstunden vorverlegt werden. Zusätzliche Pausen geben dem Körper Möglichkeit zur Regeneration. Über die Fortführung oder Entfall der Arbeit bei Hitze entscheidet der Arbeitgeber, rechtlichen Anspruch auf Hitzeferien gebe es nicht.

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Schnee und teils gefr. Regen, -10/+1°

Zu Beginn der Arbeitswoche zieht eine Warmfront von Westen her über Österreich. Bereits während der Morgenstunden setzt leichter Schneefall in Vorarlberg und dem Tiroler Oberland ein, der sich bis zum Nachmittag entlang der Alpennordseite nach Osten ausbreitet. Mit der Warmfront steigen die Schneefallgrenzen von Westen her ebenfalls rasch an, damit ist nördlich des Alpenhauptkammes tagsüber verbreitet mit gefrierendem Regen auf den noch gefrorenen Böden zu rechnen. Südlich des Alpenhauptkammes bleibt es meist niederschlagsfrei. Ganz im Nordosten geht der Schneefall erst in der Nacht auf Dienstag in Schneeregen oder Regen über. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Süd bis West. Frühtemperaturen minus 18 bis minus 5 Grad. Tageshöchsttemperaturen zwischen minus 1 Grad im Osten und plus 4 Grad im Westen.
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