20. Oktober 2023 | 16:15 Uhr

Sturm-Warnung © GeoSphere Austria

Wetter-Warnung

200-km/h-Orkan: Alarmstufe Rot in zwei Bundesländern

Über dem Ostalpenraum hat sich eine kräftige Südföhnsituation entwickelt – regional wurde die höchste Warnstufe aktiviert, berichtet der Wetterdienst GeoSphere Austria.

An der Alpensüdseite staut sich zunehmend kompakte Bewölkung und von Osttirol bis Oberkärnten regnet es häufig. Im Tagesverlauf kommt es dort im Zuge einer Kaltfront auch zu Schauerlinien mit lokalem Starkregen und vereinzelt auch zu Blitz und Donner. Auch im übrigen Österreich zeigen sich viele Wolken und die Sonne kommt nur vorübergehend zum Vorschein. Mit Föhnzusammenbruch ziehen von der Schweiz Schauer herein und auch im Süden breiten sich Schauer weiter ostwärts aus.

Der Wind bläst über den Bergen im Westen teils orkanartig und kann in den typischen Föhntälern der Alpennordseite wiederholt sehr stürmisch durchgreifen. Weiter nach Osten und Südosten weht der Wind zeitweise lebhaft bis stark, im Bergland auch stürmisch.

Alarmstufe Rot in zwei Bundesländern

Stürmischer Südföhn hat am Freitag (Stand bis 13.00 Uhr) am Tiroler Patscherkofel für Windspitzen bis fast 200 km/h gesorgt. 197 km/h ist der vierthöchste Wert überhaupt hier seit Wind-Messbeginn 1977. Für das hintere Zillertal, und in Salzburg für Teile des Pinzgaus und Pongaus gab Geosphere Austria die höchste Warnstufe "Rot" aus, teils galt weiter "Orange".

 

In den roten Warngebieten sind laut Wetterexperten folgende Sturm-Auswirkungen möglich:

  • Große Äste können abbrechen, vereinzelt können auch Bäume entwurzelt werden.
  • Umgestürzte Bäume können Stromausfälle verursachen.
  • Im Straßen-, Schienen- und Flugverkehr ist mit Verzögerungen zu rechnen.
  • Stark erhöhte Unfallgefahr durch Seitenwind im Straßenverkehr, insbesondere auf Brücken und exponierten Straßenzügen
  • Dachziegel können herunterfallen oder Vordächer beschädigt werden.
  • Kranarbeiten sind nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. 

Erst Freitagabend schwächt sich der Föhn von Westen her wieder ab. Mit dem Föhn wird es vielerorts sehr mild. Tageshöchsttemperaturen 15 bis 25 Grad.

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Erst sonnig, dann Quellungen und Schauer, 1/13°

Nebel- und Hochnebelfelder lichten sich stellenweise, etwa im Donauraum und im Mürztal, erst gegen Mittag. Abseits davon und nach Nebelauflösung ist es gebietsweise sonnig, aber es gibt auch größere Wolkenfelder. Am Nachmittag bilden sich besonders über dem Bergland im Westen und Südwesten zudem einige Quellwolken, die mitunter kleinräumige Regen- bzw. oberhalb von rund 1600m Seehöhe Schneeschauer hervorbringen. Meist ist es schwach windig.Tageshöchsttemperaturen 9 bis 16 Grad. Heute Nacht: Im Großteil des Landes geht es trocken und gering bis aufgelockert bewölkt durch die Nacht, nur im Süden und über der Landesmitte gibt es regional mehr Wolken. Zum Morgen hin bilden sich allerdings einige Nebel- oder Hochnebelfelder. Der Wind weht schwach. Tiefsttemperaturen minus 4 bis plus 5 Grad.
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