16. September 2024 | 10:52 Uhr

Kapelln © APA/HELMUT FOHRINGER

12 Dammbrüche

13 Gemeinden in NÖ nicht erreichbar

LH Mikl-Leitner: „Wir sind weiter immens gefordert, die Lage ist weiterhin kritisch 

Niederösterreich sei "weiter im Krisenmodus", sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Montagvormittag nach einer weiteren Lagebesprechung in Tulln. Sie wies darauf hin, dass neuerlich starke Regenfälle prognostiziert seien. Die Situation sei "sehr angespannt, sehr kritisch". An die Bevölkerung richtete die Landeshauptfrau den Aufruf, von nicht notwendigen Fahrten Abstand zu nehmen, um sich einerseits nicht selbst zu gefährden und andererseits die Sicherheitskräfte nicht zu behindern. "Es bleibt kritisch, es bleibt dramatisch." 

Mikl © APA

 

Die Polizei hatte bereits zuvor "aus gegebenem Anlass" dringend appelliert, bestehende Fahrverbote und Absperrungen im Zusammenhang mit der Hochwassersituation in ganz Niederösterreich "zu beachten und nicht mit Fahrzeugen in gesperrte Gefahrenbereiche einzufahren". Den Anweisungen der Einsatzkräfte sei "unbedingt Folge zu leisten". Nicht zuletzt wies die Landespolizeidirektion Niederösterreich explizit darauf hin, "dass die hochwasserführenden Flüsse nach wie vor lebensgefährliche Bereiche darstellen".
 

Emmersdorf © APA/FEUERWEHR EMMERSDORF

13 Gemeinden nicht erreichbar

Die Einsatzkräfte würden Übermenschliches leisten, sagte Landesvize Stephan Pernkopf (ÖVP). Es gebe zwölf Dammbrüche im Land, die Dammwachen würden verstärkt. Bis zu weitere 80 Liter Regen pro Quadratmeter könnten punktuell bis Dienstagfrüh fallen, die Böden seien indes völlig gesättigt. 13 Gemeinden waren Montagvormittag nicht erreichbar, 1.800 Objekte sind evakuiert worden. Viele Betroffene seien bei Verwandten untergekommen. 170 Menschen hätten organisierte Unterkünfte benötigt.

 

Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner bezeichnete u.a. den Bereich des Sportzentrums NÖ in St. Pölten als einen weiteren Einsatz-Hotspot neben Hadersdorf am Kamp (Bezirk Krems-Land). Black Hawks-Hubschrauber sollten weiter "Big Packs" abwerfen. Es gebe Tausende Objekte, die leergepumpt werden müssten. In den Regionen, in denen das Wasser zurückgehe, werde man die Arbeiten aufnehmen. In einigen Bezirken könne man auch schon gemeinsam mit dem Bundesheer mit den Aufräumarbeiten beginnen. Fast 800 Menschen seien u.a. mit Hubschraubern gerettet worden.

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Am Vormittag gibt es noch ein paar letzte Schauer und Restwolken, die sich aber zunächst auflösen und abziehen. Dann setzt sich überwiegend sonniges Wetter durch, bevor erneut Quellwolken entstehen und weitere Schauer, mitunter auch Gewitter entstehen. Die meisten Schauern sind von Salzburg bis zum Wienerwald zu erwarten. Der Wind weht meist mäßig, im Bergland auch lebhaft aus West bis Nordwest, im Süden bleibt es eher schwach windig. Nachmittagstemperaturen 24 bis 31 Grad. Heute Nacht: Am Abend lösen sich Restwolken vom Nachmittag und letzte Schauer bald auf und dann bleibt es meist sternenklar, vor allem nach Mitternacht. Der Wind weht nur schwach. Tiefsttemperaturen 11 bis 18 Grad.
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