30. August 2019 | 23:24 Uhr

wetterwarnung-stephansdom.png © Facebook/Screenshot

Einschlag auch in Stephansdom

100.000 Blitze in nur zwei Tagen

Die Feuerwehren in ganz Österreich waren gestern und vorgestern im Dauereinsatz.

Wien. „Es liegt derzeit viel Energie in der Luft“, bringt es der Meteorologe der Zamg in Wien auf Punkt. Über weiten Teilen Österreichs schweben Gewitterzellen, die sich aufgrund kaum vorhandener Bewegung in den oberen Luftschichten beharrlich halten und lange an einem Ort verweilen.
 
Große Gefahr. Schon Donnerstagnacht breitete sich von Südwesten kommend ein massives Gewitterband unheilvoll bis auf den äußersten Westen, fast flächendeckend über Österreich aus. Innerhalb von wenigen Stunden registrierte das Blitzforschungsinstitut „Aldis“ mehr als 40.000 Blitzaktivitäten. Mehr als 6.000 davon trafen dabei auf die Erde. Mit gravierenden Folgen: Um exakt 22.49 Uhr schlug ein gewaltiger Blitz in die Spitze des Wiener Stephansdoms ein (siehe Foto unten). Am Johann-Klettersteig am Dachstein (Stmk.) starb ein Bergsteiger, nachdem er von einem Blitz getroffen wurde. Sein Begleiter wurde schwer verletzt. Dramatische Szenen auch in Klagenfurt in Kärnten, wo ein Blitz das Dach eines Einfamilienhauses in Vollbrand setzte.
 
wetterwarnung-stephansdom.png © Facebook/Screenshot
 
blitz2.png © Berufsfeuerwehr Klagenfurt

Gewitterzellen hallten sich beharrlich über Österreich

 
Labile Luftschichten sorgten auch gestern in ganz Österreich für massive Gewitteraktivitäten, wobei diesmal vor allem das Bergland schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Etwa 60.000 Blitze wurden registriert. Damit gab es rund 100.000 Entladungen innerhalb von nur 48 Stunden. Für heute ist erst mal Beruhigung angesagt.
 

Temperatursturz von mehr als 20 Grad

 
Ein letztes Mal noch Badewetter, bevor am Montag Kältewelle von Westen hereinbricht.
 
baden sommer freibad kind © TZOe Fuhrich
 
36 Grad und Sonnenschein: Der Sommer geht an diesem Wochenende noch einmal kräftig in die Vollen. Das Highlight ist der morgige Sonntag mit im ganzen Land nahezu ungetrübtem Sonnenschein. Also wen die Lust am Baden noch nicht verlassen hat: Dieses Wochenende ist das letzte mit derart perfekten Bedingungen dafür.
 

Pünktlich zu Schulstart: Schnee bis 1.000 Meter

Temperatursturz © Getty Images/Fotomontage (Symbolbild)
 
Und als ob es abgesprochen wäre: Zum Ende der Sommerferien in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland rauscht vom Westen eine massive Kaltfront heran. In Vorarlberg und Tirol sinken die Temperaturen am Montag um 20 (!) auf nur mehr 16 Grad. Diese Kältewelle breitet sich am Dienstag bis in den Osten aus. Dazu kommt: Die Schneefallgrenze sinkt auf 1.000 Meter herab.
Aber kein Grund zum Verzweifeln: Bis nächstes Wochenende geht es mit den Temperaturen langsam wieder bergauf.
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