15. März 2017 | 09:50 Uhr

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Pollen-Saison startet

1,6 Millionen in der Allergie-Falle

Immer mehr Menschen scheinen von Allergien betroffen – tatsächliches Leiden oder modische Hysterie?

Die Sonne lacht, die Temperaturen steigen und immer mehr Österreicher leiden unter Nies-Attacken. Denn mit dem auf keimenden Frühling beginnt auch der alljährliche Pollenf lug. Hasel, Erle, Birke & Co. sorgen schon jetzt vielfach für Heuschnupfen. Aber sind Frau und Herr Österreicher wirklich vermehrt Allergie-Patienten?

Pollen starten jetzt

"Kein Mensch weiß es, weil uns einfach die Vergleichszahlen von früher fehlen. Aber es gibt ein verstärktes Allergiebewusstsein", erklärt der Sozialmediziner Michael Kunze im Gespräch mit ÖSTERREICH. Kunze weiter: "Wer früher bei heftigem Niesen zum Taschentuch griff, klagt heute über eine Allergie."

Jeder Fünfte leidet

Offiziell leiden 1,6 Mio. Österreicher an einer Allergie. Das ist jeder Fünfte. Allerdings hat sich diese Zahl seit dem ersten "Österreichischen Allergiebericht" 2006 nicht wirklich verändert. Der Studie wurde seither aber auch nicht wiederholt.

Frauenthema. Fix ist: Frauen leiden häufiger und auch heftiger an Pollen- bzw. Nahrungsmittelallergien und somit auch an Asthma. Das berichtete die MedUni Wien vor einer Woche. Grund dafür: der weibliche Hormonhaushalt und die Anti-Baby-Pille.

Die meisten Allergie-Patienten leben in Wien, Salzburg, Ober-und Niederösterreich. Am wenigsten leiden Burgenländer, Kärntner, Tiroler.

Die häufigsten Allergietests 1/5
Hauttest
Bei den Hauttests (Prick-Test, Pflastertest, Reibetest) werden Proben möglicher Allergene auf die Haut aufgebracht und beobachtet, ob eine allergische Reaktion an dieser Hautstelle (Pusteln, Quaddeln) auftritt.

>> So erkennen und behandeln Sie eine Allergie

Problem Lebensmittel

Deutlich mehr werden die Fälle von Lebensmittelintoleranz. Das liegt an unserem Lebensstil -und zwar gleich in doppelter Weise: Wir essen insgesamt mehr, und auch die Vielfalt der Nahrungsmittel nimmt stark zu. Außerdem, so Kunze, "können wir heute viele Symptome benennen und einordnen". Alles also nur Hysterie? Kunze: "Das ist zu scharf formuliert, aber es gibt ein hohes Bewusstsein." Zu sagen, dass sie unter einer Lebensmittelintoleranz leiden, gehört für viele Menschen heute gewissermaßen zum Lebensstil.

Der Pollen-Kalender

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Albert Sachs

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Schwacher Störungseinfluss sorgt heute am Gründonnerstag für viele dichte Wolken. Die Sonne zeigt sich insgesamt nur selten, öfters jedoch in Vorarlberg sowie im Südwesten des Landes. Aus der Wolkenschicht regnet es im Bereich der Zentralalpen zwischen dem Tiroler Unterland und dem Mostviertel außerdem örtlich. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 700 und 1100m Seehöhe. Der Wind weht oft nur schwach, in den Föhntälern im Süden sowie am Alpenostrand und im Wiener Becken allerdings mäßig bis lebhaft. Die Temperaturen umspannen 5 bis 14 Grad. Heute Nacht: Die Nacht auf Freitag startet dicht bewölkt. Bei einer Schneefallgrenze um 1000m Seehöhe regnet es von Vorarlberg bis Salzburg außerdem noch örtlich. Im Laufe der Nacht lockern die Wolken aber vielerorts auf, nur im Süden und entlang des Alpenhauptkammes halten sich noch länger dichte Wolken. Der Wind weht schwach bis mäßig, in den südlichen Föhnstrichen und entlang des Alpenostrandes teilweise lebhaft aus West bis Nordwest. Die Tiefsttemperaturen der Nacht liegen zwischen minus 2 und plus 8 Grad.
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