10. April 2024 | 10:00 Uhr

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Polwanderung

Verschiebung der Erdachse aufgrund Wasserverbrauchs?

Verschiebt der Grundwasserverbrauch die Erdachse? Die stetige Bewegung der geografischen Pole und damit verbunden die Verschiebung der Erdachse sind längst keine Neuigkeiten mehr. Immer wieder sorgen natürliche und menschengemachte Einflüsse für Veränderungen in diesem sensiblen System. 

Eine kürzlich veröffentlichte Studie aus Südkorea wirft nun die Frage auf, ob der weltweite Grundwasserverbrauch einen signifikanten Beitrag zur Verschiebung der Erdachse leistet.

Zunahme des Meeresspiegels

Die Forscher der Seoul National University haben eingehend untersucht, wie sich die aktuelle Nutzung des Grundwassers auf die Verteilung der Wassermassen auf unserem Planeten auswirken könnte. Ein interessanter Zusammenhang ergibt sich hierbei mit der Polwanderung, die ihrerseits die Lage der Erdachse beeinflusst.

Gemäß Schätzungen von Klimamodellen wurde im 20. Jahrhundert eine beträchtliche Menge Grundwasser abgebaut, was mit einer Analyse des globalen mittleren Meeresspiegels übereinstimmt. Bevor die Argo-Float-Messtechnik Anfang der 2000er Jahre eingeführt wurde, waren Informationen über die Veränderungen des Meeresspiegels begrenzt. Die Rolle des Grundwasserverbrauchs blieb daher weitgehend unbeachtet.

Die Ergebnisse der Studie

Die Studie ergab eine bemerkenswerte Korrelation zwischen der Polbewegung und dem Grundwasserverbrauch. Die Modellierung ergab, dass zwischen 1993 und 2010 etwa 2150 Gigatonnen Grundwasser abgepumpt wurden, hauptsächlich auf der Nordhalbkugel. Dies entspricht einem Anstieg des Meeresspiegels um 6,24mm.

Verlagerung der Wassermassen und Erdachse

Die Verschiebung der Wassermassen, sei es durch Grundwasserverbrauch oder andere Faktoren, beeinflusst die Polwanderung. Dies führt zu einer schrittweisen Verschiebung der Erdachse, ähnlich einer Pendelbewegung.

Frühere Studien haben den menschengemachten Klimawandel als Hauptursache für die Verschiebung der Rotationsachse angesehen. Jedoch zeigt die Studie aus Seoul auf, dass die Eisschmelze und der Grundwasserverbrauch ebenfalls maßgeblich dazu beitragen.

Die Rolle der Kollisionstheorie

Die Neigung der Erdachse wird teilweise auf die Kollisionstheorie zurückgeführt, die besagt, dass die Entstehung des Mondes vor etwa 4,5 Milliarden Jahren die Rotationsachse der Erde beeinflusste.

Bisher hat die Verschiebung der Erdachse keine direkten negativen Auswirkungen auf unser tägliches Leben. Trotzdem sollten wir die Ursachen wie die Eisschmelze und den Grundwasserverbrauch ernsthaft in Betracht ziehen, da sie langfristige Folgen für unser Ökosystem haben könnten.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Ergebnisse dieser Studie weiterentwickeln, insbesondere angesichts der ständig fortschreitenden Datenerhebung und -analyse.

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