17. Juni 2024 | 13:00 Uhr

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Kalifornien

Verheerende Waldbrände: 15.000 Hektar Land zerstört

Kalifornien kämpft erneut gegen verheerende Waldbrände, die in den heißen Sommermonaten rund um Los Angeles ausgebrochen sind.  

Tausende Hektar Land sind bereits betroffen, und zahlreiche Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

 

Waldbrände rund um Los Angeles

Die heißen Sommermonate haben in Kalifornien (USA) brandgefährlich begonnen. Eine Serie von Waldbränden in der Region rund um Los Angeles hat bereits mehr als 14.600 Hektar Land verbrannt. Mehr als 1.200 Menschen sind gezwungen, ihre Häuser zu verlassen.

 

Das schnell wachsende Feuer, das bereits am Samstag gegen 13.45 Uhr (Ortszeit) etwa 100 Kilometer nordwestlich von Los Angeles ausbrach, hält die kalifornische Feuerwehr nach wie vor in Atem. Zeitweise waren etwa 400 Feuerwehrleute und 70 Einsatzfahrzeuge vor Ort.

Angetrieben von starken Winden und niedriger Luftfeuchtigkeit entfachte das sogenannte "Post Fire" in der Nacht auf Sonntag, wie der lokale Sender NPR unter Berufung auf das kalifornische Amt für Forstwirtschaft und Brandschutz berichtete. Mittlerweile haben die Flammen fast 15.000 Hektar in der Gegend verschlungen.

Schwierige Löscharbeiten

Bis Sonntagabend (Ortszeit) war der Brand in Südkalifornien gerade einmal zu zwei Prozent eingedämmt, während er im Norden des US-Bundesstaates bereits zu 15 Prozent unter Kontrolle war. Starke Winde mit Geschwindigkeiten bis zu 120 Kilometern pro Stunde, die auch am Montag dominierten, erschweren die Löscharbeiten erheblich.

 

"Wenn es windig ist, sprüht das Wasser überallhin, wo wir es nicht brauchen. Das ist eine Herausforderung", erklärte Kenichi Haskett, Abschnittsleiter der Feuerwehr in Los Angeles, gegenüber AP News. Er bat gleichzeitig die Bevölkerung: "Seien Sie bereit zur Evakuierung."

Evakuierungen und Schutzmaßnahmen

Aufgrund des giftigen Rauchs und der nahenden Flammen mussten etwa 1.200 Camper, Offroader und Wanderer aus einem Erholungsgebiet evakuiert werden.

Wohnhäuser wurden laut der Feuerwehr nicht bedroht. Lediglich zwei Geschäfte seien beschädigt worden. Verletzte gebe es bislang nicht.

Erfahrungen der Betroffenen

Anwohner Oscar Flores (33) war am Wochenende mit seinem zwölfjährigen Sohn in dem Erholungsgebiet unterwegs, als er in der Ferne Rauchwolken entdeckte und wenig später von einem Parkranger kontaktiert wurde.

Der Los Angeles Times sagte er: "Es sah aus wie der letzte Tag der Welt. Die Leute luden schnell ein und fuhren raus. Der Ranger sagte: 'Du hast zehn Minuten Zeit, um alles einzupacken, was du packen kannst.'"

Maßnahmen der Feuerwehr

Während sich der Waldbrand immer weiter ausbreitet, errichtete die Feuerwehr sogenannte Feuerlinien. Flugzeuge fliegen unterdessen durch den dichten Qualm und versuchen verzweifelt, das Fortschreiten des Feuers zu stoppen. 

Das Luftqualitätsmanagement der Südküste teilte eine Rauchwarnung auf X (ehemals Twitter) und riet der Bevölkerung, drinnen zu bleiben und eine Klimaanlage oder einen Luftreiniger zu benutzen. 

 

Ursache und Auswirkungen

Die Ursache des Feuers ist bislang unklar, so die Behörden gegenüber mehreren US-Medien. Die Ermittlungen laufen. Experten versuchen bereits seit Monaten, das potenzielle Ausmaß der diesjährigen Brandsaison in der Region abzuschätzen. Ein nasser Winter habe laut LA Times "eine potenziell schwere Brennstofflast aus dicken Gräsern genährt, die trocknen, während die Temperaturen steigen".

Im Jahr 2023 verbrannten nach Angaben des Nationalen Zentrums für Umweltinformationen insgesamt 55.571 Brände eine Fläche von rund 10.658 Quadratkilometern (etwa 1.065.800 Hektar).